Was macht das Macbook zum Macbook?

11 Antworten

Ein Macbook (egal ob air oder pro) kostet ja einen guten tausender aufwärts... Nur, was macht diesen Preis aus?

Ganz einfach: Alles.

Klingt vielleicht blöd, stimmt aber im Grunde. Wie bei jedem anderen Notebook auch, hat alles Einfluss auf den Preis.

Mit die besten Displays am Markt, Flash-Speicher mit Geschwindigkeiten oberhalb von 3 GB/s, perfekt verarbeitete Gehäuse, gigantische Glas-Trackpads, vier Thunderbolt 3 Anschlüsse, sowas ist alles nicht billig etwa beim MacBook Pro.

Versuch mal, ein Konkurrenzgerät zu finden, das insgesamt auch nur annähernd vergleichbar ist. Also was Display, Lautsprecher, Trackpad, Tastatur, Speichergeschwindigkeit, Akkulaufzeit, Dicke, Gewicht, Verarbeitung, Leistung, Anschlüsse etc. angeht... Sofern es da überhaupt was gibt, kostet es auch ähnlich viel Geld.

Allein die Kombination aus Leistung, Dicke und Akkulaufzeit beim MacBook Pro, ob 13 oder 15 Zoll, ist praktisch einzigartig.

Die Software steht dann natürlich noch mal auf einem ganz anderen Blatt. Die ist natürlich eigentlich, was den Mac zum Mac macht. Daher rührt insbesondere auch die Beliebtheit in den genannten Branchen. Aber der Preis lässt sich eben auch allein über die Hardware rechtfertigen!

Im Prinzip ist ein Macbook ein ganz normales Notebook. Der technische Unterschied besteht primär im proprietären UEFI das ohne Krücke (Bootcamp) nur in der Lage ist, MacOS zu starten, während ein standardisierter PC ohne Krücke mit seinem BIOS/UEFI kein MacOS starten kann. Aber mit Krücken geht Windows auf dem Macbook wie auch MacOS auf einem Standard-Gerät.

Das Display ist grandios, soll aber gelegentlich mal Ärger machen. Hochauflösende hochwertige Panels (IPS-Technik mit hoher Blickwinkelstabilität) gibt es aber auch in Standard-Laptops (ich nenne es jetzt mal nicht "Windows-Laptop" da ja auch Linux und Co drauf laufen). Auch in einer Pixeldichte die Apple "Retina-Display" nennt weil die Auflösung höher ist als bei der Retina das menschlichen Auges. Aber diese Modelle kosten auch schon gutes Geld und kommen dem Macbook zumindest mal nahe.

Was man nie vernachlässigen darf als jemand der auf das Gerät angewiesen ist, sind Verarbeitung (die ist zweifelsohne bei Apple sehr gut, aber das gibt es auch bei Standard-Laptops) und der Aftersales-Service. Hält Apple auch bei Designänderungen genug passende Teile vor um das Ding immer wieder in Stand zu setzen, ist das gerade im gewerblichen Einsatz Gold wert. Tun sie das nicht (damit fehlt mir die Erfahrung), ist der Aufpreis nicht so gerechtfertigt. Was Servicefreundilchkeit angeht, tut es auch (wenn auch mit einem im Vergleich zum Macbook ziemlich bescheidenen Display) ein HP Probook, wo man durch die Serviceklappe an alle Module ohne großes Schrauben oder Zerstören von Haltenasen herankommt und RAM und SSD tauschen oder die CPU zum Reinigen des Kühlers herausnehmen kann. Da ist das Probook möglicherweise sogar dem Macbook überlegen

Man darf halt nicht Äpfel (wobei die Äpfel nicht immer Apple sind ;-)) mit Birnen vergleichen. Leistung und Displayqualität (hochauflösendes IPS-Display) sollten schon gleich sein. Dann ist das Macbook immer noch etwas teurer und die Aufpreispolitik (vergleich mal was Apple für ein SSD-Upgrade - wohl gemerkt nichts spezielles sondern Standard-Hardware, die man in jedem Laden haben kann - haben will und was HP) ist leicht unverschämt. Das lässt sich aber fast nur noch mit "Apple-Jünger sind halt bereit, mehr für ihr Gerät zu bezahlen" erklären. Der Preisunterschied ist aber nicht so dramatisch, wenn man ein gutes Notebook daneben legt und kein Aldi Medion Notebook das zufällig mit einem vergleichbaren Prozessor daher kommt. Aber halt immer noch vorhanden und mit Technik kaum zu rechtfertigen.

die Aufpreispolitik (vergleich mal was Apple für ein SSD-Upgrade - wohl gemerkt nichts spezielles sondern Standard-Hardware, die man in jedem Laden haben kann - haben will und was HP) ist leicht unverschämt. Das lässt sich aber fast nur noch mit "Apple-Jünger sind halt bereit, mehr für ihr Gerät zu bezahlen" 

An der Stelle muss ich wiedersprechen: Standard-Hardware ist das schon seit Jahren nicht mehr, der Flash wird direkt per PCIe (NVMe) angebunden und sitzt entweder auf proprietären Steckmodulen oder direkt auf dem Logicboard. Die NVMe-Controller entwickelt Apple selbst, die eigentlichen Speicherchips werden natürlich zugekauft.

Die erreichten Datenübertragungsraten sind enorm mit teilweise deutlich über 3 GB/s.

Natürlich sind die Speicheraufpreise trotzdem happig. Aber so absurd, wie häufig dargestellt, sind sie nicht.

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@BenzFan96

Stimmt wohl... aber auch PCIe-Storage hat Apple nicht erfunden, das kann man auch wo anders haben.

Gut ich bin sehr vorurteilsbehaftet aus der Zeit als es noch um tatsächliche Standard-Hardware ging (ein Festplattenupgrade 1 auf 2 TB für den Mac Pro Tower - bei Kauf also im Austausch gegen die 1TB Platte wohl gemerkt - der noch normale Platten hatte, war fast doppelt so teuer, wie eine 2TB Platte im Laden um die Ecke - das ist nicht zu rechtfertigen), aber dass bei Apple immer noch viel Name mitbezahlt wird, ist nicht von der Hand zu weisen. Aber wie ich auch schon gesagt habe, legt man ein wirklich vergleichbares Gerät daneben, wo CPU, RAM, Display, Anbindung und Leistung des Massenspeichers, Anschlussmöglichkeiten... etwa gleich auf sind, ist der Preisunterschied nicht mehr so hoch.

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@volker79

aber auch PCIe-Storage hat Apple nicht erfunden, das kann man auch wo anders haben.

Kann man auch woanders haben, klar – aber nicht mit diesen Übertragungsraten. Jedenfalls nicht in Notebooks.

Wie gesagt, happig sind die Aufpreise natürlich trotzdem. Da sind andere aber durchaus nachgezogen, etwa Microsoft bei den Surface-Geräten, trotz deutlich langsamerem Speicher.

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Das Betriebssystem MacOS macht ganz viel von der Qualität, Sicherheit und der Zuverlässigkeit aus. Dazu kommt noch dass die Komponenten gut aufeinander abgestimmt sind und Apple mehr Geld in Forschung und Entwicklung steckt als viele der Mitbewerber am Markt. Dazu kommt natürlich noch Verarbeitung und Auswahl der Materialien und Komponenten und das Brand Marketing.

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