Was macht man, wenn eine schriftliche Kündigung vom Arbeitgeber mündlich widerrufen wurde?

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3 Antworten

neee, radünzel, vergiss nicht, wir bewegen uns wieder ineinem dir fremden bereich, dem arbeitsrecht. die kündigung ist eine einseitige, empfangsbedürftige willenserklärung, da reicht es nicht, wenn der empfänger der kündigung etwas zu papier bringt und per einschreiben an denjenigen schickt, der die kündigung ausgesprochen hat. fakt ist, dass die kündigung zunächst einmal mit zugang wirksam geworden ist.formal ist danach eine einseitige rücknahme nicht mehr möglich. vielmehr musss das arbeitsverhältnis dann einverständlich erneuert oder fortgesetzt werden. nach § 625 bgb gilt das arbeitsverhältnis zu alten bedingungen als auf unbestimmte zeit verlängert, wenn der arbeitnehmer mit wissen und ohne widerspruch des arbeitgebers nach ablauf der kündigung die arbeit fortsetzt. die rücjknahme kann aber auch als angebot des kündigenden ausgelegt werden, ein neues arbeitsverhältnis abzuschliessen (gemäss §§ 133, 157 bgb). ein solches angebot bedarf der annahme durch den kündigungsempfänger. ich hatte in meinem beitrag vom 20.12.06 18:42 das in kurzform und für den jursitischen laien nachvollziehbar beschrieben. die schriftliche rücknahmebestätigung schafft rechtssicherheit vor fortsetzung der arbeit zu alten bedingungen, hat also einen deklaratorischen charakter und dürfte im streitfall vor gericht beweiskraft entwickeln.

nochmals die bitte radünzel, halte dich bei themen aus dem arbeitrecht zurück, deine postings verwirren mehr, als das sie klarheit bringen.

Auf jeden Fall sollte man sich eine Kündigungsrücknahme schriftlich bestätigen lassen. Selbst die widerspruchslose Wiederaufnahme der Arbeit könnte ggf. nur als neuer Vertrag gewertet werden - mit der Konsequenz einer neuen Probezeit.

für kündigungen gilt die schriftform, wenn sie zugestellt wurde, ist sie wirksam. pikant ist, dass einstellungen nicht der schriftform bedürfen, aber es wäre recht verwegen, eine kündigungsrücknahme als einstellungserklärung werten zu wollen. deswegen empfehle ich, die rücknahme der kündigung ebenfalls schriftlich vornehmen zu lassen, schon aus beweisgründen.

Wenn dei Rücknahme nicht schriftl. ist, kannst Du ja eine Bestätigung des Gesprächs per Einschreiben schicken. So hast Du was in der Hand.

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