Was meint ihr ist diese Spiegelreflexkamera gut als Einstieg?

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3 Antworten

Zunaechst solltest Du mal in ein gut sortiertes Geschaeft gehen und die preislich infrage kommenden Geraete ausprobieren. Ich empfehle Dir mal die Canon 600D, die Nikon D3200 oder D5200 und die Pentax K500, K50 oder K30. Nimm sie in die Haende, schau mal durch und hangel Dich mal durch die Menues. Nimm auch mal das Objektiv ab und setz es wieder an. Dabei wirst Du schon feststellen, welche Kamera Dir mehr liegt. Viel wichtiger fuer gute Bildergebnisse als die Kamera sind Fotograf, das Licht und das Objektiv.

Videos mit einer DSLR sind etwas voellig Anderes wie mit einer kleinen Videocam. Durch den vielfach groeßeren Sensor sind die benutzten Brennweiten viel groeßer und ploetzlich ist scharfstellen wichtig. Sonst sieht es naemlich richtig "Shice" aus. Und das machen die allerwenigsten DSLRs bei Video; und richtig gut macht es keine. Da sind also etliche Dinge mehr angesagt als mal eben Knoepfchen druecken: scharfstellen ueben, wenn sich Motiv oder Kamera bewegen, Rig fuer eine halbwegs ruhige Kamerahaltung oder eben ein Stativ usw.

Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich!

Geh einfach mal in ein Geschäft und sieh dir die Kameras an, nimm die in die Hand und probier aus bei welcher dir die Bedienung und das Menü besser gefallen. Technisch nehmen sich die Hersteller nicht viel!

Du kannst auch getrost am Gehäuse sparen und lieber ein oder zwei gute Objektive kaufen... Da musst du bei Canon allerdings aufpassen, die günstigste Canon (1100D) wurde derart limitiert, dass man mit dem Modell bald keinen Spass mehr hat! Bei Nikon kann man auch schon mit der D3x00-Serie glücklich werden.

Daher mein Tip:

  • Nikon D3100 + 18-105mm Kit-Optik
  • Nikon D5100 + 18-105mm Kit-Optik
  • Nikon D7000 + 18-105mm Kit-Optik

Nimm auf KEINEN FALL ein Set mit 18-55mm Kit-Optik! Die ist sehr oft irgendwie zu Kurz und damit wirst du nicht glücklich auf Dauer. Zumindest ging es mir so. Da man sich den Fehlkauf dann auch nicht eingestehen will hab ich mir die 55-200mm Linsen nachgekaufen kann ist das "Doppelzooom-Kit" mit den 2 Linsen war auch nicht so toll. Andauernd die Linsen wechseln, hin und wieder her - was dann recht schnell Staub in die Kamera bringt und egal wo die 2. Linse mitnehmen - einfach nur nervig! Am Ende hab ich beide verkauft und ein 18-105er angeschafft.

Das Nikkor 18-105mm bietet dir sehr gute Bildqualität und deckt mit seinem Brennweiten-Bereich 90% der alltäglichen Fotoaufgaben ab!

Die kleine Nikon D3100 hilft dir auch mal weiter mittels Guide-Modus falls du mal bei einem Motiv nicht weiterkommst... Ich würde jedenfalls immer die "kleinere" Modellserie vorziehen und mir lieber mit dem gesparten Geld noch ein 2. Objektiv kaufen.

Der Grund warum ich eingentlich hautpsächlich Nikon empfehle ist der, dass man bei Nikon einige wirklich großartige Objektive bekommt. Vergleichbare Modelle Bei Canon sind dann nicht so gut oder man muss für vergleichbare Bildqualität deutlich mehr zahlen!

Zum Thema filmen mit der DSLR & DSLR-Kauf hab ich noch einige Infos in meinen Tipps: http://www.gutefrage.net/nutzer/mbauer588/tipps/neue/1

Gleiches gilt für Canon ab den 3-stelligen… Die EOS 1100D hat keine Sensorreinigung was dann dazu führt, dass man in kürzeren Abständen eine bezahlte Sensorreinigung bei Canon durchführen lassen muss. Leider ist das 18-135er Canon deutlich Schwächer im Weitwinkel-Bereich und kostet gute 100 EUR mehr :( Auch das 50mm f/1.8 ist nicht das gelbe vom Ei schon garnicht im Vergleich zum Nikkor... Für vergleichbare Bildqualität wie das 50mm Nikkor muss man bei Canon zum 3x so teuren f/1.4er greifen! Und ein 35mm Normalobjektiv ist ebenfalls gut 100 EUR teurer und 1/3 Blenden lichtschwächer...

Das und einige andere Dinge veranlassen mich eher Nikon im Crop-Segment zu empfehlen!

Noch wichtiger als die ganze Technik ist die Person hinter der Kamera! Beschäftige dich mal mit den Grundlagen der Fotografie - auf youtube gibt es hunderte gute Tutorials zu dem Grundlagen der Fotografie. Such einfach auf youtube nach "Fotografie Grundlagen" oder "Fotografie Basics"!

Denn erst wenn man die ganze Technik beherrscht und richtig Einsetzt werden die Bilder wirklich gut. Eine DSLR ist nur ein Werkzeug, dass man allerdings beherrschen muss denn sonst ist die Gefahr groß versehentlich oder unwissend etwas einzustellen, dass die Bilder nicht gerade verbessert. Auch die ganzen Automatiken der Kameras sind allzuoft suboptimal und liefern oftmals nur mäßige Bildergebnisse.

Hi,

ergänzend zu mbauer588 möchte ich noch bemerken:

In diesem Preissegment würde ich mich lieber nach gebrauchter Ware umschauen. Mit Kit-Objektiven wird man in der Regel eh nicht wirklich glücklich, von daher würde ich Body und Objektiv eh immer getrennt kaufen, muss aber gestehen, dass das in diesem Preisbereich keinen Sinn macht. Von daher lieber was gebrauchtes gutes als was neues nicht so gutes.^^

Das Argument mit den "schlechteren" Objektiven kann man so nicht stehen lassen, gibt weis Gott genügend Auswahl (und um einiges mehr als bei Nikon), besonders auch von anderen Anbietern wie z.B. Tamron. Übrigens is das angesprochene 50mm f1,8 Preis/Leistungstechnisch ungeschlagen, da sollte man vielleicht echt bedenken das das Ding nichtma 100€ kostet, und dafür is die Quali Bombe.

Und der Tipp mit dem 18-105mm anstatt dem 18-55mm Objektiv is fotografisch gesehen Unsinn. Wenn du zu faul zum Objektivwechseln bist kannst du dir gleich ne Bridgekamera kaufen, hast du im Endeffekt mehr davon. (Besseres Preis/Leistungsverhältnis, aufeinander abgestimmte Komponenten etc..) Der Vorteil einer DSLR liegt ja grade darin das passende Objektiv für die jeweilige Situation wählen zu können.

lg Divinorum

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