Was muss ein softwareentwickler können?

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Was muss er können? - Das hängt von der Art der Tätigkeit und von den Vorstellungen des Arbeitgebers ab. Schau mal in die Stellenanzeigen, gerne auch im Internet, dann siehst du, was ich meine. Beispiel: Eine Firma sucht einen Entwickler für Endanwender-Software auf Java-Basis, und erfordert dafür: Gute Java-Kenntnisse, Erfahrungen im Umgang mit diversen Frameworks, Englisch verhandlungssicher, Studium oder vergleichbare Ausbildung, betriebswirtschaftliche Kenntnisse wären wünschenswert. Arbeitgeber 2 fordert gute Java-Kenntnisse, heißt auch Quereinsteiger willkommen, wünscht sich Eigeninitiative und teamorientiertes Arbeiten.

Am Ende könnten beide Produkte entwickeln, die sich qualitativ nicht unterscheiden. Man kann nicht einmal grundsätzlich sagen, dass eine Ausbildung zum Fachinformatiker o. ä. notwendig wäre.

Was macht er GENAU! - Entwickeln, vorrangig. Ein Beispiel aus meinem Alltag: Wir besprechen den Fortgang des aktuellen Projektes, was muss als nächstes getan werden, sind wir im Zeitplan? Da ich in der Web-Entwicklung tätig bin, kommen dann zum Beispiel so Sachen wie: Kunden sollen Bewertungen abgeben können, dazu ihre Bilder oder Videos hochladen können, welche dann automatisch zu flickr und YouTube übertragen werden. Dann geht es ans entwickeln: Dafür gibt es die Entwicklungsumgebung, in der "programmiert" wird, in der Regel gibt es auch ein BugTracking-System: Bugs, Fehler, evtl. auch Feature-Wünsche werden dort festgehalten. Hast du ein Problem abgearbeitet, kannst du dich an das nächste machen. Eine Versionsverwaltung unterstützt das Team bei der Arbeit, indem man zu jedem Zeitpunkt zu jeder beliebigen früheren Version einer Datei zurückkehren kann.

Wie wird man einer? Hier ist für mich das schönste an der IT-Branche: Das alte Schema "Du lernst Kfz-Mechaniker, dann bist du auch Kfz-Mechaniker" gilt hier nur eingeschränkt. Ich bin ich eigentlich gelernter IT-Systemelektroniker, verdiene aber mein Geld seit über 8 Jahren mit Softwareentwicklung, seit 1 Jahr mit Web-Entwicklung. Anderer sind durch und durch Theoretiker, machen Abi, studieren Wirtschafts-Informatik, und entwerfen Lösungen (oftmals nur "entwerfen" und nicht "programmieren" - hier unterscheidet sich der Bereich der Informatik von der Entwicklung, da letzteres nur ein kleiner Teil der ganzen Informatik ist). Andere machen ihre Informatik-Ausbildung; letztlich entscheidet aber das persönliche Können. Wer "am Ball bleibt", auch privat Interesse daran hat, sich zu bilden, der wird immer auch gute Chancen am Arbeitsmarkt haben, ganz gleich welchen Bereich er ursprünglich erlernt hat.

Ein Softwareentwickler sollte vor allem eines können: Sich schnell an neue Situationen anpassen.

Dazu muss er eine gewisse natürliche Neugierde mitbringen herauszufinden wie etwas funktioniert und wie man es benutzt.

Die meiste Zeit sitzt man vor einem Problem, hat unbekannte Komponenten und muss alles zum zusammenspielen bringen. Wenn etwas nicht funktioniert hilft es nichts einfach aufzugeben, man muss sich seinen Weg suchen. Man muss stets über seinen Tellerrand hinausschauen.

Der Rest kommt mit der Ausbildung zum Fachinformatiker für Anwendungsentwicklung schon rein.

schön, daß bisher 2 fachleute ihr umfangreiches wissen verteilt haben ...... alles dummes zeug. es liegt daran, in welchem umfeld ("normale" pcs, großrechner, kundenspezifische programme, .....) du software entwickeln willst! ich habe kollegen, die haben weder von mathe noch physik ahnung + ich wüßte auf anhieb nur n paar, die informatik studiert haben. + ich glaube nich, daß ich hier irgendwas aus meinem studium anwenden muß ..... ;-)

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