Was mein Kant mit "Zweckmäßigkeit" bzw "zweckmäßig sein" in der Kritik der Urteilskraft?

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1 Antwort

Erst empfehle ich, den Begriff "Zweck", wie er auch bei Wikipedia dargestellt ist, gut zu verstehen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Zweck

Was sagt dann der Satz oben genauer:

Zweckmäßigkeit ist eine Leistung, ein Vermögen, ein Können.

Von wem: Der "reflektierenden Urteilskraft" oder der "abwägenden Urteilskraft", d.h. dem Vermögen, zwischen Alternativen die jeweils zielführendste zu beurteilen.

Was aber bedeutet "ihre Vermittlung zwischen Natur und Freiheit". Von Natur aus in kausalen Zusammenhängen gibt es nur eine begrenzte Auswahl von Mitteln und Wegen, einen Zweck zu erfüllen, wenn er in der realen Welt umgesetzt werden soll. Wenn ich eine Rakete in den Himmel schießen will ist die Auswahl der dazu fähigen Anschubkräfte begrenzt. Freiheit ist dagegen die Möglichkeit, zwischen den in Frage kommenden Lösungen abzuwägen. In der Regel gibt es selten nur eine ideale Lösung. Jede hat Vor- und Nachteile. D.h. meine Freiheit ist nicht ungebunden sondern nur eine Wahl zwischen den zweckmäßigen Lösungsmöglichkeiten.

Hat man die Einzelmöglichkeiten geprüft sollte für die Wahl wieder ein Blick auf den Gesamtzweck geworfen werden, um die verschiedenen Lösungswege für die Entscheidung einer vergleichenden Wertung zuzuführen.

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