Was macht Hass mit uns?

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4 Antworten

Ich will nicht sagen, dass Hass gut oder schlecht ist. Geschweige denn Rache will ich nicht bewerten. Denn das war nicht deine Frage. 

 Ich denke, dass man Hass bzw. seine Intensität unterscheiden muss.

Rachelust kann zwar da sein, aber die Rache an sich wird durch die Hassintensität bestimmt. Ich denke auch nicht, dass du bei einer Kleingkeit den Tod des anderen wünschst.

Primär kann man sagen, dass Hass einen sowohl psychisch, als auch physisch verändern kann.

Ich meine jetzt kein Training der Muskeln oder so, weil man stärker für die Rache sein will, aber zum Beispiel wurde mir in einer Phase, wo ich extrem viel um mich herum gehasst habe, gesagt, dass ich sehr blass wirke. 

Ich weiß auch noch, dass ich immer sehr heftige Kopfschmerzen hatte, Schwindel war auch manchmal dabei.

Also kann ich mir gut vorstellen, dass man sich irgendwie innerlich verkrampft und deshalb körperlich krank wird. Aber das ist eine Theorie. Ich möchte dazu nur anmerken, dass Depressionen nachweislich auch physische Auswirkungen haben, deshalb kann man auch hier von körperlichen Symptomen ausgehen.

Nun zur Psyche. Ich denke, Hass kann auf zwei verachiedene, paradoxe Weisen betrachtet werden. Zum Einen kann es Freundschaften fördern, weil man einen gemeinsamen Wert hat (oft bei einem gemeinsamen Feind, den man eben hasst), aber es kommt auch häufig vor, dass man sich einfach isoliert.

Es kommt stark darauf an, auf wen sich der Hass richtet. Auf wie viele. Gegen eine Person? Gegen alle?

Gegen alle ist es nämlich schon eine ganz andere Situation.

Du fühlst dich zusätzlich missverstanden, alleine und (vielleicht) ungerecht behandelt.

Die wirklich schlimme Sache bei Hass ist es, dass er nicht so leicht abgebaut wird. Bei manchen baut sich Hass über Jahre hinweg auf, sodass die Rache auch härter ausfällt.

Was genau passiert kann ich nicht so pauschal beantworten. Es kommt wirklich auf die Situation an. Manche gehen soweit, dass sie aus Rache töten, die Person psychisch/physisch foltern oder einfach nur zusehen wollen, wie ihr Leben zerstört wird (indem sie dazu beitragen)

Ich finde, "Give A Boy A Gun" ist ein gutes Beispiel dafür, wie Hass und Rachelust über Jahre hinweg aufgebaut in einen Amklauf eskalieren können

Aber das muss nicht immer der Fall sein

Solange du keine konkrete Situation hast, kannst du dir kein genaues Bild davon machen, was Hass anrichtet

Aber bei Hass leidet immer jemand. Egal, ob du es bist oder jemand anders

Er ist etwas, das mit dir eine Symbiose eingeht und während du ihn fütterst, wächst er und lässt dich die Dinge komplett anders sehen

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Höchstwahrscheinlich passiert nichts. Meist gewinnen (oder verlieren, wie man's nimmt) die Menschen ihren Kampf gegen sich selbst. Und sollten Rachegedanken mal wieder hochkommen (kommt durchaus vor) werden sie eben auch nur gedacht. Bis zur Tat zur kommen ist nämlich ne enorme Belastung, und wenn die Genugtuung sich nicht mit den Zweifeln messen kann, passiert nichts.

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Man selbst nimmt sich Lebensqualität.  Eine gute Portion Gelassenheit 

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wenn du deine Racheaktion durchgezogen hast, wirst du auf jeden Fall zufriedener sein und Genugtuung bekommen (keine Ironie). Also räche dich.

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Kommentar von turalo
02.12.2015, 16:13

Sehr niedriges Niveau.  Billig!

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