Was müsste in der Schule unterrichtet werden?

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28 Antworten

Hallo!

Grundsätzlich lernt man schon genügend, aber leider oftmals zu wenig, was man später wirklich brauchen kann --------> Dinge wie Steuerrecht, Infos über Versicherungen, Wirtschaft, Politik, gesellschafts- und volkswirtschaftliche Zusammenhänge ... einfach alles was unter Allgemeinwissen fällt, lernt man mMn nicht im brauchbaren Umfang. Genau da sollte man anknüpfen!

Man sollte diesbezüglich auch ruhig drüber nachdenken, komplizierte Mathematik/Algebra, die kaum jemand später wieder in der Tiefe braucht, oder anspruchsvollste Geometrie in der Oberstufe etwas eindämmen und auch lateinische Namen für Fälle der deutschen Sprache usw. etwas kürzer treten zu lassen, um vllt. mehr allgemeinbildende Werte zu erklären!

Ich wäre ehrlichgesagt sogar für ein Extra-Fach namens "Allgemeinbildung" und für einen wirklich fundierten Informatik-Unterricht, der auf alle wichtigen Officeprogramme abzielt. Denn die brauchste mittlerweile in jedem Beruf.

Die oft praxisfernen Unterrichsthemen liegen darin begründet, dass die grauen Herren der Kultusministerien zu weit weg vom Schuss sind & zu wenig von dem Zustand mitbekommen, der auf den Schulen im Land tatsächlich vorherrscht. Ich bin keiner, der auf die Politik schimpft, aber speziell im Bildungsbereich ist "fehlende Bürgernähe" ein Dauerthema, das mir schwer im Magen liegt. 

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Das, was am meisten fehlt, ist das Wissen, wie Menschen wirklich ticken.

Bedeutung mancher Körperhaltungen und Gesichtsausdrücke, Bedeutung bestimmter Betonungen beim Sprechen usw., sind nützliche Kenntnisse.

Auch zu lernen, nicht mehr auf jeden Spruch hereinzufallen ist wichtig, z. B., sich klar darüber zu sein, welche Absicht zwangsläufig hinter etwas steckt.

Hat man das alles drauf, dann erübrigen sich erhebliche Teile der in der Fragebegründung genannten Themen.

Das Problem an allem ist aber, daß es dann auch Lehrkräfte geben muß, die nicht zu der Null-Ahnung-Gruppe gehören. Und bei diesem Punkt da wüßte ich selbst gerne, ob es solche überhaupt noch gibt.

OK, einiges macht Sinn, und bei dem, wie man es bewertet, kommt es immer auf die Sichtweise an.

"Verantwortung" hat etwas mit Charakter zu tun. Charakter kann man in sich ausbilden oder festigen, aber man kann ihn nicht wie aus einem Lehrbuch lernen, allenfalls kann man ihn vortäuschen.

Spezialthemen sind meistens weniger hilfreich, ausgenommen für die wenigen, die zufällig Interesse an so etwas haben oder im Leben tatsächlich intensiv damit zu tun haben werden.

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Alles Wesentliche bringst du ja schon auf den Punkt, eigentlich könnte man da nur noch hinzufügen, die Schule müßt vielmehr den Alltag einbeziehen und sie müßt vielmehr praktisch ausgerichtet sein. Nur so, würde sie die so erzeugtew Weltfremdheit überwinden, wäre sie alltagstauglich. Tatsächlich lernt man in der Xchule sehr wenig, was einem im Alltag tatsächlich nutzt, da fehlt es an den einfachsten Rechtskenntnissen, also Gesetzen, die man kennen sollte, wie man ein Konto eröffnet, wie man sich sinnvoll ernährt, was für die Umwelt wichtig wäre, was dem Verbraucherschutz dient, wie man eine Versicherung abschließt, einen Vertrag ob zur Miete oder Kaufvertrag usw., stets verpennt die Schule Wesentliches.

Ich war 13 Jahre in der Schule, wußt noch nicht mal was ein Tarifvertrag ist, was Stücklohn bedeutet und was ein Manteltarif ist, was Aussperrung bedeutet, was wilder Streik, wie ein Auto funktioniert, wie man einen Reifen wechselt, eine Lampe anschließt usw., als ich mein Abi hatte. Das nur mal so als einige wenige Beispiele, da gab es gewiß noch Vieles anderes, wovon ich keinen blassen Schimmer hatte, bis ich mich selbst dann später ins Geschirr legte.

Und was lernte ich in der Schule? Infinitesimalrechnen, in Physik was über gedämpfte Schwingungen, in Chemie was über das Massenwirkungsgesetz usw., alles Dinge, die ich später nie wieder gebrauchen konnte und auch zukünftig nie gebrauchen werde. Alles Zeugs, das jenseits spezieller Berufe keinerlei Nährwert haben. All das und anderes mehr lernte ich, doch wußte ich noch nicht mal, wie man ein Konto eröffnet und was damit zusammenhängt.


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Kommentar von AalFred2
31.08.2016, 14:22

Wenn du all das nicht wusstest, wo waren deine Eltern während der 19 Jahre?

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Viele hätten einen Knigge Kurs nötig.

Ich persönlich hätte noch gerne das Fach Kochen (keine Ahnung wie ich später mal überleben soll) und auch Steuern.

Darüber erklärt einem niemand etwas.

Und ein relativ umfassender Erste Hilfe Kurs wäre auch nicht schlecht. Der kleine Kurs, den man für den Führerschein absolvieren muss, bleibt (eigene Erfahrung) nicht lange im Gedächtnis.

Werken fände ich auch praktisch, falls man zu Hause ja doch mal was reparieren muss.

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Kommentar von Etter
31.08.2016, 15:34

"Ich persönlich hätte noch gerne das Fach Kochen (keine Ahnung wie ich später mal überleben soll) und auch Steuern."

Nun abgesehen von Kochkursen, welche vmtl. auch in deiner Gegend angeboten werden, gibt es auch einen Haufen Websites.

http://www.chefkoch.de/

Laut Angabe der Website sind das gemütliche 275.000 Rezepte. Bis man die durch hat dauerts n bissl. Zudem gibts auch noch Kochbücher usw.

"Darüber erklärt einem niemand etwas."

Also ich hab mir das weitestgehend selbst beigebracht. Ebenso haben es Freunde von mir gehalten.

"Und ein relativ umfassender Erste Hilfe Kurs wäre auch nicht schlecht."

Was willste denn da noch haben? In erster Linie können stabile Seitenlage, Herzrythmusmassage und vll. die Nutzung eines Defis nützlich sein. Ansonsten vll. noch wie man Verbindet. Allerdings ist das jetzt nicht sooo die riesige Kunst.

Bei letzterem sind allerdings nach meiner Erfahrung eh Anleitungen dabei, welche aus 4 Schritten bestehen.

"Werken fände ich auch praktisch"

Werken hatte ich sogar in der Schule. Um genau zu sein sogar mehrfach. Fands nervig und unnötig.

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Viele Schüler sind leider bereits mit den Lehrinhalten der regulären Fächer überfordert. Wer die Suppe der Weisheit nicht gerade mit der Gabel ist, kann einige der o.g. Themen im Zeitalter von Internet mit Leichtigkeit googeln.

Für hilfreich erachte ich die Themen Rechts-/Wirtschaftskunde, Gesundheit/Ernährung und sowohl theoretische als auch praktische Rückenschule im Rahmen des Sportunterrichts. Denn dies kommt als langfristiger Kostensenker im Gesundheitswesen der Allgemeinheit zu Gute.

Als vorteilhaft in der heutigen Zeit mögen auch Angebote in dem Bereich Aggressions-/Konfliktbewältigung und Motivation gelten.

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Kommentar von FranziiCookiie
31.08.2016, 21:31

Also Wirtschaft- und Rechtslehre existiert ja als Fach so schon.

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Prinzipiell finde ich die Vorschläge schon gut, aber zwei Gedanken dazu:

- die Schüler müssen auch schon ohne diese Sachen ziemlich viel lernen
- was spricht dagegen (gerade in der heutigen Zeit mit Google usw.), sich das Wissen selber anzueignen?

Ich lese manchmal Fragen nach dem Motto "welche Länder müsste Erdogan überqueren, um in Deutschland einzumarschieren". Mal ganz abgesehen davon, dass da ein abstruses Weltbild dahintersteckt, ich frage mich: wieso kann derjenige (oder diejenige) das nicht einfach ergoogeln?

Die Kids können (normalerweise) ihr Smartphone perfekt bedienen, aber fragen manchmal Dinge, bei denen man sich fragt, warum sie das nicht selber herausfinden können.

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Kommentar von Askomat
30.08.2016, 21:34

So gut wie alle anderen Inhalte in der Schule kann man auch online lernen, trotzdem schafft man die Schule nicht ab. Wäre an der Zeit die Inhalte und Methoden anzupassen.

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Jura lernt man bereits(in Bayern heißt das entsprechende Fach Wirtschaft und Recht).

Die restlichen Dinge, die du hier nennst, sollten meiner Meinung nach- ebenso wie z.B. Miete oder Altersvorsorge- in einem eigenen Fach behandeln. Man könnten das "Lebenspraxiskunde" nennen.

Daneben würde ich dafür plädieren, alle hierbei relevanten Fächer-v.a. Geschichte, Sozialkunde und Ethik/Religionslehre- und das schulische Umfeld an sich konsequent nach dem  Konzept der Civic Education auszurichten.

Civic Education bedeutet: Die Kinder werden zu guten Demokraten erzogen. Einerseits lernen sie argumentieren, entscheiden und hinterfragen. Sie erwerben Medienkompetenz, lernen, wie sie sich Informationen beschaffen und sie richtig einordnen können.

Andererseits werden den Kindern aber auch die Tugenden und Einstellungen anerzogen, die einen guten Demokraten ausmachen: Sie erlernen Toleranz und Zivilcourage, sie werden dazu erzogen, sich für Demokratie, Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit und Pluralismus einzusetzen. Und sie lernen natürlich auch, rational zu denken.

Ich denke, das ist essentiell. Eine solche Erziehung - und zwar von der 1.Klasse an, wenn nicht schon vom Kindergarten an- ist die effektivste nur denkbare Extremismusprävention.

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Achje.

Wenn einen die Themen interessieren, dann kann man sich auch ohne Probleme in der Freizeit damit beschäftigen. Warum sollte es anderen aufgezwungen werden?

Jura lernst du wichtige Dinge in der Ausbildung (z.B. in BWL zu Arbeitsverträgen). Generell wirst du aber in einem Rechtsstreit einen Anwalt brauchen, womit dir das wissen so quasi gar nichts bringt.

Medizin: Was genau? Wie manche Stoffe wirken? Wie sie zusammengesetzt sind? Was eine Erkältung ist? Wie man ein gebrochenes Bein schient? Wie man eine Operation durchführt?

Sry aber Medizin ist ein riesiger Bereich. Das hat schon n Grund, warum man des studieren kann.

N Teil wird bzw. lässt sich durch den Bio- und Chemieunterricht abfangen.

Ernährung: Wozu gibts eig. noch Eltern? Wenn ich hier so lese, was manche als Unterrichtsfach haben wollen, scheinen manche Eltern ihren Kindern nichts beizubringen.

Ansonsten gilt auch wieder hier: Wens interessiert, der kann sich das Wissen recht schnell im Internet zusammensuchen. Zumindest was so n paar Basics angeht.

Was in der Schule unterrichtet werden soll? Die Basics. Das was ich später für die Ausbildung und/oder das Studium brauche.

Beispielsweise würde ich gerne Sport und Religion/WoN vom Plan sehen. Das sind aus meiner Sicht Dinge die man in seiner Freizeit ausüben kann.

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Kommentar von Clarissant
31.08.2016, 19:05

Wenn einen die Themen interessieren, dann kann man sich auch ohne Probleme in der Freizeit damit beschäftigen. Warum sollte es anderen aufgezwungen werden?

Das könntest du auch über Mathe, Französisch, Chemie etc. sagen. 

Medizin halte ich unabhängig von Interessen für viel sinnvoller als bspw. höhere Mathematik. Wenn ich sehe, wie viele Leute keine Ahnung haben, wann man zum Arzt muss, was man gegen Fieber und Kopfschmerzen tun kann, wie man Verbände anlegt etc. Es muss kein Studium sein, aber einige Grundlagen wären schon wichtig. 

Bei Jura sehe ich das übrigens genauso: Jeder Einwohner eines Landes sollte die jeweiligen Gesetze kennen, bzw. lernen, wie man Gesetzestexte liest und wo man gewisse Dinge nachschlagen kann. 

Wozu gibts eig. noch Eltern? 

Was ist mit den Kindern, die keine Eltern haben? Oder mit denen, deren Eltern arbeiten müssen? Oder mit denen, deren Eltern solche Dinge eben nicht wissen, weil sie sie selbst nie gelernt haben. Was ist mit den Kindern, die kein gutes Verhältnis zu ihren Eltern haben? 

Die Schule verlangt, dass Kinder 5 Tage in der Woche dort sind. Da ist es nicht zu viel verlangt, wenn Eltern fordern, dass ihnen dort auch Dinge beigebracht werden, die wirklich nützlich sind. 

der kann sich das Wissen recht schnell im Internet zusammensuchen.

Das können eben viele nicht. Viele wissen nie, wie man Google effektiv bedienen muss und lernen das auch nicht – weder von der Schule noch von ihren Eltern. 

Letzten Endes ist es immer Ansichtssache. Für den einen ist XY wichtig, für den anderen nicht. Dass aber die meisten Menschen einen Großteil des Schulstoffes am Ende wieder vergessen, weil sie vieles davon nicht brauchen und kein Interesse daran haben, ist eine Tatsache. 

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Kommentar von FranziiCookiie
31.08.2016, 21:39

Ich denke Sport ist sehr wichtig, nur sollte der Unterricht ein wenig reformiert werden. Also wirklich mehr auf Bewegung abzielen, als auf komische Ballsportarten. Dadurch kommt man als Schüler auch mal aus dem Klassenzimmer und bewegt sich. Das ist wirklich nicht schlecht.

Religion finde ich ebenfalls nicht schlecht. Leider kommt es dort sehr auf den Lehrer an, aber wir haben dort dieses Jahr echt viel nützliches durchgenommen. (Bspw. Basics anderer Religionen) Außerdem ist das ein Fach, wo man auch mal über den Sinn des Lebens diskutieren kann usw.

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schule ist dafuer da, dinge zu lernen, die einem eltern, verwandte oder einfach "die gesellschaft" nicht beibringen kann. so war das mal gedacht. "hoehere bildung" bedeutet fremdsprachen, geisteswissenschaften, hoehere mathematik und naturwissenschaften. 

das war mal was gutes, leute. es hat mal was bedeutet, dass praktisch jeder zugang zu hoeherer bildung bekommen hat und bei entsprechender leistung zumindest abitur machen konnte, mit all dem "unnuetzen" wissen.

den ganzen praktischen kram, fuer den kinder und jugendliche heute anscheinend extra unterricht brauchen, haben die schueler von damals nebenbei gelernt. 

am bildungssystem gibt es immer was zu verbessern, das bestreite ich nicht. aber wer meint, dass er hauptsaechlich unnuetzes und unpraktikables zeug beigebracht bekommt, sollte vielleicht noch mal nachdenken, ob hoehere bildung tatsaechlich wieder ein eliteding werden soll und die "masse" sich mit alltagswissen begnuegen soll.

ausserdem:

vieles ist lebenserfahrung, crashkurse und projekte eignen sich nicht fuer jeden. 

was ich persoenlich mir wuensche ist, dass kinder wieder lernen, selbststaendig zu denken und nicht bloss aus buechern abzuschreiben. gibt es eigentlich gar keine transferleistung mehr? da wurde frueher doch soviel wert drauf gelegt (meiner ansicht nach zu recht). 

ich bereue meine hoehere bildung nicht. obwohl ich in keinem naturwissenschaftlichen beruf arbeite, weiss ich eine ganze menge ueber mathematik und naturwissenschaften. ausserdem spreche ich zwei fremdsprachen fliessend und habe grundkenntnisse in zwei weiteren. ich finde das gut.

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Hallo Askomat!

Deine Beispiele finde ich schon sehr gut. Als ich mit der Schule nach 12 Jahren fertig war hatte ich eigentlich keinen Plan vom Leben. Ich wusste nicht wie Steuern funktionieren und zur Bank gehen eine Zahlung tätigen hat auch länger gedauert. 

So etwas sollte auf jeden Fall, zumindest in der Oberstufe unterrichtet werden. 

-D

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Kommentar von pinsel58
31.08.2016, 16:06

Wie man eine Rechnung bezahlt, kannst Du ja wohl an jedem Bankschalter erfahren und wie Steuern "funktionieren" kann Dir jeder Steuerberater erklären. Warum sollte  das dann in jedem Fall in der Oberstufe unterrichtet werden? Solche Dinge kannst Du jederzeit erfahren! 

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Das Allgemeinwissen zum täglichen Leben wird in der Tat eher schlecht in der Schule vermittelt und auch wenn man diese Aufgabe gerne den Eltern zuteilen möchte; nicht alle Eltern taugen dazu und das fängt schon bei der Aufklärung an, wo man gravierende Lücken bei einigen erkennen kann.

Daher sollte die Schule tatsächlich mehr auf den Alltag fokussiert werden und vor allem Paukfächer gehören abgeschafft. Das ist stumpfes Auswendiglernen und dient lediglich der Prüfungsnote.

Stattdessen wäre es eventuell sinnvoll, neben dem Alltäglichen viele Wahlfächer anzubieten, sodass man auf Stärken und Interesse bauen kann. Literatur oder auch Mathematik ist nicht jedermanns Sache und wird auch nur von den wenigsten später so detailreich gebraucht. 

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Haushalt und die richtige Ernährung ist wichtig und vor allen Dingen würde ich dafür plädieren, dass im Sexualkunde viel mehr und ausgiebig in Richtung Verhütung unterrichtet werden sollte! So viele diesbezügliche Fragen hier auf gutefrage.net von unaufgeklärten Teenagern, die zwar wissen, wofür ihre Geschlechtsteile da sind, aber nicht, wie man richtig verhütet, kann ich einfach nicht verstehen.

Die Themen " Verbraucherkunde, Konsumgüter, Gesundheit, Verantwortung, Steuern, Versicherung, Organisation, Jura und Medizin " sind zu speziell und können teilweise nur durch eine 3-jährige Ausbildung oder ein Studium abgedeckt werden.

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Kommentar von zalto
30.08.2016, 21:12

Nunja, ein Thema wie "Biologie" kann eigentlich auch nur durch ein Studium abgedeckt werden, ist aber trotzdem Fach in der Schule...

Ich glaube, man kann bei allen genannten Themen aus dem letzten Absatz zumindest die Grundlagen vermitteln. Dabei werden keine Steuerberater oder Volljuristen herauskommen. Aber mündige Bürger, die verstehen, wie ihnen geschieht und die nicht in jede Rechtsfalle tappen.

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Ich finde deine Beispiele schon sehr gut, aber denke was meiner Meinung auch oftmals fehlt ist den Schülern in unserer immer größer werdenden und schnell waschenden Welt ein besseres Wirtschaftsverständnis zu vermitteln. Und das nicht auf die staubige Art und Weise sondern einfach und so das es für jedermann im Kopf bleibt. Die Wenigsten Abiturienten aber auch Sonstigen Schülern haben wenig Ahnung welche ungeahnten Möglichkeiten sich ihnen Heute bieten und das nur weil sie den vorgelebten 0815 Trott in der Schule vorgelehrt bekommen. 

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Kommentar von Ps115V1NonNobis
31.08.2016, 20:20

Wie schnell wird denn deiner Meinung nach heute in der Wirtschaft das Geld gewaschen?

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Crashkurse sind nie gut, da nicht jeder so eine gute Auffassungsgabe besitzt.

Allerdings ist soetwas wie Rechnungen begleichen, Versicherungen verwalten etc gut, da die meisten Jugendlichen ohne irgendwas zu wissen ins Leben gehen

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Kommentar von Abc123defgh
30.08.2016, 20:41

Wo sollte man sowas im eh schon straffen und überfüllten Lehrplan unterbringen? Ich würde mich über so ein Fach freuen... dennoch will ich nicht nur in der Schule hocken 😅

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Kommentar von Nikita1839
30.08.2016, 20:45

Überfüllter Lehrplan? Wir haben es noch gut mit unseren Unterrichtszeiten und Themen

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Kommentar von Abc123defgh
30.08.2016, 20:52

Naja, unsere Lehrer haben uns ein paar Worte für die Oberstufe mitgeben: Es wurde das Abitur nach 12 Jahren eingeführt. Vorher 13. Wir werden euch vieles reinprügeln müssen, da die Lehrpläne nicht überarbeitet wurden und wir den ganzen Stoff der 13. auch noch mir hinein pressen müssen. Zudem wird es auf euch zukommen, dass ihr in Klasse 11 und 12 in einigen Fächern hauptsächlich nur noch für das Vorbereiten und Schreiben der Zensuren dem Unterricht bewohnt, da wir die nötigen Noten und Termine sonst nicht einhalten können. Daher meine Vermutung, dass das alles eh schon schlecht organisiert ist und ein neues Schulfach einfach nur noch mehr Chaos anrichten würde.. immerhin... ich könnte jetzt auch mein Abitur in Plattdeutsch ablegen... Voll die sinnvolle Änderung. Ich wollte mit meinem Kommentar nicht übereifrig sein: ich werde in den nächsten Wochen sehen, wie viel von der Panikmache stimmt.

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Kommentar von Abc123defgh
30.08.2016, 20:53

*Klausuren und Tests Mein Denkvermögen lässt wieder mach, sry.

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Kommentar von Nikita1839
30.08.2016, 21:14

Habe selbst das Abi angefangen, hier wurde das "Turbo Abi" schon wieder abgeschafft. Wenn man sich selbst richtig organisiert, ist alles ganz gut zu meistern. Ich selbst habe schon festgestellt, dass das Abi an sich leichter ist als die Realschule, wenn man sich richtig organisiert. Aber das ist leider auch von den Lehrern abhängig..

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Mein Favorit wäre, Klischee Kunde. Ein Fach in dem einfach die ganzen Klischees aus dem Weg geräumt werden.

Davon gibt es ja genug.

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Verpflichtender Politikunterricht auf jeden Fall, mit aktuellen Themen und Grundlagen. Es gibt so viele Wähler, die keine Ahnung von Grundprinzipien der Demokratie oder der EU haben... Gesundheit/Ernährung klingt auch gut.

An einigen innovativen Schulen gibt es auch tolle neue Fächer wie zB Verantwortung und Herausforderung (an der ev. Schule Berlin Zentrum). Das erscheint für mich überaus wichtig. In Verantwortung wird einmal in der Woche einem ehrenamtlichem Projekt nachgegangen, welches sich die Schüler sich selbst aussuchen. In Herausforderung suchen sich die Schüler - wie der Name schon sagt - eine Herausforderung für 3 Wochen. Das kann alles mögliche sein, bei dem man sich selbst überwindet.

Gerade Arbeit in sozialen Projekten würde wohl vielen Schülern guttun. Ich habe in den letzten Jahren so viel Arroganz und auf-Andere-hinabschauen erlebt, das ist schrecklich.

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Kommentar von FranziiCookiie
31.08.2016, 21:41

Also wir haben von der 10. bis zur 12. Politik (Sozialkunde) verpflichtend in der Schule.

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Jura ist gut , Verantwortung kann man bloß leider nicht "antrainieren".
Es sollte ein Fach wie "Taktgefühl & dieses vortäuschen" geben.
Das würde vieles einfacher machen:)

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Ich würde vorschlagen:  Anstand & Respekt.

Aber,  wer soll das den Schülern vermitteln? Da selbst unseren Lehrern der fehlt.

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Marketungstrategien, um die Jugend davor zu schützen, sich so einfach manipulieren zu lassen.

Gesunde Ernährung

Kritisches Denken, damit man nicht alles blind glaubt, was die Politiker sagen und die Medien schreiben.

Hierzu gibt es einen genialen Vortrag vom schweizer Friedensforscher Dr. Daniele Ganser, den er am 15. Dezember 2014 im voll besuchten Hörsaal der Eberhard-Karls-Universität in Tübingen gehalten hat.

Absolut sehenswert:

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Warum genau willst du die Eltern aus jeder Verantwortung entlassen? Was soll Schule denn noch alles leisten?

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