Was machten Ritter im Mittelalter mit ihren Pferden, die nicht mehr ausreichend schnell und gewandt waren, wurden sie schlicht geschlachtet und gegessen?

6 Antworten

im mittelalter mussten die pferde einen voll gerüsteten ritter durch die gegend schleppen. sie waren damit weder wirklich schnell noch wendig. das mussten sie auch gar nicht sein.

es genügt ein gleichmässiger, langsamer trab, um menschen, die zu fuss unterwegs sind, einfach zu überreiten. die pferde waren nicht grösser, als heutige islandpferde, camarguepferde, merens, ursprüngliche dartmoorponies oder exmoorponies.

sie dürften in etwa so ausgesehen haben, wie heutige koniks oder dülmener.

man hat übrigens keine pferde gegessen. darauf stand zumindest in den deutschen fürstentümern und königreichen die todesstrafe. wenn es verdiente kriegspferde waren, wurden sie bis zu ihrem tod gehegt und gepflegt oder es wurde mit ihnen gezüchtet. ein teil der pferde wurde als arbeitspferde an klöster abgegeben oder als kutschpferde eingesetzt.

Am Ende der Ritterzeit begannen die Bauern mit Pferden statt mit Ochsen zu Pflügen. Pferde die für den Kampf nicht mehr geeignet waren, konnten noch immer einen Pflug ziehen. Es wäre viel zu Schade aus einem so wertvollen Tier Wurst zu machen.

Ein Pferd war teuer, das man nicht geschlachtet und gegessen. Wenn es noch lebte, dann wurde es eben abderweitig eingesetzt. Es wurde aber nicht an Bauern verkaufet. Die Pferde gehörten dem König oder den Grafen, der nur die Tiere zur Verfügung gestellt hatte

Woher ich das weiß:Hobby – Ich reite seit meinem 6.Lebensjahr und habe zwei Pferde

Die allerwenigsten Kämpfer waren Ritter und von den Rittern hatten die allerwenigsten Pferde! Ein Pferd war ein Privileg und da musstest Du schon gut mit dem König befreundet sein ;-)
Aber ja, die Pferde wurden arbeitstechnisch eingesetzt - für Acker oder Transport!

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