Was macht ein Medienberater genau?

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Entschuldigung, der Begriff ist künstlich, daher die umfangreiche Beschreibung.

Laut Bundesinstitut für Berufsbildung gibt es keinen IHK Medienberater. Würde mich auch wundern, wenn Drückerkolonnen mittlerweile staatlich kontrolliert ausgebildet werden, da sich diese Menschen durch Lügen und Betrug Zugang zum privaten Bereich ihrer Opfer, normalerweise die Wohnung, verschaffen und dann mit Nachdruck Verträge schließen, die das Opfer meist nicht braucht und sich nur offenbart, um den Druck loszuwerden, da ja bereits in den empfindlichen Raum vorgedrungen wurde. Keine Handelskammer oder Berufsschule würde solch ein Verhalten fördern. Der Staat ist immer noch gut gegenüber seinen Bürgern. Die Wirtschaft interessiert sich für sowas wie Moral nicht. Moral ist für die nur da, damit sie daraus Geld schlagen können. Und so gehen die Drücker auch vor, indem er auf die Moraldrüse drückt oder halt Lug und Trug nutzt.

Früher sagte man zu diesem Menschen Fahrender Händler, aber besser bekannt als Scharlatan, Quacksalber(Quarksalber passt aber irgendwie besser zu diesen Menschen:D) oder halt einfach Betrüger.

Kurzum, Medienberater ist eine verschleiender Begriff für selbstständer Handelsvertreter und dem entsprechend vertritt er für ein Unternehmen den Vertrieb, also darf im Namen des Unternehmens (wie derzeit wieder Kabel Deutschland) Verträge mit Verbrauchern abschließen. Die Handelsvertreter/Medienberater haben aber keine sonstigen vertragsrelevanten Kompetenzen, wie den Preis zu bestimmen, Preisnachlässe zu geben, Art und Umfang der Leistung zu bestimmen, Zahlungsziele vorzugeben, noch haben diese Handelsverteter/Medienberater Kernwissen über die Produkte die sie vertreiben. Können Sie auch garnicht, da es kein ordentlicher Beruf ist, den man erlernen muss.

Ordentliche Handelsvertreter, ob selbstständig oder nicht, unterscheiden sich bei allen oben genannten Punkten. Ein ordentlicher Handelsvertreter betritt nicht den Privatbereich, selbst wenn er kalt Privatkunden werben möchte, was die wenigstens ordentlichen Handelsvertreter machen (dort kann man sich das noch am wörtlichsten als Haustürgeschäft vorstellen, weil genau das die Schwelle ist, also das Geschäft an der Haustür stattfindet und nicht in der Wohnung).

Die meisten ordentlichen Handelsvertreter sind hingegen im Kaufmannsbereich zu finden, also von Händler zu Händler. Gute ordentliche Handelsvertreter konzentrieren sich nur auf ein Produkt, bzw. ein Unternehmen. Dafür kennen die das Produkt dann so gut, daß sie mit Ihrem Wissen auch Unternehmer überzeugen können, die normalerweise noch etwas mehr auf ihr Geld achten als die meisten Verbraucher. Diese ordentlichen Handelsvertreter haben dann aber auch Kompetenzen den Vertrag zu gestalten, also den Preis zu verhandeln, Zahlungsziele zu vereinbaren und so weiter. Da auch die ordentlichen Handelsvertreter im Auftrag eines anderen unterwegs sind, müssen auch die sich an Grenzen halten. Allerdings kann man halt mit ihnen richtig handeln. Unternehmen bedienen sich deshalb solcher ordentlichen Handelsvertreter, weil ihre eigene Vertriebsstruktur (also Verkäufer) nicht geschult oder erfahren genug sind. Denn die meisten ordentlichen Handelsvertreter werden mit einem bestimmten Ziel angeheuert, also: "verkaufe unsere Autoreifen an den Autohersteller", also ein gemeinhin bekannten "Geschäftsabschluss" herbeiführen, und nicht wie bei Medienberatern blind in die Masse zu schießen um Verträge abzuschließen. Ein ordentlicher Handelsvertreter würde sein Ruf und damit sein Beruf verlieren, würde er sowas machen. Ein ordentlicher Handelsvertreter der zu Privatkunden geht verkauft auch wie ein Bauchladenbetreiber direkt seine Ware, die er selber mitführt. Medienberater würden hier jetzt behaupten, sie würden doch damit nichts verdienen. Da sie den Beruf auch nicht für länger ausführen würden können, wenn sie mit "Drückermethoden" arbeiten, stimmt das sogar.

Diese Medienberater verkaufen lediglich Verträge und manchmal ein Probeexemplar von Zeitschriften, wenn der Vertrag ein Abonnement für Zeitschriften ist. Die Verkaufen also nur ein Stück Papier, welches dann das Opfer meist für 2 Jahre binden soll(man beachte die Widerspruchsmöglichkeit bei Fernabsatzgeschäften). Daher ist das auch so in Verruf gekommen. Denn die verkaufen kein wirklichen Wert. Dadurch haben Sie auch so hohe Provisionen (für ein einfaches Wochenzeitungsabonnement für 2 Jahre schon 85,-EUR). Die verkaufen wirklich alles. Versicherungen lohnen sich für diese Leute am meisten, denn an Unfallgefährdete verkaufen die sicherlich keine Unfallversicherung(nur so als Beispiel). Also haben die meist ziemlich gute Menschenkenntnisse in der Form, das sie sehr gut Verhalten erkennen können und sich selbst nicht genieren ihr Verhalten dementsprechend anzupassen(Moral ist zum verkaufen da).

Da diese Menschen durch Betrug und Lug Geld verdienen sind sie sehr einfach dadurch zu erkennen, daß sie versuchen werden in den privaten Bereich vorzudringen.

Er hilft dem Kunden beim Geldausgeben...

Was Designer, Texter, Drucker, Webentwickler und so weiter tun, ist wohl leichter zu fassen, weil man dabei immer ein praktisches Resultat hat.

Bevor die aber an die Arbeit gehen, hat der Kunde hoffentlich erst mit dem Medienberater Kontakt gehabt, und mit diesem geklärt, was er eigentlich braucht. In welchen Medien will er auftreten, werben, informieren? Was passt zu dem Kunden, dem Produkt oder Thema, und der Zielgruppe? Wie redet man da? (Twitter geht nun mal anders als Broschüre)

Der Medienberater muss dann als Fachwissen beisteuern, was in welchem Medium geht und nicht geht, worauf man achten muß und so weiter. Oft soll er auch eine komplette Projektkalkulation liefern - auch wenn das meiner Ansicht nach nicht mehr zu seinem Tätigkeitsbereich gehören sollte. Aber da dieser Beruf (trotz Diplom!) noch nicht so richtig klar umrissen ist, sind die Grenzen da unscharf. Ein Medienberater sollte jedenfalls schon verstehen, was die "Kreativen" so machen und auch, wie die Preise sind; auch muß er auf dem Laufenden sein, was die Trends und Aktuelles in den verschiedenen Medien angeht.

Und mit all dem Wissen hilft er dem Kunden beim Geldausgeben - damit das möglichst effektiv ausgegebenes Geld ist!

Ich werde dem nächst eine Ausbildung machen zur Medienberaterin stattlich geprüft ( IHK ).Sämtliche Seminare die mir dazu angeboten werden möchte ich so weit es mir möglich ist nutzen. Meine Frage ist ,ich möchte mehr wissen über den Beruf möchte mich schon mal vorbereiten. Hat jemand eine Idee wo ich so was finden kann im Netz ?

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