Was macht ihr alle als Beruf und ist es euer Traumberuf?

6 Antworten

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Ich habe Informatik und Physik studiert und bin nun im wissenschaftlichen Umfeld tätig.

Mein Traumberuf ist dies vermutlich nicht, aber es ist definitiv etwas, das ich erreichen wollte. Ich bin ein sehr ehrgeiziger Mensch und die Hürden, ins wissenschaftliche Umfeld zu gelangen, sind ja nun doch ziemlich hoch. Ich glaube auch nicht, dass ich diese Tätigkeit dauerhaft ausüben werde, weil man mit der Zeit ausbrennt, wenn man immer Höchstleistung geben muss. Außerdem ist die Bezahlung nicht gut. Man braucht im Grunde immer noch nen Nebenverdienst und/oder finanzielle Rücklagen. Das ist also eher nichts, wovon man auf Dauer leben könnte.

Nun, was ist mein Traum? Die Musik war immer mein Leben. Ich war schon auf über einhundert Konzerten, war eine Weile nebenher im Bereich der Veranstaltungstechnik tätig, aber dort sind die Bedingungen richtig mies und die Bezahlung noch viel miserabler, so schlecht, dass man wirklich nicht davon leben kann, nicht einmal ansatzweise. Ich mache aber ab und an mal bei kleineren Veranstaltungen die Tontechnik "als Gefälligkeit". Hobbymäßig entwickle ich eigene Effektgeräte, etc. Mein Traum wäre es, ein Instrument perfekt zu beherrschen und in ausverkauften Stadien vor zehntausend Menschen zu spielen. Aber das wird wohl leider ein Traum bleiben. Die wenigsten Menschen können von der Musik leben.

Die andere Frage ist, ob der Traum überhaupt so traumhaft bliebe, wenn er Realität würde. Einem Hobby (= Wunsch) geht man dann doch mit ganz anderer Leidenschaft nach, als einem Beruf (= Pflicht). Zudem hat man in einem Hobby sehr viel mehr Freiheit, als wenn es plötzlich zum Beruf wird.

Wie gesagt, ich habe (unter anderem) Informatik studiert und entwickle in meiner Freizeit auch Software, z. B. durch Beteiligung an Open-Source-Projekten, etc. Diese Projekte sind viel spannender, als alles, was ich jemals auf Arbeit gemacht hätte, weil wir viel mehr Freiheiten haben. Wir müssen nicht rentabel sein. Wir müssen uns nicht nach den Vorstellungen eines Kunden richten. Wir müssen nie Routine einkehren lassen, können uns immer nur neuen Herausforderungen widmen. Wenn Du es professionell machst, fällt das alles plötzlich weg. Von daher könnte ich mir durchaus vorstellen, dass das Hobby immer interessanter sein wird. Selbst wenn Du sprichwörtlich Dein Hobby zum Beruf machst, könnte ich mir vorstellen, dass Du ein neues Hobby entwickeln wirst, das Du interessanter finden wirst, als Deinen Beruf. Ich glaube, das ist unvermeidlich. Traum und Realität werden niemals eins werden. Das ist ja auch der Sinn eines Traums oder einer Vision. Sie lassen Dich in eine bestimmte Richtung streben. Der Sinn liegt nicht unbedingt darin, "anzukommen".

Danke für den Stern! :-)

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Ich war als Bankkaufmann über 20 Jahre im Investment Banking tätig und es war mein Traumberuf. Heute würde ich den Job keinem mehr empfehlen. 

Wieso

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@Lalilu1993

Der Beruf ist viel zu unsicher geworden, d.h. man kann nicht planen, da man jederzeit mit einer Entlassung wegen Personalrotation, Restrukturierung oder Personalkürzung rechnen muß. 

Zudem sind die Anforderungen und der Druck im Verkauf unheimlich hoch. Man verdient zwar sehr gut, aber muß sehr viel Stress und unbequemes Arbeitsklima in Kauf nehmen. Auch läßt die Personalführung zu wünschen übrig, denn man ist nur noch eine Nummer und muß wie ein Roboter arbeiten. Hat man gesundheitliche Probleme und kann seine Anforderungen nicht mehr erfüllen wird man einfach ausgetauscht und ist arbeitslos. 

Das macht allem in allen keinen Spaß mehr. 

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IT Vertrieb im Bereich Workstation und VDI...
Traumberuf: Weniger Vertrieb mehr Richtung Coaching, Weiterbildungsberatung

Lehrer. Ja, weil er mich auf trab hält und zu ziemlich hohen Leistungen anspornt.

Ich wollte immer Tierfilmer werden, bin aber faul und daher nicht geeignet um eigenverantwortlich zu arbeiten. Ich würde wahrscheinlich nur Pornos gucken und nix auf die Reihe kriegen.

ich bin sohn und es ist der absolute traumberuf

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