Was mögt ihr lieber bei Büchern?

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Das Ergebnis besteht aus 10 Abstimmungen

Personalperspektive 40%
egal 30%
Ich-Perspektive 30%

13 Antworten

egal

Hallo Jackunzel,

schade, dass es nicht die Antwort "sowohl als auch" gibt - die hätte ich wohl lieber gewählt als ein einfaches "egal". ;-)

Es kommt immer ganz auf das Buch an. Zu einigen Büchern passt eine Ich-Perspektive besser, zu anderen die Personalperspektive. 

Eine Ich-Perspektive kann schnell langweilig oder nervig werden. Zum Beispiel, wenn der Charakter oft gedanklich unnötig abschweift, nichts interessantes zu erzählen hat oder öfters mal in Selbstmitleid versinkt. Entscheidet man sich beim Schreiben für die Ich-Perspektive, sollte man einen sehr starken (und damit meine ich nicht körperlich), aktiven Protagonisten haben. Passive Charaktere, die selbst nicht in Gang kommen und erst durch ihr Umfeld dazu gezwungen werden, etwas zu tun, wirken in der Ich-Perspektive unglaublich langweilig und neigen dazu, sich selbst immer wieder in eine Opferrolle zu bringen.

Die Personalperspektive kann hingegen (falsch eingesetzt) auch problematisch werden; nämlich dann, wenn der Leser eine starke emotionale Distanz zu ihr besitzt. Dafür wirken Protagonisten in den meisten Fällen weniger passiv. Ein weiterer Vorteil, den die Personalperspektive mit sich bringt, ist, dass man problemlos zwischen verschiedenen Protagonisten hin- und herspringen kann (falls es denn mehrere gibt). 

Jede Erzählperspektive hat ihre Vor- und Nachteile. Es kommt drauf an, wie die jeweilige Perspektive eingesetzt wird, wie gut der Autor sie schreiben kann, auf das Genre, etc. 

Eine pauschale Antwort kann ich dir also nicht geben, auch wenn es bestimmt Leute gibt, die ausschließlich das eine oder das andere lesen.

Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig helfen. (:

Ganz liebe Grüße

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egal

Eine undankbare Antwort.

Ich könnte nicht sagen, welche Perspektive ich besser finde. Man muss aber sagen, dass die Ich-Perspektive den meisten Autoren leichter von der Hand geht und man so oft eine saubere Perspektive präsentiert bekommt. Dafür gibt es auch keinen allzu großen Korpus, aus dem man schöpfen kann. Viel beliebter ist es rein formal, in der 3. Person Singular zu erzählen.

Von allen Perspektiven der grammatischen 3. Person ist die personale wiederum die beliebteste, weil sie einem die meisten Möglichkeiten bietet. Sie ist aber auch die Perspektive, an der sich Autoren die Finger verbrennen. Oft haben sie den personalen Erzähler nicht verstanden und schreiben stellenweise auktorial oder neutral. 

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egal

Normalerweise tendiere ich zu "egal", wenn die Erzählperspektive zur Geschichte/ Handlung passt. Was ich nur nicht so gut finde, ist es, wenn das Buch aus der Personalperspektive geschrieben ist, der Autor sich bezüglich der Gedanken aber nur auf eine Person konzentriert. Dann sollte die Ich-Perspektive gewählt werden. Wenn der Autor in der Personalperspektive schreibt, dann sollte er auch die Gedanken der anderen Personen beschreiben. 

Ein Beispiel dafür ist "Puls" von Stephen King. In dem Buch gibt es mehrere Protagonisten: Clay, Tom und Alice. King schreibt in der Personalperspektive, allerdings erfährt der Leser nur von Clays Gedanken und Vergangenheit. Über Tom und Alice erfährt man nur das, was Clay mitbekommt. In dem Fall hätte die Ich-Perspektive viel besser gepasst. 

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Kommentar von Deponentiavogel
06.08.2016, 22:26

Und wird wirklich nur aus Clays Perspektive geschildert oder lässt er noch andere zu Wort kommen?

Was du meinst, ist übrigens nicht der personale Erzähler, sondern der neutrale oder vielleicht noch der auktoriale.

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Kommentar von Becca22
07.08.2016, 01:59

Das ist dann eben der Unterschied zu einem auktorialen (allwissenden) Erzähler und dem der nur die Gedanken einer Person kennt (ich glaube das heißt dann einfach personaler Erzähler)… ist einfach ein stilistischer Unterschied:)

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Ich-Perspektive

Ich denke, es kommt ganz auf die Geschichte an. Große Fantasy-Reihen leben eher von der Personalperspektive, wohingegen Horror sich meist besser in der Ich-Perspektive macht. Da ich im Moment sehr gerne Horrorgeschichten schreibe und lese, finde ich derzeit die Ich-Perspektive besser. 

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Personalperspektive

Ich habe gerne eine gewisse "Distanz" beim lesen ;) Aber mit einem Allwissenden Erzähler komme ich klar

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Kommentar von Deponentiavogel
06.08.2016, 22:28

Wenn man gute Personalperspektive liest, ist man (emotional) genauso nah am Geschehen. Man hat nur die grammatische Distanz.

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Ich glaube, ich würde das nicht so verallgemeinern, es sollte zum Buch bzw dem restlichen Schreibstil passen…
Ich mag es aber, wenn "Perspektiv-Wechsel" drin sind, egal ob dabei einfach nur die Person gewechselt, aber die Erzähl-Perspektive gleichbleibt oder sich auch das änedert:)

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Personalperspektive

Die Personalperspektive ist mir persönlich am liebsten, ich finde es liest sich so einfach besser.

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Ich-Perspektive

definitiv ich perspektive. man kann sich da einfach viel besser in die person hineinversetzen, mit den ganzen gefühlen usw auch. es ist wie eine andere welt einfach :)

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Personalperspektive

Ich-Perspektive kann ganz schrecklich sein. Mag ich nicht.

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ich persönlich mag bücher lieber, die mit der Ich-Form geschrieben sind.. da blick ich besser durch haha

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Personalperspektive

Definitiv die Personalperspektive. 

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Ich-Perspektive

Da kann man sich gut hineinversetzen find ich ;)

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Ich Perspektive

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