Was machen wenn man anhält und der hintermann überholt einen einfach?

7 Antworten

Was meinst du mit "weil jemand rausfährt"?

Wenn du damit das ausfahren aus einem Parkplatz, einem Grundstück oder einer Einfahrt meinst, frage ich mich, warum du in dieser Situation, in der du ja zweifelsfrei Vorfahr hättest, überhaupt anhältst.

Dieses Verhalten ist deinerseits nicht in Ordnung, da du den nachfolgenden Verkehr unnötig behinderst. 

Selbstverständlich darf der nachfolgende Verkehr an deinem stehenden Auto vorbeifahren.

Du kannst ihn anzeigen, wenn du willst. Aber das wird wenig Erfolg haben und kostet dich nur Zeit und Nerven. Es gibt eben ungeduldige und rücksichtslose Menschen :)

Anzeigen, weil er an einem stehenden Auto vorbeifährt? Da bin ich aber mal auf die Rechtsgrundlage gespannt.

Vielmehr ist hier der Vordermann der Verkehrsrüpel, der durch seinen Vorfahrtsverzicht den nachfolgenden Verkehr unnötig behindert.

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@Interesierter

Der TE hat sich absolut korrekt und partnerschaftlich verhalten und den anderen Verkehrsteilnehmer aus der Parklücke ausfahren lassen.

Der Hintermann hat durch seine Aktion die anderen Verkehrsteilnehmer gefährdet. Was hätte er gemacht, wenn Gegenverkehr gekommen wäre oder der Ausfahrende weiterfährt?

Genau für solche Sachen gibt es auch im BKat folgende Strafen:

Sie überholten, obwohl Sie nicht übersehen konnten, dass während des gesamten Überholvorgangs jede Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen war. 100 Euro und ein Punkt.

Sie überholten bei unklarer Verkehrslage. 100 Euro und ein Punkt

Bei Behinderung bzw. Gefährdung wirds noch teurer.

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@ShadowFlake

Was hätte er gemacht, wenn Gegenverkehr gekommen wäre oder der Ausfahrende weiterfährt?

Von Gegenverkehr ist in der Fragestellung keine Rede, ebensowenig von einer Gefährdung. Auch sehe ich weder ein Überholen sondern vielmehr ein Vorbeifahren an einem stehenden Fahrzeug, noch sehe ich eine unklare Verkehrslage. Der Ausfahrende ist in jedem Fall wartepflichtig. Du solltest keine "Fakten" erfinden, die nicht gegeben sind.

Hier muss der Ausfahrende auch dem Nachfolgenden Vorfahrt gewähren. Der Vorausfahrende kann keinen Vorfahrtsverzicht des Nachfolgenden erzwingen. Der Fragesteller verhielt sich zwar gegenüber dem Ausfahrenden partnerschaftlich, jedoch berechtigt ihn dies nicht zu einer eigenmächtigen Straßensperre.

Durch das Anhalten ohne triftigen Grund wird der nachfolgende Verkehr mehr als notwendig behindert. Das ist ein Verstoß gegen. § 1 Abs. 2 StVO.

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@Interesierter

Du erfindest eher die Fakten. Aber erst einmal kennst du anscheinend den Unterschied zwischen Vorbeifahren und Überholen nicht.

In diesem Fall wird nicht vorbeigefahren, sondern überholt. Da nicht gehalten wird, sondern verkehrsbedingt (laut StVO wird hier überholt) gewartet wird.

Richtig, der Ausfahrende ist grundsätzlich in der Wartepflicht. Diese Wartepflicht wurde aber durch unseren TE legitimiert und durch uns nicht bekannte Zeichen und Verständigungen abgegeben.

Wir kennen die örtlichen Gegebenheiten nicht, daher unterstelle ich einfach, dass der Überholende, nicht übersehen kann, dass eine Behinderung des Gegenverkehrs ausgeschlossen ist. In einer engen Straße, wo zwei Fahrzeuge die Sicht blockieren, kann man dies schlecht ausschließen (es sei denn man sitzt auf nem hohen Motorrad).

Weiterhin (§ 5 StVO Abs. 4): 

Wer überholt, darf dabei denjenigen, der überholt wird, nicht behindern.

Weiterhin zur unklaren Verkehrslage 

(LG Berlin, 04.06.2012): 
Eine Verkehrslage ist unklar, wenn der Überholende nicht verlässlich beurteilen kann, was der vorausfahrende Verkehrsteilnehmer sogleich tun werde. Unklar kann die Verkehrslage sein, wenn der vorausfahrende Verkehrsteilnehmer die Fahrt verlangsamt.

(AG Krefeld, 28.01.2010):
Sobald bei einem vorausfahrenden bzw. haltenden Fahrzeug aber rechtzeitig der Blinker zum Abbiegen oder Ausscheren gesetzt worden ist, wird in der Regel eine Verkehrslage gegeben sein, die ein ungefährdetes Überholen nicht mehr zulässt.

Und sehr passend,
(AG Pforzheim, 20.09.2010):
Verzichtet ein Verkehrsteilnehmer gegenüber einem wartepflichtigen Verkehrsteilnehmer, der aus einer Grundstücksausfahrt nach links einfahren will, auf sein Vorfahrtsrecht, bedeutet dies nur den Verzicht auf sein eigenes Vorrecht. Der Verzicht auf den Vorrang befreit den Wartepflichtigen nicht von den ihm obliegenden Sorgfaltspflichten gegenüber den sonstigen vorfahrtberechtigten Verkehrsteilnehmern. Hat der vorfahrtberechtigte Verkehrsteilnehmer auf der Fahrbahnmitte angehalten, besteht für den nachfolgenden Verkehr eine unklare Verkehrslage, weshalb nachfolgende Fahrzeuge am stehenden Fahrzeug nicht vorbeifahren dürfen. Bei der Kollision des Einfahrenden mit einem nachfolgenden Fahrzeug ist daher eine hälftige Haftungsverteilung richtig und angemessen.





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@ShadowFlake

Jetzt muss uns der TE noch mitteilen, ob das Fahrzeug bereits auf der Straße war und wir haben es geklärt!

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Ist mir auch schon passiert.Das ist wohl ärgerlich,aber was soll man da tun können?Nichts!

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