Spielt die Religion eine große Rolle für euch, wenn 2 Menschen heiraten?

12 Antworten

Mir persönlich ist mein Glaube durchaus wichtig und für mich kommt nur eine Frau in Frage, die zumindest ähnliche Ansichten, nicht nur in Bezug auf Religion allgemein, sondern ähnliche religiöse Ansichten teilt.

Das muss für mich nicht zwangsläufig bedeuten, dass sie unbedingt derselben Religion angehört - und sofern die andere Religion dieselben Möglichkeiten verheißt oder enthält, lässt sich über einen Wechsel auch von meiner Seite aus nichts einwenden - aber die religiösen Ansichten sollten möglichst gleich sein.

Das kommt auch etwas auf die Umstände an, zum einen, ob man gemeinsame Kinder haben will und wie religiös die Personen sind. 

Es ist halt verdammt schwierig und bedarf sehr viel Toleranz, wenn man fest und intensiv an etwas glaubt und der Partner glaubt etwas ganz anderes. Und wie erzieht man sein Kind?

Die Feste sind sicher kein großes Problem, die feiert man einfach beide. 

Evangelisch und Katholisch sind sicher kein grosses Problem, auch Judentum nicht unbedingt Und mit Buddismus lässt sich auch einiges kombinieren. Aber je weiter die Vorstellungen auseinander sind, umso schwieriger.

Da muss man sich im Vorfeld schon sehr viel Gedanken machen und über alles sprechen. 

Wenn eine Religion eine grosse Rolle für diese Menschen spielt, dann spielt sie auch in ihrer Ehe eine Rolle und sollte bei Heiratsabsichten nicht ausser Acht gelassen werden.

Hier wird oft so getan, als solle man auf den (Un)glauben seines potentiellen Partners keinen Furz geben - Hauptsache, man liebt sich! Aber so einfach ist es nicht. Ehen zwischen Partnern, deren religiöse Ansichten sehr weit auseinandergehen, bergen sehr viel Konfliktstoff.

Ein Atheist mag in der ersten Verliebheit darüber hinwegsehen, wenn seine Frau eine Altarecke in jedem Raum der Wohnung einrichtet und sich ihr Verhalten von ihrem Beichtvater diktieren lässt, aber irgendwann erträgt er es nur noch zähneknirschend. Und spätestens wenn Kinder da sind und "sie" ihnen den Kopf mit dem - in "seinen" Augen - Unsinn vollabert, steht eine handfeste Krise an.

Und eine strenggläubige Muslima wird es schwer wegstecken können, dass ihr Mann, weil nicht- oder andersgläubig, in die Hölle kommt, oder gar ihre Kinder.

Interkonfessionelle Ehen können klappen, wenn beide ihre Religion nicht zu ernst nehmen - also im Grunde genommen Agnostiker sind und Religion nur  ihr kultureller Hintergrund ist.

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