Was macht eine richtig gute Bildqualität bzw. Auflösung aus?

5 Antworten

Es ist eine Binsenweisheit, dass der wichtigste Teil guter Fotografien der Mann hinter der Kamera ist und danach das Objektiv für die Qualität eines Fotos verantwortlich zeichnet. Darum kostet ein Spitzenobjektiv auch ein Vielfaches eines guten Kamerabodys.

Selbst alte Objektive mit sehr guter Performance kosten noch gutes Geld, obwohl sie weder über Autofokus verfügen und auch die Blende manuell bedient werden muss, während alte Kamerabodys kaum etwas bringen, wenn es nicht grade seltene Sammlerstücke sind.

Zwei Faktoren machen ein Objektiv teuer, die Lichtstärke und die Qualität der Linsen, sowohl was das Material als auch die Bearbeitung angeht. Lichtstarke Objektive benötigen große Durchmesser der Frontlinse(n) und Bildqualität eine clevere Auswahl der Glassorten wie auch eine extrem genaue Bearbeitung der Linsen und Präzision beim Zusammenbau. Eine große Linse kostet erheblich mehr Aufwand beim Schleifen und auch die Herstellung großer Rohlinge ist aufwändiger!

Daher sind Kit-Zoomobjektive mit einer Lichtstärke von f/4,0-5,6 als größter Blendenöffnung um einiges preiswerter, als gleiche Objektive mit einer Lichtstärke von durchgehend f/2,8 und eine 50 mm Festbrennweite mit der Lichtstärke von f/1,2 kann sogar das Zehnfache eines gleichen Objektivs mit einer Lichtstärke von f/1,8 kosten.

Weitere Gimmicks, wie die leise Autofokuseinstellung per Stellmotor für ungestörte Tonaufnahmen bei Videos, oder die schnelle Fokussierung per Ultraschallmotor wie auch eine Stabilisierung des Strahlengangs gegen verwackelte Bilder machen die Objektive noch vielseitiger, aber natürlich auch teurer und empfindlicher.

Für den ambitionierten Hobbyfotografen sind die wirklich guten Objektive kaum bezahlbar, wenn man nicht Sohn eines reichen Vaters ist oder wirklich gut verdient. Selbst lichtstarke manuelle Objektive, wie z.B. ein Tamron SP LD-IF 300mm f/2.8 von 1984 kosten auf dem Gebrauchtmarkt noch um die 500 Euro und manche Spezialoptiken einiger Nobelmarken können auch noch Preise bis 10.000 Euro bringen. Wer dennoch mit sehr guten Optiken arbeiten möchte, besorgt sich eine Kamera mit einem Auflagemaß, dass die Verwendung von älteren Objektiven mit Hilfe eines Zwischenadapters erlaubt.

Man muss sich nun zwar mit der manuellen Bedienung von Objektiven vertraut machen wie auch Kenntnisse über die Zusammenhänge zwischen Belichtungszeit und Bewegung, Blende und Schärfentiefe wie auch Blende und Beugungsunschärfen aneignen.

Vollautomatik-Betrieb ist mit diesen Objektiven nicht möglich, ebenfalls gibt es keinen Autofokus, sondern man stellt von Hand scharf. Für die Belichtung verwendet man entweder die Halbautomatik mit Blenden- oder mit Zeitvorwahl oder man stellt auch diese Werte von Hand in der manuellen Betriebsart ein, wobei man aber bei den meisten Kameras den eingebauten TTL-Belichtungsmesser verwenden kann. Es wird auf dem Display oder im Sucher angezeigt, ob die Belichtung stimmt. Bei Änderungen von Zeit, Blende oder ISO-Einstellung verändert sich auch der Wert einer EV-Anzeige (meist von -3 bis +3), den man dann auf Null zu korrigieren hat.

Der Objektivkauf ist also eine Sache, die für wirklich qualitätsbewusste Fotografen schon eine Herausforderung sein kann, vor allen Dingen, wenn man nicht in Geld schwimmt. Darum rate ich auch jedem Einsteiger, mit einem preiswerten Kitobjektiv erst einmal auszuloten, welche Art von Aufnahmen in welcher Umgebung ihn in Zukunft interessieren werden, um sich dann ganz gezielt das dafür geeignete Objektiv zuzulegen. Vielleicht sogar durch gezieltes Abschalten des Autofokus und der Vollautomatik an der Kamera die Übung im Umgang mit manuellen Objektiven zu bekommen, um später für relativ wenig Geld wirklich gute Objektive benutzen zu können.

Oh ha. Bei der Frage müsste man ja bei Adam und Eva anfangen.

Entscheidentd bezüglich der Auflösung und Bildqualität ist das Verhältnis von Sensorgröße zu Megapixeln. Kompaktkameras haben meist viele Megapixel auf einem sehr kleinen Sensor. Bei einer Spiegelreflex oder auch einer spiegellosen Systemkamera ist der Sensor selbst meist deutlich größer bei gleicher oder etwas geringerer Megapixelzahl. das bedeutet die einzelnen Pixel sind bei SLRs größer. Diese können daher mehr Licht aufnehmen und sind empfindlicher, weshalb sie bei wenig Licht zu weniger Bildrauschen neigen als Kompaktkameras. Rauscht eine Kamera grundsätzlich stark wird dies meistens durch eine interne Bildverarbeitung nachträglich unterdrückt und das Bild verliert dabei Details, so zeigt dann unter Umständen eine 20MP Kompaktkamera weniger Details als eine 16MP SLR. Das andere Problem deiner Kamera scheint der allgemeine Regelbereich der Belichtung zu sein, Blende Verschlusszeit und ISO. Wenn es bei hellem Sonnenlicht zu Überbelichtungen kommt liegt das vielleicht daran das Die Kamera keine Verschlusszeit einstellen kann die kurz genug wäre. Im Vollautomatik Modus sollte aber sowas eigentlich nicht passieren es sei denn da ist etwas defekt oder es ist manuell eine zu hohe ISO eingestellt, oder du hast sonst was verstellt z. B. immer eine zu offene Blende.

Eine so allgemeine Empfehlung für eine Kamera ist immer schwierig, da müsste man schon wissen was du damit hauptsächlich machen willst und was die kosten darf, und soll sie kompakt sein oder darf es eine SLR oder andere Systemkamera sein?

Megapixel

Absoluter Unfug heutzutage! Anno dazumal in den Anfängen konnte man es vereinfacht so sagen... Es stimmte zwar damals auch nicht ganz bzw. war abhängig vom Einzelfall.

Die MPix bestimmen wie groß man ein Bild drucken kann. Als Kameras noch 1,3 oder 2 MPix hatten gab es Probleme beim Druck.

2 MPix wie in einer der ersten DSLRs (Kodak DCS 620) erreicht eine Auflösung von 1.728 x 1.152 Pixel. Solche "Spielzeuge" kosteten zur damaligen Zeit gut und gern soviel wie ein Kleinwagen. Das war daher Hauptsächlich etwas für Berufsfotografen und was diese Leute fotografieren wird großteils gedruckt. 

Jetzt stellt sich das Problem, dass 100 Pixel / cm die Untergrenze für qualitativ gute Drucke darstellt. Schnell gerechnet kommt man auf ein max. Ausgabegröße von 17,3 x 11,5cm was für den Druck von Covern oder größeren Bildern in Katalogen oder Magazinen nicht reicht und daher stammt die Aussage umso mehr MPix umso größer das Bild.

Eine aktuelle Kamera wie zB die D3300 kostet im Vergleich ein Butterbrot und liefern 24 MPix was 6.000 x 4.000 Pixel entspricht und wenn man das ausrechnet sind Qualitativ hochwertige Drucke mit 60 x 40cm kein Problem.

Es stimmt, das mehr MPix bessere Bildqualität bedeutet aber nur im Zusammenhang mit der Druckgröße. Wer also für Plakatwände fotografiert bedient sich heute MPix-Monstern wie einer Hasselblad (natürlich hat so eine Kamera auch andere Vorteile) die 80 MPix und mehr liefern. Nur bewegt man sich da heutzutage noch im Preissegment eines Mittelklasse-PKW.

Vielleicht spielt ja auch Objektive eine Rolle ?!

Aus technischer Sicht gilt:

Licht muss damit es am Sensor ankommt mal durch das Objektiv. Im Objektiv ist einiges an Glas und was beim Weg des Lichtes durch diese verschiedenen Glas-Linsen kaputt geht kann am Sensor nicht repariert werden! - Also kurz um: Was die Linse verbockt kann der beste 5000 EUR Profi-Body nicht mehr hinbiegen.

Ergo dessen sind gute Objektive wesentlich wichtiger als der Body an sich! (siehe angehängtes Bild)

Natürlich haben auch die Kameras einen Einfluss auf die Bildqualität nur spielt sich der eher im Rauschverhalten ab. Einzige Ausnahme sind die Aktuellen Nikon-Modelle der APS-C - Klasse! Bei diesen Kameras wurde der AA-Filter entfernt was sonst kein Hersteller in der Klasse bietet. Das hat den Vorteil, dass sich die Schärfe und die Wiedergabe von feinen Details extrem steigert.

Allgemein gilt:

Das können des Fotografen kommt vor der Technik. Das technisch beste, detailrechste und schärfste Bild nützt nichts wenn der Inhalt langweilig ist. Bildaufbau und Bildstimmung die den Betrachter packen trösten über technische Unzulänglichkeiten hinweg. 

Bei Objektiven gilt:

Eine Festbrennweite ist perfekt auf ihre einzige Brennweite abgestimmt. Da Fotografen meistens nicht mit 10-20 Festbrennweiten-Objektiven runrennen wollen oder man in manchen Situationen keine Zeit zum Wechseln der Objektive hat gibt es Zoom-Objektive.

Je größer der Zoom-Bereich desto größer der Kompromiss zwischen kleinster und größter Brennweite. Ergo muss bei einen zB 18-270mm Objektiv ein viel extremerer Kompromiss eingegangen werden als bei zB 18-55mm und weiters wird die Konstruktion teuer und viel aufwändiger bei einem 18-270mm als beim 18-55mm.

Durch diesen Kompromiss wird die Bildqualität beeinträchtigt. Je größer der Kompromiss desto größer die Beeinträchtigung. Daraus kann man schließen, dass eine zB 18-270mm Linse von der Bildqualität einer anderen Linse deutlich unterlegen ist. In dem Fall ist es eben eine der Ausnahmen von der "You get what you pay for" - Regel!

Eine wirklich atemberaubende Kombination ist in meinen Augen:

  • Nikon D3300 / D5300 / D7100
  • Nikkor 85mm 1.8 AF-S
  • Sigma 35mm 1.4 Art
Gleiche Kamera, 2 untersch. Objektive - (Bilder, Foto, Tipps)

Für einen Autor und Fototrainer,wie du dich immer gerne bezeichnest,bist du außerordentlich schlecht informiert. Du schreibst ,, EINZIGE AUßNAHME SIND APS-NIKONS DIE KEINEN AA-FILTER HABEN,, ( wie geht das mit diesen blauen Zitaten? ). Bei Pentax gibt es auch einige Modelle die den nicht haben und sie haben sogar eine Lösung gefunden , um Moirebildung zu verhindern. Über deine beiden kleinen Bilderchens sag ich jetzt mal nichts ,du kennst meine Meinung darüber

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