Was muss ein Buch alles haben eurer Meinung nach?

10 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Kommt meistens auf den Inhalt an, was du verwendest. Zum schreiben habe ich immer eine bestimmte Schriftart und Schriftgröße (ich persönlich mag für Erzähltexte irgendwas schlichtes mit Serifen etwa auf Schriftgröße 10-11) und A 4 Seiten schonmal gar nicht. Hab ich mal gemacht, war aber nur, weil die online-Druckerei bei der ich bestellt hab nicht über 800 Seiten gedruckt hat und mein Werk eben entsprechend umfangreich war. Nimm lieber A 5 oder ein Zwischenformat. (Zum Vergleich: Meine längste Geschichte (etwa 700.000 Wörter) heißt Heimkehr, ist eien Fanfiction und hat etwa 758 Seiten auf Schriftgröße 10 oder 9,5. Auf A5 und Schriftgröße 11 sind es etwa 2500 Seiten. Der Unterschied? Das erste ist zum 'ins Regal stellen', also gedruckt, aber, vor allem weil es keine Absätze gibt, ziemlich unlesbar. Das zweite ist die lesbare Variante am PC. Es kommt also nicht auf die Seitenzahl an)

Was die Anzahl an Wörtern bzw. Seiten angeht kann ich dich also beruhigen. ich persönlich würde auch Geschichten mit weniger Seiten lesen, wichtig ist eben, dass sie einen Inhalt hat, der mich interessiert.

Was nun wirklich wichtig ist:

Inhalt: Inhalt muss das Ding haben, daran führt kein Weg vorbei. Dabei hilft es am besten, wenn du nicht einfach drauflos schreibst, sondern die Geschichte vorher planst (ich mach das immer so, dass ich mir aufschreibe, was in jedem Kapitel passieren soll oder zumindest einen detaillierten Plan im Kopf habe. Wenn du diesen Plan hast, dann merkst du auch schneller was noch fehlt, wo sich eventuell Logiklücken auftun, etc.) Dazu kommen noch die Figuren: Die sollten gut ausgedacht sein. Mit echten Fähigkeiten, echten Charakteren und vor allem echten Schwächen (nichts ist frustrierender, als ein perfekter Charakter). Da ich Fanfictions schreibe fällt das meistens weg, aber auch ich musste mit den einen oder anderen Charakter ausdenken und habe da z.T. Seiten mit irgendwelchen Infos oder Charakterzügen, Aussehen etc. vollgekritzelt. Sowas ist deswegen wichtig, damit du dir nicht mitten im Buch widersprichst. Bei einem Charakter ist es noch leicht zu behalten, wie er aussieht, aber wenn du z.B. irgendwelche Personen erwähnst, die auch nicht so oft vorkommen aber trotzdem beschrieben werden, dann solltest du die vielleicht nicht durcheinanderwerfen:-)

Rechtschreibung und Grammatik: Klingt furchtbar, aber für jemanden, der gerne mal Fanfictions liest ist das eben ein Punkt, der wichtig scheint. Achte drauf. Rechtschreibfehler, Tippfehler, Kommafehler können immer mal wieder vorkommen, deswegen würde ich die empfehlen die Geschichte vor dem Herausgeben jemandem zum lesen zu geben (Fremde finden die Fehler immer leichter raus, als du bei deiner eigenen Geschichte) oder das ganze laut vorzulesen (ist bei 100 Seiten natürlich etwas leichter als bei 2500:-)). Viele Fehler killt das Rechtschreibprogramm von slebst, aber eben nicht alle z.B. Kommafehler oder Rechtschreibfehler, bei denen sich ein anderes Wort ergibt. Auch Grammatik etc. klappt nicht immer, deswegen solltest du da genau drauf achten.

Worauf ich nicht genauer eingehe ist der Stil und zwar aus einem ganz einfachen Grund: Es gibt nicht 'den' Stil, den alle toll finden. Manche finden einen toll, den andere wieder ablehnen. Du hast deinen Stil. Der wird sich, je mehr du schreibst wahrscheinlich ziemlich entwickeln und ich muss auch zugeben, dass sich mein Stil ziemlich geändert hat und dass ich, je nach Story, versuche mich mit Wortwahl oder auch Stil der Stimmung etwas anzupassen, aber den 'einen' Stil, den alle toll finden, gibt es nicht. Klar mag niemand überlange Schachtelsätze lesen oder lieblos aneinandergeklatscht scheinende Strukturen a la : Und dann ging er in die Bäckerei. Und dann ging er in die Sauna. Und dann traf er die Liebe seines Lebens... ' Allerdings sind sowas Extrema. Dazwischen hast du eine Menge Spielraum.

Struktur: Nur so ganz kurz meine flehnede Bitte: Gebrauche Absätze! Ist echt leichter das Buch so zu lesen (auch wenn ich, wie schon gesagt, bei meiner Riesenfanfiction keine drin hatte. Aber das macht es einfach extrem schwer zu lesen und auch zu folgen) Ansonsten achte auf Seitenränder etc, aber das ist eigentlich selbstverständlich.

Hintergrundwissen: Gut, das kommt nicht immer zum Tragen. Ein Charakter, der intellektuell allgemein nicht so gut drauf ist, dem kann man verzeihen, dass er nicht weiß, dass Richmond die Hauptstadt von Virginia ist oder dass er New York für die Hauptstadt der USA hält. Kann jedem mal passieren. Wenn du aber einen Erzähler hast, dann sollte er das schon wissen. Kurzum: Achte einfach darauf, dass du auch ein geeignetes Hintergrundwissen hast. Recherche dafür kann ziemlich Zeitaufwändig sein, aber ohne die ist die Story einfach unglaubwürdig. Wenn du z.B. eine 'Napoleonische-Koalitionskriege-Royal-Navy-Horatio-Nelson'-Story schreibst (ja, das tue ich), dann würde ich als Leser erwarten, dass du die zeitlich richtig verortest und dich auch über Ränge, Struktur, Schiffe, historische Personen usw. informiert hast (falls sie denn vorkommen. Ich brauche keine 5 seitige Erklärung über den Lebensweg von George Westcott, wenn er nur einmal erwähnt wird und zwar als es darum geht, dass er grade gestorben ist und unsere Hauptfigur ihn nicht mal besonders gut kannte). Natürlich sind beim Schreiben deiner Phantasie keine Grenzen gesetzt, aber wenn du z.B. einen historischen Roman (oder auch einfach einen, in dem irgendwo irgendwelches Allgemein- oder Geographiewissen angebracht wird) schreibst, dann solltest du darauf achten, dass die Informationen, die du gibst auch korrekt sind (kann sein dass ich jetzt übertreibe, aber ich lese, wie gesagt, Fanfictions und habe da teilweise Sachen gelesen, die so falsch sind, dass man sie einfach nicht unter 'künstlerische Freiheit' zählen kann). Kurzum: Les dich genau in die Welt ein und schlag ggf. zweimal nach. Oder erfinde einfach eine eigene Welt. Da must du dich dann nur noch an elementare Sachen halten

Wie du siehst sind die Tipps, die ich dir gebe, eigentlich ziemlich selbstverständlich. Eine 'Vorgabe' bei Schriftart oder Seitenzahl gibt es nicht, ganz im Gegenteil (ich mag z.B. eines meiner Bücher, das 'nur' 164 A5 Seiten hat, wesentlich lieber als das Mammutding von 2500 Seiten. Es kommt nicht auf die Länge an, sondern auf das was drinsteht), du solltest einfach nur schauen was angenehm zu sehen bzw. zu lesen ist. Das schlimmste was Leute tun können, deren Vorlieben das nicht entspricht ist das Buch nicht herunterzuladen/zu kaufen und als E-Book-Autor im Selbstverlag (tut mir leid das zu sagen) stehen die Chancen ohnehin nicht besoners gut, dass du da wirklich richtig was mit verdienst. Bilder z.B. würde ich im Allgemeinen nicht mit einfügen. Ich habe zumindest noch kein Belletristisches Buch gesehen, das mit Bildern zugepackt war. Außer bei einem Reisebericht, da würde es wieder passen, oder einem Kinderbuch würde ich dir davon abraten Bilder einzufügen. Sowas machen meinen Erfahrungen nach nur Fanfiction Autoren, die vier Stunden nach dem perfekten Hochzeitskleid gesucht haben und es entweder nicht beschreiben wollen oder nicht können und ihr Lieblingscharakter nicht einmal in den Köpfen der Leser was anderes tragen kann als das, was sie mit so viel Liebe und Mühe aus den Untiefen des Internet gezogen haben.

Kurzum: Eher keine Bilder und die Anzahl der Seiten sagt nichts über die Qualität der Geschichte an sich aus.

Hoffe ich konnte dir etwas weiterhelfen.

Alles Liebe

Bevi

Was ein Buch nicht haben muss

  • mindestens 80k Wörter
  • 100 A4 Seiten
  • viele Bilder
  • eine bestimmte Schriftart
  • usw.

Es gibt viele Bücher, die weniger als 100 A4-Seiten Text enthalten. Auch enthält der Großteil aller Bücher keine Bilder. Um die Schriftart musst du dich schon gar nicht kümmern, es sei denn, du willst das Buch selbst verlegen. Um Formatierung, Illustrierung und Druck kümmert sich der Verlag.

Was ein Buch haben muss (Liste nicht vollständig)

Inhalt!

  • Was nützt dir ein Buch in einer schönen Schriftart und einem eleganten Cover, wenn es langweilig ist und es niemand lesen will?

Einen angenehmen Schreibstil

  • Wenn ein Buch lange, komplizierte, verschachtelte Sätze verwendet, die man nicht versteht, macht das ein Buch nicht sonderlich beliebt. Gleiches gilt für fantasielose Texte ohne Stilmittel oder Texte mit schlechter Wortwahl oder vielen Grammatikfehlern.

Sachverstand

  • Wenn die Geschichte Dinge oder Orte behandelt, die es wirklich gibt, ist es peinlich, wenn der Autor/die Autorin nur Halbwissen oder kompletten Schwachsinn darüber schreibt.

Sinn und Ziel deiner Frage sind nicht wirklich erkennbar.

Was ein gutes Buch haben sollte, das ist ein guter Inhalt, insbesondere ein guter Schreibstil!
Die Äußerlichkeiten und Formatierungen, die du erwähnst, die spielen doch beim Schreiben eines Buchs überhaupt keine Rolle!

► Die Formatierungen (Schriftart, Schriftgröße,...) kann man doch beim Schreiben jederzeit mit ein paar Klicks nach Belieben verändern.

► Der Umfang des Manuskripts ergibt sich automatisch aus der Geschichte, die du schreibst.

Für was sollten diese "angeblichen Anforderungen" (80k Wörter oder 100 A4 Seiten usw.) wichtig sein?

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