Was macht einen guten Vorgesetzten aus?

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6 Antworten

Hallo!

Ich habe so einen Vorgesetzten, den ich als wirklich total gut empfinde, wofür ich jeden Tag dankbar bin -----> er (Mitte 50) ist ein ruhiger, besonnener und zuvorkommender Mensch, der stets nahc einvernehmlichen Lösungen für alle sucht und diese auch findet, sich nicht als "Pascha" oder "Alleskönner" ansieht und durch seine gewisse "Leichtigkeit des Seins" sowie seine große berufliche Erfahrung auch manche unbequeme Situation ohne Geschrei zu lösen vermag.

Er steht hinter der Belegschaft, verteidigt sie und ist immer gesprächsbereit bzw. hört sich alles an, was berechtigt und ehrlich zur Sprache gebracht wird, gerne auch bei sich zuhause am Kaffeetisch ------> andererseits aber macht er auch einem aufmüpfigen Azubi klar, wer hier eigentlich das Sagen im Haus hat wenn es sein muss ;) Das jedoch auch nicht auf Pöbelbasis, sondern ganz gelassen und dafür umso effektiver.

Ein guter Vorgesetzter hat Ahnung von Menschen und von Mitarbeiterführung, der Gesellschaft, dem Leben, weiß dass nicht immer alles so läuft wie man es gern hätte, akzeptiert das auch, wird nicht gleich wütend & ist in der Regel entweder schon etwas älter (ca. Ü50) oder eben ein polyglotter Mensch, der einfach viel vom Leben/von seinem Metier gesehen hat. Er geht mit dieser gewissen "Leichtigkeit des Seins" an alles ran wovon sein Umfeld profitiert. Für ihn ist die Praxis wichtiger als die Theorie & er akzeptiert auch unorthodoxe Lösungen von denen er weiß, dass sie funktionieren. Solche Personen sind Indikatoren eines guten Betriebsklimas und sie werden auch ernstgenommen. Das Gegenteil bewies mir mal ein junger Meister in meinem Ausbildungsbetrieb der meinte, nach den Meisterkursen getreu dem Motto "hier, ich Meister" auf den Molly hauen zu müssen & das Ende vom Lied war, dass den keiner mehr ernstnahm und auch keiner mehr in seine Abteilung wollte, weil er nur rumbrüllte aber von nix 'ne Ahnung hatte. Und das muss nicht sein!

Abrundend noch was subjektives von mir -----> ein wirklich guter Chef wurde meiner Ansicht nach außerdem nicht als Chef mit dem goldenen Löffel im Mund geboren, sondern lernte das Handwerk von der Pike auf und erarbeitete sich alles selber -------> das braucht er um zu wissen, wie es sich in anderen Positionen/aus anderen Sichtweisen verhält bzw. wie man seine Angestellten fair behandelt. Denn von jedem Punkt sieht eine Sache anders aus!

Hoffe ich konnte helfen :)

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Kommentar von Hamburger02
07.03.2017, 12:04

Sehr gut beschrieben.

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Ein gesunder Mix aus Empathie und der Eigenschaft, auch harte Entscheidungen treffen zu können. Er muss die Balance zwischen den Interessen seiner Untergebenen und der Firma halten können. Außerdem muss er die Fähigkeit haben, über den Dingen zu stehen und Kritik zu ertragen. Er muss weiterhin durchsetzungsstark, charismatisch und fachkompetent sein, denn er ist eine Respektsperson und auf den Respekt seiner Untergebenen auch unmittelbar angewiesen. Aus diesem Grund muss er auch vertrauenswürdig und diskret sein, damit man mit Problemen auch offen auf ihn zugehen kann. Wünschenswert wäre es, dass er seine Mitarbeiter als Menschen sieht und nicht als Maschinen oder Dienstnummern - aber persönliche und private Verhältnisse sollte er zu seinen Untergebenen nicht pflegen, denn er muss eine gesunde Distanz zu ihnen bewahren, um Gewissenskonflikte zu vermeiden.

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Was macht einen guten Vorgesetzten aus?

Meine Meinung: Er führt durch Vorbild.

Jemand, der dazu bereit ist, das selbe Maß an Arbeit zu leisten, dass er von anderen verlangt, sich nicht dafür zu Schade ist, selbst anzupacken, der keine Standesdünkel gegenüber Untergebenen hat, und durch seine eigenen Erfahrungen menschlich und gerecht ist.

Dadurch ist er in der Lage, die Stärken und Schwächen der Mitarbeiter zu berücksichtigen und jeden an den Platz zu stellen, an dem der Angestellte bereitwillig das Beste leisten kann.

Von so jemandem lässt man sich dann auch ohne Groll kritisieren, da man sich bewusst ist, dass er nicht "von oben herab" entscheidet, sondern weiß, wovon er spricht, ohne sich besonders hervortun zu müssen.

Er ist der "primus inter pares" - der erste unter gleichen, dem man aufgrund seiner charakterlichen und beruflichen Fähigkeiten die Last der Entscheidung und der Führungsperson anvertraut, und nicht etwa ein unantastbarer "Halbgott" im Anzug.

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Als Optimal sehe ich ihn mit Eier in der Hose nach oben hin um seine Leute und das Budget gegenüber höheren Managementebenen zu verteidigen oder auszubauen.

Nach unten hin die Talente der Mitarbeiter sehend und fördernd.

Ein gewisser Hang zu Realismus, was das Arbeitspensum angeht, wäre auch nicht schlecht, damit er das richtige Maß an Über/Unterforderung findet.

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Eindeutiger Führungsstil - Lob und Tadel in richtigem Maß anwenden - für die Mitarbeiter ein offenes Ohr haben - Vorbild sein !

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Er/sie  lobt aber kritisiert nicht. Vor allem wenn andere anwesend sind.


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Kommentar von Jack98765
07.03.2017, 10:25

Kritik gehört dazu um steuernd einzugreifen. Natürlich nicht vor versammelter Mannschaft.

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