Was machen wenn man an Depressionen leidet?

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6 Antworten

Der erste Schritt führt meist zum Hausarzt. Dieser trifft erste Abklärungen und nimmt dir Blut ab um sicher zu gehen, dass es sich nicht um eine Schilddrüsendysfunktion oder um einen Vitamin D Mangel handelt. Falls diese Befunde negativ ausfallen, überweisst er dich bei ausreichendem Verdacht auf eine Depression an einen Psychiater oder Psychologen. Je nach Versicherungstarif kannst du auch direkt zu einer Fachperson gehen.

Wie bereits erwähnt gibt es als Fachpersonen Psychiater und Psychologen. Der Unterschied ist, dass Psychiater Medizin studiert haben und somit auch Medikamente verschreiben dürfen. Obwohl mann nicht verallgemeinern sollte lässt sich sagen, dass Psychiater eher auf medikamentöse und Psychologen eher auf psychotherapeutische Behandlungen spezialisiert sind. Vielfach arbeiten die beiden Berufsgruppen auch zusammen.

Die Fachperson überprüft erst mal die Diagnose des Hausarztes. Dabei orientiert sie sich am internationalen Diagnoseverzeichnis ICD-10. Mehr dazu hier: http://deprimed.de/depressionen/ Kommt sie zu einem Schluss, dass wirklich eine Depression vorliegt, werden vertiefte Abklärungen getrofffen. Dazu kommen oft weitere Fragebögen wie der BDI-II oder die Hamilton-Skala zum Einsatz. Anschliessend wird das therapeutische Vorgehen besprochen.

Es gibt vor allem 3 verschiedene Behandlungsmethoden bei Depressionen:

  • Wichtig ist in erster Linie eine Psychotherapie (ob mit oder ohne andere Massnahmen). Mit einer Psychotherapie meine ich eine richtige Psychotherapie mit einem Konzept (z.B. Verhaltenstherapie oder Psychoanalyse) und nicht ein oberflächliches Gespräch. Eine Psychotherapie ist ein hoch effektives Verfahren ohne jegliche Nebenwirkungen, doch das Ganze hat auch einen negativen Aspekt. Es dauert Monate, wenn nicht Jahre bis eine Psychotherapie hilft.
  • Medikamente kommen vor allem bei schwereren Depressionen zum Einsatz, allen voran Antidepressiva der SSRI und SSNRI-Klasse. Diese wirken bereits nach 2-4 Wochen. Manchen Menschen helfen diese Medikamente wie ein Wunder, anderen leider nur stark unzureichend. Ein weiteres Problem sind die Nebenwirkungen, vor allem zu Beginn der Behandlung. Antidepressiva müssen über längere Zeit täglich eingenommen werden, süchtig machen sie jedoch nicht. Ab einer gewissen Stärke der Depression ist der Versuch mit Medikamenten fast unvermeidbar.
  • Bei schwersten und therapieresistenten Depressionen kommt auch eine Elektro-Krampf-Therapie (EKT) in Frage. EKT ist das mit Abstand erfolgreichste Verfahren um Depressionen zu Behandeln, jedoch auch eine ziemlich brachiale Vorgehensweise. EKT wird nur bei Personen gemacht, die schwerst depressiv sind und nicht auf diverse Medikamente angesprochen haben. Davon bisste hoffentlich weit weg.

Schau dich mal auf http://deprimed.de/ um, dort findest du alle Infos über Psychotherapie, Medikamente und EKT.

PS: Bin selbst betroffen und habe alle hier erwähnten Stationen durch (inkl. EKT).

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Such dir einen Psychologen. Frage gleich nach einer Psychotherapie! Viele bieten es nicht an, weil es viele mit psychischen Problemen gibt. Viele verschreiben gerne stattdessen Antidepressiva. Es sind Stimmungsaufheller. Haben aber mit unter ihr Potential an starken Nebenwirkungen. Psychotherapie besteht aus einer Gesprächstherapie. Es wird dadurch aufgedröselt, wieso und warum du so depressiv bist, um dann dem Problem entgegen zu treten.

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Selbsthilfe bei Depressionen.

Da es oft schwierig ist, einen kurzfristigen Termin zu bekommen, würde ich an deiner Stelle zunächst sofort mit Selbsthilfe beginnen.

Gleichzeitig aber mit dem Hausarzt sprechen und ihn bitten für mich eibnen Termin bei einem Psychotherapeuten zu vereinbaren - das geht so oft schneller mit den Terminen von Behandler zu Behandler. Ausserdem würde ich versuchen, in eine bestehende

therapeutische oder Selbsthilfe-Depressionsgruppe rein zu kommen.

Aber vor allem nicht auf die lange Bank schieben – sondern sofort aktiv werden. Wenn du das schaffst - wär das schon der 1. Schritt zur Besserung.

„Wie
Sie sich von Ihren Angststörungen, Angstzuständen und Depressionen ohne Medikamente und ohne Arztbesuch selbst befreien können“
Auch wenn Sie unter Stress, Schlafstörungen, Erektionsstörungen, Burnout-Syndrom, Panikattacken, Angst vor der Angst, innerer Unruhe oder einer Phobie leiden, dann ist diese Seite wohl die Wichtigste, die Sie zu diesen Themen lesen werden.

Haben Sie dieses Mittel erst einmal eingesetzt, werden Sie es nicht mehr aus Ihren Händen geben. Sie gewinnen wieder Ruhe, Freude in Ihrem Leben und fangen an, es in vollen Zügen zu genießen.

http://angst-vor-angst.net/

Viel Erfolg - und gute Besserung !


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Kommt drauf an wie alt du bist, ich z.b gehe jz wegen Depressionen ,Suizidgedanken und SVV nach bedburg-hau und da kann ich die Station 47.2 nur empfehlen ,die ist von 12-16 Jahre. Allerdings gibt es dort auch schöne Stationen für erwachsene......es gibt mehrere Möglichkeiten ,es gibt ja auch noch die teilstationäre Behandlung ,auch Tagesklinik genannt, da war ich am Anfang. Oder Ebend die Offene Klinik wo man raus darf und am Wochenende nach hause darf.....Die geschlossene finde ich persönlich nicht so gut

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Es gibt diverse möglichkeiten.

Man kann in professionelle behandlung. sich in einer selbsthilfe gruppe treffen oder oder oder.

Selbst mit freunden reden und sich helfen lassen kann schon viel bewirken. Aber viel mehr kann ich dir da auch nicht raten. Ich häng selbst quasi in ner Depression fest. Und ich hab die 3 oben genannten dinge alle schon mehrmals durch.

Mir half es nur ein wenig meine sichtweise zu ändern. Aber ich brech dennoch ab und an zusammen wenn ich die tür zuhause hinter mit schließe.

Ab und an kann man die last einfach nicht weiter tragen. Wobei auch das zusammenbrechen ansich NICHTS ist wofür man sich schämen müsste. Man sollte trauer viel eher zulassen weil nur so verarbeitet man.

Verdrängung ist definitiv der falsche weg

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Neurologen oder Psyhiater

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