Was macht uns Menschen zu Menschen und wieso glauben viele wir seien besser als Tiere?

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8 Antworten

Menschen die sich für besser als alle Tierarten halten, haben meistens sehr wenig Ahnung von Tieren.

Früher definierte man die Grenze zwischen Vormenschen und Menschen am Einsatz von Werkzeugen: Tiere können mit Steinen klopfen, Menschen stellen Faustkeile her. Wenn ein Archäologie künstliche Werkzeuge findet, geht er davon aus, dass dort keine Affen, sondern Steinzeitmenschen gelebt haben.

In den letzten Jahren werden immer mehr Tierarten entdeckt, die ebenfalls Werkzeug herstellen. Man hat z.B. Rabenvögel beobachtet, wie sie Zweige/Drähte zu Haken biegen und damit Insekten aus Rinde pulen. Das ist eindeutig Herstellung und Gebrauch von Werkzeug.

Dieses Verhalten ist also nicht exklusiv menschlich. Der nächste Versuch war, die Abgrenzung zwischen Menschen und anderen Tieren an der "Theory of Mind" festzumachen. Man dachte, nur Menschen könnten ahnen, was ein Artgenosse gerade denkt. Doch dann wurde bewiesen, Hunde und Affen können es auch.

Derzeit haben die Biologen tatsächlich ein Problem. Es scheint keine Fähigkeit zu geben, die ausschließlich Menschen besitzen. Jedes früher für rein menschlich gehaltene Talent hat die Evolution auch in anderen Arten verbaut.

Deshalb spricht man oft nicht mehr von der "Krone der Schöpfung", sondern von einem weiteren Zacken in der runden Krone der Schöpfung.

Besonders dominant sind wir auch nicht. Wir besiedeln zwar fast alle Lebensräume. Aber das tun sogar Insekten und Bakterien, so groß kann die Leistung also nicht sein.

Wir sind höchstens besonders zerstörerisch. Aber das sind viele Parasiten auch: Sie zerstören ihren Lebensraum und ziehen weiter. Unser Biotop ist der ganze Planet, wir zerstören ihn und ziehen dann zum Mars. Damit sind wir nichts Besonderes, sondern eher wie Borkenkäfer im Sonnensystem-Wald.

Zu Menschen macht uns demnach nicht mehr, als einen Vogel zum Vogel oder einen Biber zum Biber macht. Wir sind halt eine Spezies, die mit anderen zusammen auf der Erde lebt.

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Ich denke, dass unsere Fähigkeit, Dinge zu hinterfragen, uns am meisten von anderen Tieren unterscheidet.

Über unsere vermeintliche Intelligenz lässt sich wohl streiten, dazu müsste man auch erstmal klären, was Intelligenz denn überhaupt ist. Google sagt, Intelligenz ist "die Fähigkeit, insbesondere durch abstraktes logisches Denken Probleme zu lösen und zweckmäßig zu handeln". Im Großen und Ganzen trifft das sicherlich zu, aber meiner Meinung nach ist es das Dümmste, was man machen kann, wissentlich den Ast abzusägen, auf dem man selbst und viele andere sitzt. Das stellt unsere Intelligenz in Frage.

Kreativität unterscheidet uns sicherlich auch von anderen Tieren, wobei auch andere Tiere kreativ sind bzw. sein können. Raubtiere entwickeln z.B. immer mal wieder andere Jagdstrategien. Man hat auch schon mal Elefanten mit Pinsel und Farbe vor eine Leinwand gestellt und sie malen lassen. Vielleicht war es nur sinnloses Gekritzel, aber vielleicht erfüllte dieses Gekritzel einen höheren Zweck (für den Elefanten). Sind schließlich sehr schlaue Tiere. Nichts Genaues weiß man nicht.

Auch unsere Sprache ist einzigartig, aber das ist sie bei jeder anderen Tierart auch. Wir können genauso wenig die Spreche eines anderen Tieres verstehen wie ein anderes Tier unsere Sprache verstehen kann. Wir können nur vermuten, was uns das andere Tier damit sagen will, aber das können (manche) Tiere bei unserer Sprache auch. Meistens machen sie das anhand der Betonung fest.

Besser inwiefern?

Der Mensch zerstört wissentlich und teilweise sogar absichtlich seinen eigen Lebensraum und den vieler anderer Arten. Wir bringen ganze Ökosysteme aus dem Gleichgewicht und so stellen wir aktuell die größte Bedrohung für alles Leben dieser Erde dar. Vergleichbar mit dem Meteor, der vor einiger Zeit die Saurier ausgelöscht hat (Vermutungen zufolge), nur dass dieser Prozess weitaus schneller vonstattenging.

Menschen, die meinen, sie seien keine bzw. besser als Tiere, sind meiner Erfahrung nach häufig religiös oder einfach nur unheimlich arrogant (und ignorant).

Grüße

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BrightSunrise 26.10.2016, 01:35

Ach ja, der Mensch ist auch die einzige Art, bei welcher vermehrt Empathie und Mitgefühl für andere Arten auftritt bzw. auftreten kann. Allerdings wurde sowas vereinzelt auch schon bei anderen Tieren beobachtet, aber eben nur vereinzelt.

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meripag 26.10.2016, 03:52
@BrightSunrise

Ich bedanke mich ganz herzlich dafür, dass du dir die Zeit genommen hast, so ausführlich auf meine Frage(n) zu antworten.

LG

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Madmoisele 26.10.2016, 11:44
@BrightSunrise

Ich bin sehr glücklich, dass ich bei meinen Katzen und Hunden beides erlebt habe. Die konnten immer meine, oft traurige, Stimmung deuten und ihr Verhalten darauf einstellen. Und das nie "falsch", wie so viele Meschen, die Mitgefühl nur heuscheln.

Deswegen mein Lieblingsspruch in meinem Profil.

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wir menschen sind in der lage uns selbs objektiv zu betrachten und haben das bestentwickelte gehirn und dadurch mehr möglichkeiten als tiere, warum man sich deshalb als besser wahrnehmen muss weiß ich nicht denn ohne unsere umwelt wären wir nichts

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Wenn du unsere ganze Art auf einige wenige Punkte beschränken willst, dann machen uns unsere Intelligenz, unsere Kreativität und unser Sprachvermögen zu Menschen. Kein Lebewesen auf der Welt hat es in diesen Punkten so weit gebracht wie wir, das sind unsere Spezialgebiete.

Besser als Tiere sind wir nicht. Aber jede Tierart stellt das Überleben der eigenen Art über das Überleben anderer Arten. Raubtiere fressen Beutetiere, Beutetiere töten Raubtiere, Pflanzen vergiften das Erdreich sodass es nurmehr für ihre Nachkommen nutzbar ist etc.etc.

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meripag 26.10.2016, 00:30

Wir essen auch Tiere und Pflanzen und zerstören eigentlich unsere Welt und damit uns selbst. Das zeichnet weder unsere Intelligenz aus noch zeigt es, dass wir nicht unser Überleben über das anderer Arten stellen.

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Andrastor 26.10.2016, 00:41
@meripag

Wir essen auch Tiere und Pflanzen

Was für uns als Omnivore lebensnotwendig ist. Gegen unsere Biologie können wir uns (noch) nicht wehren.

und zerstören eigentlich unsere Welt und damit uns selbst.

Kommt jetzt das typische pubertierende Pseudo-Naturkuschler-Rumgeheule? Der Mensch ist sooo böse, der Mensch ist soo schlecht etc.etc.

ALLE Tierarten zerstören die Welt und damit sich selbst! Es gibt mehrere dokumentierte Fälle von Pflanzenfressern die sich zu schnell vermehrten und ihre Umwelt vernichteten, sodass ein Großteil der Population starb. Gleiches mit Fleischfressern.

noch zeigt es, dass wir nicht unser Überleben über das anderer Arten stellen.

Ich sagte das wir unser Überleben über das anderer Arten stellen.

Jede Tierart macht das und warum sollte der Mensch eine Ausnahme sein? Es macht keinen Sinn für eine Art das Überleben einer anderen Art vorzuziehen, eine Art die das täte, würde aussterben.

Das zeichnet weder unsere Intelligenz aus

Was unsere Intelligenz auszeichnet ist das wir die einzige Tierart sind, welche diesen Umstand begreifen kann und die einzige Tierart sind welche daran Arbeitet diesen Umstand rückgängig zu machen und zu heilen was vorherige Generationen zerstört haben!

Das können nur Menschen!

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meripag 26.10.2016, 01:19
@Andrastor

Ganz ehrlich?! den Mist mit dem "pupertierenden Pseudo-Naturkuschler-Rumgeheule" kannst du dir sparen, ja? Es ist meine Meinung, und du brauchst mich deshalb nicht beleidigen! Außerdem, wie viele ältere Menschen gibt es, die so denken? Es ist eine frage der Einstellung und nicht des alters, also halt's zam!

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Andrastor 26.10.2016, 01:22
@meripag

Es ist eine frage der Einstellung

Ja, aber eine Einstellung kann, wie in diesem Fall, pubertär sein. Ausserdem habe ich dir das nicht vorgeworden sondern sarkastisch prognostiziert, also kein Grund beleidigt zu sein.

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Wir sind uns dessen bewusst, das wir existieren. Wir können  uns die Zukunft ausmalen und über die Vergangenheit nachdenken.

Tiere leben eher im Hier und Jetzt. Sie werden auch mehr von Instinkten gesteuert. Menschen eher vom Denken.

Da Menschen Tieren vom Denkvermögen her überlegen sind, halten sich viele für besser. 

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Der Mensch ist das brutalste Tier auf Erden !

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Menschen sind tiere

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meripag 26.10.2016, 00:07

Aber nicht alle Menschen sehen das so, und ich würde gern wissen, warum?

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Juliie1996 26.10.2016, 00:08

Weil sie was besseres sein wollen.

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Menschen sind Menschen wie Zebras Zebras sind. Was macht einen Wurm zum Wurm?

Und wir sind "besser" als Tiere, weil wir die Regeln machen! Ein Krokodil mag das anders sehen, aber wer fragt schon Krokodile?

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