was macht man bei einer epicondylitis?

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12 Antworten

Hi,

ich muss mich doch mal zu Wort melden, weil ich hier eine menge komischer Dinge lese.

Eine ECHTE Epicondilytis ist eine Reizung bzw. Entzündung, die auf Überlastung basiert. In meinen Augen ist Krankengymnastik der beste Weg. Ok zugegeben, ich bin selbst Physio und es ist klar, dass ich das behaupten muss. Aber so wie ich meine Patienten erlebe, ist ohne eine Entspannung der Muskulatur in Kombination mit Querfriktionen am Sehnenansatz keine dauerhafte Lösung möglich. Im Anschlus unbedingt Eis drauf.

WICHTIG - der Physio MUSS vorher klären, ob es sich um einen reinen Tennisellenbogen handelt. Oft kommen auch Irritationen des Nerven oder Probleme am Ellenbogengelenk an sich in Frage, werden aber häufig übersehen. Ein guter Physio MUSS vorher diverse Tests machen um die Ursache zu finden.

Wenn die KG nicht anschlägt, so bringt sie auf alle Fäll die beeinflussenden Faktoren wie Muskelspannung ins Lot. Gerade bei länger andauernden Problemen sollte man das unter Umständen auch einmal mit Kortison anspritzen lassen und dann weiter mit KG behandeln.

Operation ist der absolut letzte Ausweg und nur dann eine Idee wert, wenn KG, Medikation, Laserbestrahlung und Röntgenbestrahlung keine Besserung bringen.

Aussage A: Geht von allein weg - KANN sein, ist aber nicht sehr häufig, da oft eine Alltagsbewegung Ursache für die Überlastung ist.

Aussage B: Geht nur mit Tabletten weg - KANN sein, aber nur, wenn man Voltaren (oder mein Favorit wäre Ibuprofen) HOCHDOSIERT verwendet. Das solltest du mit deinem Arzt besprechen, ob das für dich in Frage kommt. Und wenn, dann nur in Kombination mit einem Magenschutz (meist pflanzlich).

Aussage C: Massagen (vorsichtig wegen Schmerz) - eine ordentliche Krankengymnastik (in Form von Querfriktionen, Entspannung des Muskels UND Dehnung wird immer zwicken. Der Schmerz geht oft im Laufe der Behandlung ein Stück weg, kommt aber meist Abends noch einmal wieder. DAS IST OK und MUSS so sein. Man will ja auch etwas erreichen und dazu muss man an die Stelle ran.

Unterm Strich: besprich dich mit deinem Arzt, da die Hinweise nur als HINWEISE und nicht als Therapieempfehlung anzusehen sind. Ich kenne dich nicht und hab dich nicht untersucht!

Weitere informationen: http://www.ellenbogen-krankheiten.de

Gute Besserung, Stephan

(Wenn diese Information für dich hilfreich war, wäre ich für ein kleines Kompliment dankbar.)

In den evidenzbasierten Leitlinien zur Therapie der Epicondylitis humeri radialis kommt die Physiotherapie gar nicht vor, obwohl sie tatsächlich häufig durchgeführt wird. Es gibt dazu auch eine randomisierte Studie:

http://www.medknowledge.de/abstract/med/med2002/05-2002-9-tennisellenbogen.htm

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@Isartaucher

Die Studie kenn ich - gin letztes Jahr durch die Medien und finde ich als PRO-Physio, weil 91% der Patienten bei Physio problemfrei blieben, auch wenn es etwas länger gedauert hat, als nur ne Spritze rein zu jagen. Mein Favorit ist daher Physio um die Rahmenbedingungen zu schaffen und DANN wenn nötig Injektion.

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Hallo Stephan, vielen Dank für deine hilfreichen Infos. Ich war letzte Woche bei meinem Doc. Ich musste mich dann einem Chirurgen vorstellen. Dieser hat dann festgestellt, dass es eigendlich nicht von der Epikonylitis kommt sonder von meinen 6 und 7 Halswirbel. Er hat mich dann eingerängt und auch noch starke Scherzmittel gegeben. Die Schmerzen sind bis jetzt auf alle Fälle weniger geworden.

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"Epicondylitis" ist die medizinische Bezeichnung für einen "Tennisarm" (wobei diese Formulierung irreführend ist: Man kann sich auch bei anderen Sportarten oder sogar im Alltag einen "Tennisarm" holen!). Die Verletzung macht sich meist durch Schmerzen am äußeren Ellenbogen bemerkbar, muss aber im Normalfall nicht ärztlich behandelt werden, sondern heilt (nach längerer Zeit) selbst aus. Wenn die Verletzung chronisch wird, sollte man allerdings einen Arzt aufsuchen und/oder Krankengymnastik machen.

Die Epicondylitis humeri radialis ist der sog. Tenneisarm. Die Epicondylitis humeri ulnaris dagegen ist der Golfarm, wobei die Schmerzen auf der Ellenseite (Innenseite) des Ellenbogen auftreten.

Ob es sich hierbei um Verletzungen handelt, ist fraglich. Der Hauptfaktor ist eine Entzündungsreaktion.

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Hallo,ich habe mir einen Golfarm( Epikondylitis) nach einer Wohnung streichen zu gezogen. Die Schmerzen waren emens stark ,ich konnte kaum noch etwas mit der rechten Hand tragen. Ich las im Internet von den Dehnungsübungen an einer Reckstange.Eine solche habe ich mir besorgt, mind. 2x am Tag hänge ich mich an die Reckstange zusätzlich mache ich noch 5 Klimmzüge und daneben nehme ich Chondroitin + Glucosamide. Das mache ich jetzt seit 2 Wochen. Die Schmerzen haben sich um 70% gebessert.Es lohnt sich der Behandlungsversuch Jutta

Körperliche Schonung und Ruhigstellen des Handgelenks mit einer Extensionsschiene; Ellbogenbandagen oder Tapes können die Schmerzen in der subakuten Phase lindern; Analgetika (z.B. Paracetamol)

Da ich eine Ärztegruppe kannte, die die Grenzen der Schulmedizin erkannt hatten, und neuraltherpeutisch die Zähne anspritzten, ging ich zu einem Zahnarzt und gab ihm 2 Minuten Zeit mir die Ellbogenschmerzen zu nehmen. Erst wollte er mir eine Zahntasche abschneiden, ich hob nur den Finger. Daufhin kratzte er den Zahnstein unter der Tasche ab und legte diese wieder an. Die Schmerzen waren weg. Ich prüfte einige Zeit lang, ob Schmerzen wieder auftreten. Wenn bei Druck ja, wußte ich, ich habe die Zähne nicht richtig geputzt und seitdem habe ich keine Epicondylitis mehr.

für zu Hause Voltaren einschmieren und ansonsten Physiotherpie mit Krankengymnastik und Ultraschall oder Elektrotherapie(ultrareizstrom)

In erster Linie schonen, schonen, schonen. Aber auch entzündungshemmende Mittel wie Voltaren. Ich habe sogar schon Kortisonspritzen deswegen verpasst bekommen - dann war es am nächsten Tag weg. Macht aber nicht jeder Arzt.

Kühlen, ruhigstellen, ggf. Voltaren oder eine andere "Schmerzcreme", Schmerzmittel, Elektrotherapie, Krankengymnastik, ggf Massagen (vorsichtig, wenn aushaltbar wg. schmerz),...

http://www.barmer.de/barmer/web/Portale/Versichertenportal/Gesundheit_20und_20Krankheit/Lexikon_20Krankheiten/Eintr_C3_A4ge/Epicondylitis.html#ac118726

Irgendwann einfach sterben. Das machen wir alle früher oder später.

Krankengymnastik.

Einfach mal hier reinschauen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Epicondylitis

Danke marxx. ich schleppe das schon seit 2 wochen mit mir rum. Die Ärztin ist allerdings der meinung es geht nur mit tabletten weg.... weiss du was man da noch machen kann. Morgens geht es mit den schmerzen aber so bald ich etwas mit der rechten hand machen will, gehen die schmerzen wieder los.

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