Was macht einen Staat erfolgreich (Beispiel Afrika)?

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6 Antworten

Das ist eine Frage die einen Politikwissenschaftler mehr als ein Leben beschäftigen könnte.

Prinzipiell könnte man vielleicht sagen (ohne eine akademische Interpretationsschlacht zu starten), dass es wohl eine Mischung aus verschiedenen Faktoren ist.

Das dieses Thema nicht endgültig geklärt ist, sieht man an den Wandel in den Internationalen Beziehung, wo die Frage der Entwicklungstheorien einem ständigen Wandel unterliegen. Mal bedingungslose Entwicklungshilfe, dann Good Governance. Man hat den ultimativen Grund noch nicht gefunden.

Ich beispielsweise bin der Meinung, dass ein Staat sich über seine Zivilgesellschaft definiert. Diese ist in Afrika sehr schwach und daher sind die Staaten eher instabil. Allerdings trifft das auf viele arme Länder zu, weswegen wirtschaftliche oder staatsstrukturelle Faktoren offenbar auch dafür eine Rolle spielen.

Mit anderen Worten - mit der Frage kann man Bücher füllen. Näherungsweise müsste man das ganze vielleicht erstmal auf einzelne Staaten und dort auf einzelne Faktoren runterbrechen. Bei weiterem Interesse, findet man in den IB dazu sehr interessante Fachliteratur (allerdings hauptsächlich in englischer Sprache).

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Es ist vor allem: Kein Krieg und keine kriegerischen Auseinandersetzungen für längere Zeit. Politische Stabilität. Nur dann wird investiert, nur dann klappt die Selbstversorgung auf dem Land, nur dann gibt es Pespektiven.

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Hei, Referandarwin, vor 150 Jahren dichtete Hoffmann von Fallersleben: Einigkeit und Recht und Freiheit sind des Glückes Unterpfand. Heute sagen wir´s prosaischer: Recht und Ordnung sind die Grundlagen eines funktionierenden Staatssystems. Und so. Grüße!

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In Äquatorialguinea hat meine relativ homogenisierte Gesellschaft, was m.M.n. in Afrika ein großer Vorteil, hinsichtlich Interstämmischer Auseinandersetzungen ist. Auch ist dieses Land reich an Rohstoffen.  Jedoch auch ein failing state, da keine Rechtsicherheit und es auch kein öffentliches Bildungssystem ist. Zwar ist das Pro-Kopf-Einkommen auf hohem Niveau, verteilt sich aber nur auf wenige Schultern = Hohe Armutsquote.

Vorteil hier: Devisen/Rohstoffe, Homogenisierung

Botswana sehr fortschrittlich auf allen Bereichen (im Vgl. Afrikaniveau), ähnlich Namibia.

Vorteil: Rohstoffe, starke Führung

Folglich die Stützen eines `soliden` Staates sind der Rohstoffreichtum und der Grad der Homogenisierung. Auch die ausländisches Unterstützung und die Zustimmung der Bevölkerung vermag in Afrika Wunder bewirken.

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Flüchtlingsströme innerhalb Afrikas. Hier musst du Googlen, so findest du auch die Gründe warum die Leute ihr Land verlassen und eine bessere Bleibe suchen.

Ähnlich wie in Europa, die meisten sind Wirtschaftsflüchtlinge.

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Habe Zweifel ob es in den 3 von dir genannten Staaten der breiten Masse gut geht, das scheint mir abwegig.

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