Was macht ein Facharzt für Psychotherapeutische Medizin?

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2 Antworten

Nach den deutschen Weiterbildungsrichtlinien der Bundesärztekammer gilt für das Fachgebiet der Psychotherapeutischen Medizin folgende Definition:


Die Psychotherapeutische Medizin umfaßt die Erkennung,
psychotherapeutische Behandlung, die Prävention und Rehabilitation von Krankheiten und Leidenszuständen, an deren Verursachung psychosoziale Faktoren, deren subjektive Verarbeitung und/oder körperlich-seelische
Wechselwirkungen maßgeblich beteiligt sind.



Aufgabe eines Arztes im Fachbereich Psychotherapeutische Medizin / Psychosomatik ist also die Diagnose und Einleitung von Therapiemassnahmen bei Beschwerden, die schwerpunktmässig eine psychische Beeinflussung aufweisen, die aber durchaus durch körperliche Grundstörungen (z.B. bei chronischen Schmerzen, Magen-Darm-Erkrankungen) bedingt sein können.



Das Fachgebiet der Psychotherapeutischen Medizin hat sicher Berührungspunkte bzw. Kooperationen mit anderen Fachgebieten, insbesondere der Psychiatrie. Die Ausbildung setzt aber bei den Ärzten eine etwas andere Schwerpunktsetzung, die sich u.a. auch in den Fachgebieten zeigt, die ein Facharzt für Psychotherapeutische Medizin absolviert. In der mindestens 5 jährigen Weiterbildung arbeitet der Arzt / die Ärztin mindestens 3 Jahre in einer Fachklinik / Fachpraxis für Psychotherapeutische Medizin (davon mindestens 2 Jahre stationär). Hier lernt der Arzt also sehr unterschiedliche Krankheitsbilder kennen.

1 Jahr (mindestens aber 6 Monate) gewinnt der Arzt auch Einblick in den Bereich der Psychiatrie, 1 weiteres Ausbildungsjahr gilt der Inneren Medizin.

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Ein Psychiater ist für Psychosen zuständig, für seelische Erkrankungen, die organisch begründbar sind, für seel. Erkrankungen, die medikamentös behandelt oder unterstützt werden können.

Ein Psychiater ist kein Psychotherapeut, genauso wenig, wie ein Psychologe Psychotherapeut ist. Dazu gehört noch eine aufwendige Zweitausbildung.

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Kommentar von DottorePsycho
18.02.2016, 15:11

Ein Psychiater kann auch - zusätzlich - Psychotherapeut sein. Man spricht dann vom med. Psychotherapeuten.

Ein Psychologe hat Psychologie studiert. Macht er danach seinen sog. Therapeutenschein, ist er dann psych. Psychotherapeut.

D.h. viele Psychologen sind auch Psychotherapeut, aber eben nicht alle.

Im Volksmund wird oft völlig undifferenziert zu allen oben genannten "Psychologe" gesagt, was in vielen Fällen ungenau und in vielen Fällen falsch ist.

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