Was macht das Muscarin am Acetylcholinrezeptor?

2 Antworten

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Vorweg, es wird in zwei Acetylcholinrezeptoren unterschieden, die jeweils den Neurotransmitter Acetylcholin (ACh) binden.
Zum einen die nikotinischen Acetylcholinrezeptoren (nAChR) und zum anderen die muskarinischen Acetylcholinrezeptoren (mAChR).
Dir geht es offensichtlich um den in Fliegenpilzen enthaltenden Stoff Muscarin und dessen Wirkung. Entsprechend werfen wir also einen Blick auf die mAChR.
Die mAChR sind G-Protein gekoppelt, also metabotrope Rezeptoren. Sie können also durch den Agonisten Muscarin aktiviert werden. (Der Antagonist und damit Gegenmittel bei Überdosierung ist Atropin.)

ACh stellt einen wichtigen Neurotransmitter da, der eine Vielzahl von Aufgaben hat. Ein Beispiel ist die Erregungsübertragung zwischen Nerv und Muskel an der neuromuskulären Endplatte. Muscarin wirkt nun an den Synapsen wie ACh kann allerdings nicht von dem Enzym Acetylcholinesterase abgebaut werden. Die Folge ist eine Dauererregung die zu vermehrtem Speichel- und Tränenfluss, Pupillenverengung (Miosis), Schweißausbruch, Erbrechen, Durchfall und Kreislaufkollaps führen kann.

Hoffe es ist verständlich geschrieben und hilft dir bei der Erarbeitung zu diesem spannenden Thema! :)

Ich danke dir dass du dir Zeit genommen hast :)

Kriegst einen Stern von mir !!

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@Alextu11

Das würde mich natürlich sehr freuen, wenn du mir einen Stern spendieren würdest! :)

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Hab da mal noch eine Frage :D 

Besitzt die Acetylcholinrezeptor Stoffe , die den Muscarin töten oder wie , denn du / Sie meintest/meinten , dass 

"Die mAChR sind G-Protein gekoppelt, also metabotrope Rezeptoren. Sie können also durch den Agonisten Muscarin aktiviert werden. (Der Antagonist und damit Gegenmittel bei Überdosierung ist Atropin.)"

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@Alextu11

Normalerweise wirkt der Neurotransmitter Acetylcholin an dem entsprechenden Rezeptor. Das heißt es wird solch ein Neurotransmitter gebildet und am Rezeptor absorbiert, um dann durch das Enzym Acetylcholinesterase abgebaut zu werden.
Das Problem ist, dass Muscarin an selbigen Rezeptor wirkt und ihn aktiviert, aber nicht durch das Enzym abgebaut werden kann. Das heißt der Rezeptor bleibt in einem erregten Zustand.
Deshalb kann es auch zu einer Vergiftung mit dem entsprechenden Muscarin-Syndrom kommen. Für den Rausch von Fliegenpilzen sind nämlich die Stoffe Muscimol und Ibotensäure verantwortlich. Wobei dazu gesagt werden muss, dass Fliegenpilze am besten getrocknet werden. Durch Decarboxylierung wandelt sich die Ibotensäure nämlich in den Hauptwirkstoff Muscimol um, der für die veränderte Wahrnehmung verantwortlich ist und dabei weniger toxisch als die Ibotensäure ist.

PS: Lass doch oben vielleicht wirklich den Stern für die hilfreichste Antwort da, würde mich sehr freuen! :)

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@Alextu11

Cool, danke dir! :D
Falls die Tage/Wochen noch Fragen aufkommen sollten, einfach her damit. Falls du dich weiter mit Fliegenpilzen auseinandersetzen möchtest, würde ich dir empfehlen dich vor allem mit Muscimol auseinander zu setzen :)

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@lebensmuede

Es tut mir leid , aber ich kann immer noch nicht dich als "hilfreichste Antwort" auszeichnen

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Ok alles gut :D




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