Was macht man bei der ersten Hilfe, wenn ..?

7 Antworten

Hi,

vom Grundsatz her ist es immer genau gleich - Ansprechen, Anfassen, Atemkontrolle.

Ist die Person bewusstlos, umgehend den Notruf (über die 112) absetzen - atmet die Person nicht normal, wird mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung begonnen.

Durch die Beatmung eines Rauchers entsteht erstmal gar kein Risiko - bei einer Vergiftung müssten Kontaktgifte vorliegen.

wie macht man Das mit der Mund zu Mund Beatmung ohne sich selbst zu schaden ?

Im besten Fall nutzt man ein Beatmungstuch (kostet ~ 5 €, gibt es als Schlüsselanhänger) - damit werden Infektionsrisiken o.ä. praktisch ausgeschlossen.

Traut sich ein Ersthelfer die Mund-zu-Mund-Beatmung oder alternative Beatmungsformen (z.B. Mund-zu-Nase) nicht zu und es steht kein Beatmungstuch zur Verfügung: dann erfolgen nur die Thoraxkompressionen, auf die Beatmung wird in diesem Fall verzichtet.

Wie auch sonst gilt: Eigenschutz geht vor - Du bist verpflichtet, entsprechend Hilfe zu organisieren (Notruf) und bestenfalls selbst Hilfe zu leisten; Schaden musst Du dir allerdings nicht.

LG

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Bei einer Vergiftung müssten Gifte vorliegen, welche auf diesem Wege übertragen werden können (Kontaktgifte), dann wäre aber auch schon der bloße Hautkontakt ein Übertragungsweg- deshalb immer Einmalhandschuhe tragen. In den allermeisten Fällen, wird der Ersthelfer eine Vergiftung gar nicht erkennen, da die Symptome erstmal sehr unspezifisch sind und überwiegend aus Schwindel, Übelkeit, Erbrechen und Durchfall bestehen.

Durch die Atemspende eines Rauchers wird man nicht süchtig nach Nikotin, das dauert, man raucht auch nicht eine Zigarette und ist sofort süchtig danach, das dauert meist mehrere Tage, bis der Körper den Suchtstoff so "gewohnt" ist, das eine Sucht entsteht. Genau wie bei Alkohol, da entwickelt sich von einem Bier auch nicht gleich eine Alkoholabhängigkeit.

Ob der Mensch Raucher ist oder war, kann dir egal sein. Was sollte dir auch passieren? Der Teer, der sich in der Lunge gesammelt hat, wird kaum plötzlich von dort heraus kommen, wenn du eine Mund-zu-Mund-Beatmung machst.

Bei den Giften ist es tatsächlich so eine Sache; Womit hat sich der Mensch denn vergiftet? Wenns etwas ist, das der Körper im Darm aufnimmt und das erst danach giftig wirkt, dann kanns dir eigentlich egal sein. Wenns was ist, das man sich auf die Lippen schmiert und dort als Kontaktgift wirkt, ist das natürlich sehr gefährlich.

Wie SaniOnTheRoad schon erwähnte, gibt es diese kleinen Schlüsselanhänger mit Beatmungstuch. Damit ist direkter Hautkontakt ausgeschlossen. Alternativ kannst du statt über den Mund auch über die Nase beatmen; dann sollte dir auch nichts entgegen kommen, das im Mund herumfliegt.

Wenn du dich wirklich gar nicht traust, oder glaubst dass du dich in Gefahr bringen würdest (Eigenschutz geht immer vor!), dann lässt du das mit der Beatmung bleiben und machst nur Herzdruckmassage. Leider eben in dem Wissen, dass die Überlebenschancen des Menschen dadurch sehr viel geringer ausfallen.

Völlig uninteressant.

Weder eine Vergiftung noch Rauchen schädigt den Helfer bei der Wiederbelebung. Ich würde sowieso die Mund Nase Beatmung wählen.

Schau lieber, ob er auf einem Stromkabel liegt. Da könnte eine Gefahr bestehen.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Ich weiß, wie der Körper funktioniert.

Nach den neuesten Erste-Hilfe-Maßnahmen ist die Mund zu Mund Beatmung gar nicht mehr vorgesehen. Stattdessen führt man durchgehend die Herzdruckmassage durch.

Für die Beatmung gibt es aber auch sogenannte Beatmungstücher, die man sich in den Erste-Hilfe-Kasten legen kann. Die gibt's auch als Schlüsselanhänger

Meine fresse, langsam nervts.

DOCH, die Atemspenden sind laut aktueller ERC-Guideline zur Wiederbelebung durch Laien IMMER NOCH durchzuführen um eine optimale Versorgung sicherzustellen.

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