Was machst man im Musik Unterricht, auf dem weg zum Abi? Die gleiche Frage auch für den Kunstunterricht.?

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5 Antworten

Hallo xIKarep!

Ich selbst habe Musik bis zum Abitur und befinde mich aktuell in der Qualifikationsphase und mache nächstes Jahr Abitur auf dem Gymnasium.

Im Fach Musik wirst du immer wieder Projekte machen. Wir haben uns z.B. in NRW an dem GO-AHEAD Wettbewerb vom Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW beteiligt. Man erstellt immer wieder Musikvideos, Audiopodcasts, Lieder...

Aber das ist nur die schöne Seite von Musik. Spätestens seit diesem Jahr ist das alles nicht immer so toll. Ich habe zudem meinen strengeren Oberstufenkoordinator & gleichzeitig stlv. Schulleiter in dem Fach.

Es wird kompliziert, wenn es um das Analysieren geht. Wir haben zuerst einmal einiges dazu gelernt. Mit der Sonatenhauptsatzform haben wir uns unter anderem länger beschäftigt. Da gibt es einzelne Teile, angenfangen von der Exposition bis zur Reprise. Auch die vielen einzelnen Teile lassen sich genau einteilen, beispielsweise in Motive und Übergänge

Es werden viele kompliziertere und neue Dinge auf dich zukommen:

Motiv, Grundtonart, Tonika, Sonate, Quarte, Ostinate, Septime, Partitur, durchkomponiertes Strophenlied... 

Das waren nur ganz wenige und noch einige einfache Begriffe, wovon du manche sicherlich schon gehört hast. Das nimmt aber wirklich kein Ende mehr. 

In der Analyse musst du diese Begriffe dann alle mit einbringen, die Grundtonart nennen und alle Teile erkennen. 

Das ist wie in Deutsch, wenn du die Stilmittel finden musst. Es gibt auch sonst viele Ähnlichkeiten zum Fach Deutsch. Wir bekommen zu den Noten auch meistens einen Text in Form eines Gedichtes. Dieses wurde dann eben vertont und diese Noten haben wir dann auch.

Dann musst du bis ins kleinste Detail jede noch so kleine Pause interpretieren, jede Ironie, die Septime drückt aus, dass etwas versteckt wird usw. Das ist für mich auch immer wieder viel zu weit. 

Letztens haben wir noch die Klausur zusammen besprochen. Da sollte man eiskalt darauf kommen, dass ein paar Töne direkt aus dem 17 Jahrhundert kamen, ein Junge in eine Bäckerei ging und im Winter arbeitete, sich in die Tochter verliebte, die Mutter eine Hochzeit wollte, der Vater ihn rauswarf und er Tage nach Hause zurück durch die bittere kälte lief. Das war jetzt quasi das, was du als Background wissen musstest, worauf kein einziger Klausurschreiber und auch wir am Ende alle nicht gekommen sind. Total irre.

Und ja, auch Stilmittel musst du in den Gedichten dann finden.

● ● ● ● ● Fazit ● ● ● ● ● 

► Einfach ist Musik also definitiv nicht, auch wenn das in der Unter- und Mittelstufe vielleicht noch so war.

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Liebe Grüße

TechnikSpezi

xIKarep 22.01.2017, 21:59

Danke. Du hast meine Entscheidung befestigt. Ich nehme Kunst 😂

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TechnikSpezi 22.01.2017, 22:29
@xIKarep

Hahahaha :D

Kann ich verstehen, wir wollen auch alle wieder abwählen, nur geht das bei fast keinem mehr... -.- :D

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In Kunst haben wir uns erst mit Gesichter und Körper zeichnen beschäftigt... verschiedene Schraffuren gelernt usw, jetzt machen wir gerade Menschen aus Ton. Und wir haben gelernt Gemälde zu interpretieren und zu analysieren.
Ich finde, in Kunst muss man sich kaum (solange man zeichnen etwas beherrscht und etwas kreativ ist) anstrengen, während wir arbeiten, können wir miteinander reden und es ist immer eine lockere Stimmung da:)

Bei mir ist es eine Weile her, aber in Musik haben wir hauptsaechlich transponieren geuebt, scheint mir.

In Kunst hatten wir Themen, die wir selbst in die Richtung lenken konnten, die wir wollten.

Allgemein denke ich dass es sehr auf den Lehrer ankommt.

Ich habe Kunst und wir machen gerade Architektur. Letztes Jahr haben wir die ganzen Kunstrichtungen gemacht: Dadaismus, Naturalismus, Realismus, Expressionismus, Renaissance und so.

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