Was macht uns Menschen so besonders, dass wir Tiere essen dürfen?

28 Antworten

Was uns das Recht dazu gibt? Das selbe, was auch Tieren das Recht gibt andere Tiere zu essen: Zu überleben. So hat sich die Menschheit halt entwickelt, indem sie andere Lebensformen als Nahrungsmittel nutzt. Es liegt nicht in der Menschlichen Natur, sich nur von Pflanzen zu ernähren. Wir sind schließlich keine Pflanzenfresser, sondern Allesfresser. Versuch mal ein Fleischfresser nur von Gras zu ernähren. Überlebt er es? Nein. Klar, wir Menschen können auch ohne Fleisch überleben, jedoch müssen wir dann nach anderen Vitamin Quellen suchen, welche vermutlich dann künstlich sind oder sehr schwer zu beschaffen. Ob uns das Benötigen von Fleisch das Recht dazu gibt, Tiere ihr Leben lang einzusperren, nur damit wir sie letztendlich abschlachten? Nope, da stehe ich ganz auf der Seite der Tierschützer.

Was macht uns Menschen so besonders, dass wir Pflanzen essen dürfen?

Pflanzen sind anders als wir, sie haben kein Nervensystem und vermutlich kein Schmerzempfinden so wie wir es kennen.

Aber jede Pflanze wächst, um sich fortzupflanzen und nicht, um gegessen zu werden!

Wenn wir Tiere essen, dann setzen wir uns über deren Bedürfnisse hinweg, wenn wir Pflanzen essen, über deren. Das ist ein moralisches Dilemma: Wir können nur existieren, indem wir andere Lebewesen, oder Teile/Erzeugnisse von diesen essen und damit gegen deren fundamentale Bedürfnisse handeln.

Was ist der richtige Weg, mit diesem Dilemma umzugehen? Nach meiner Meinung muss das jeder Mensch für sich selbst entscheiden. Ich habe mich entschieden, zu leben, also mich von anderen Lebewesen zu ernähren. Aber ich versuche, verantwortungsvoll damit umzugehen. Was das heißt, das muss ich aber selbst, und immer wieder neu entscheiden. Mir persönlich helfen dabei einfache Ansätze á la: "Was bei Tieren abgeht, kann ich nachvollziehen, die sind also tabu. Bei Pflanzen ist es anders, also sind mir die egal!" zu einfach.

Und ich käme nie auf die Idee zu meinen, dass alle Menschen bei dieser schwierigen Entscheidung zu ganz genauso demselben Ergebnis kommen müssten wie ich!

Woher ich das weiß:
eigene Erfahrung
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Ich finde es zeichnet Dich aus, dass Du diese Frage als schwierig erachtest, worüber sich viele Menschen überhaupt keine Gedanken (mehr) machen.

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Deine ach so lieben Tiere verhalten sich auch nicht besser!

Bei einigen Arten gibt es sogar Kanibalismus, was bei uns Menschen ganz selten vorkommt.

Willst du der Menschheit vorschreiben, kein Fleisch mehr zu essen?

Diese Idee hatte übrigens auch schon der große Mao Zedongs gehabt und den Chinesischen Landkommunen per Gesetz verordnet Vegetarisch zu leben. Der Grund war, weil die Exportverpflichtungen für Fleisch nicht eingehalten werden konnte.

Diese verordnete "moralisch einwandfreie" Ernährung endete mit der größten Hungerkatastrophe der Welt mit zig Millionen von Toten.

Aber diese Antwort überzeugt dich natürlich nicht, weil das überquellende Warenangebot in den Kaufhäusern dich nicht an den Hunger denken läßt.

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Ich hab nirgendwo von einem Verbot gesprochen, Fleisch zu essen. Aber sich Gedanken über sein täglich Fleisch zu machen, was man bei ALDI für 2,99 das Kilo gekauft hat, wäre schon mal ein guter Anfang. Das könnte nämlich dann dazu führen, sich mal die Frage zu stellen, wie Fleisch überhaupt so billig wie Gemüse produziert werden kann. Um festzustellen, dass dies nur mit einer perversen Tierhaltung funktioniert, die mit einem qualvollen Tod endet. Und da tröstet mich auch nicht der Gedanke, dass auch das Zebra leidet, wenn es vom Löwen zerfetzt wird, denn im Gegensatz zum Löwen hat der Mensch eine Wahl.

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Gedanken soll man sich schon machen, über den Billigfleisch-Konsum, aber die Frage in den Raum zu stellen, ob wir überhaupt das Recht haben Fleisch zu essen ist schon etwas radikal.

Frag mal einen Bauern, der vor seiner toten Schafherde steht, die in der Nacht von einem Wolf zerfleischt worden ist, ob er deine Ansichten teilt.

So einen großen Hunger kann der Wolf nicht gehabt haben, wenn unzählige tote Schafe noch herumliegen.

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@quantthomas

Über die Frage nach dem Recht, Tiere zu töten, darüber zerbrechen sich schon seit Jahrtausenden die grössten Philosophen den Kopf. Von daher ist diese Frage doch durchaus berechtigt, oder etwa nicht?

Und wie gesagt, die Grausamkeit der Natur bzw. eines Wolfes sollte meiner Meinung nach kein Maßstab für unser eigenes Verhalten sein.

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Ja ja, die Herrn Philosophen!

Die brauchen ja keine Familie ernähren den die Bewunderer sorgen für regelmäßigen Nachschub.

So können sie sich in Ruhe Gedanken machen, wie sie die Welt künftig in größtmögliche Unruhe versetzen können.

Weniger Fleisch essen ist eine berechtigtes Anliegen, aber radikale Vorderungen nach Fleischverzicht wird zu einer Katastrophe führen.

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