Was machen wenn externer Dienstleister Druck auf Mitarbeiter des Auftraggebers ausübt?

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2 Antworten

Wenn die komplette Belegschaft bzw. die betroffene Abteilung Kritik und Bedenken bezüglich der Arbeit und des Auftretens des Externen äußert, gleich ob anonym in der MA-Befragung oder offen in einer Art Referendum, wird der Chef kaum eine Wahl haben.

Kündigen kann er dann sowieso nicht, eine Sammelklage vorm Arbeitsgericht müsste er zwangsläufig verlieren, vorallem, wenn sich das Verhalten seitens des Dienstleisters und auch sein eigenes nach weisen liesse.

Es braucht keine Gewerkschaft um sich gemeinsam zu organisieren.

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Fragender2499 15.06.2016, 16:35

Stimmt braucht es nicht, aber funktioniert nur wenn alle mitmachen. Ich überlege ob ich mich an die Konzernspitze oder den Compliance Manager wende, die sitzen aber in USA. Ich weiß nicht ob die das interessiert und dann ich kleiner mit Vorwürfen gegen den Chef. Mmmm schwierig denke ich. 

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Maisbaer78 15.06.2016, 17:24
@Fragender2499

Naja, der Zusammenhalt der Truppe sollte natürlich vorher sichergestellt sein.

Wenn die weitere Angestellte nicht mitziehen oder keinen Handlungsbedarf sehen, stellt sich anderseits die Frage, warum dem so ist.

Es geht ja auch nicht um offene Rebellion. Es handelt sich um eine normale Situation im Arbeitsleben. Das Wohl des Unternehmens liegt auch in der Verantwortung der Mitarbeiter. Stellen die einen Mangel fest, zb. schlechte Leistung eines Dritten, sollte gewürdigt werden, wenn dies zur Meldung kommt.

Wird eine solche Meldung wegen privater Verstrickungen Seitens der Firmen-, bzw. Filialleitung ignoriert oder gar geahndet, wäre die nächst höhere Instanz der geeignete Ansprechpartner. Allerdings, sollte der Chef anschliessend seine Führungsposition behalten, wird das natürlich nicht für ein besseres Arbeitsklima sorgen. Darum wäre eine Klärung innerhalb eurer Abteilung oder Filiale sicher die günstigere Variante.

Ich hab in unserem Unternehmen durchgesetzt, das MA-Befragungen ausschliesslich am PC durchgeführt werden, unter einem neutralen Benutzerkonto und alle von dem selben PC. So können Fragen zu Vorschlägen oder solche, die nicht per Multiple Choice geklärt werden können, beantwortet werden, ohne das man über die Handschrift Rückschlüsse über den Urheber ziehen kann.

Wenn die breite Masse (keine Ahnung wieviele MA davon in deinem Unternehmen betroffen sind) sich klar zu diesem Dienstleister und seinen Methoden äußert, sieht der Chef sich vielleicht gezwungen umzudenken. Aber klare Worte, auf einem geschäftsmäßigem Niveau sind nötig, und zwar von der Mehrheit der Abteilung.

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Wenn es so ein großer Konzern ist warum schreibt die Belegschaft nicht mal Beschwerde an die Konzernzentrale/spitze?

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Fragender2499 15.06.2016, 16:33

Das ist eine gute Idee, wenn man die Leute dafür hätte die mitziehen. Das sieht aber nicht so aus, jeder versucht seinen Kopf aus der Schusslinie zu bekommen. Aber sonst eine gute Idee!

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Nemo75 15.06.2016, 16:40

Kenne das zu gut!
Erst große Klappe und wenn's drauf ankommt kein Arsch in der Hose.
Musst überzeugungsarbeit leisten. Euch kann niemand was.
Brauchst auch nur 5-8 Leute die auch bestätigen das da was falsch läuft.
Und wenn dann noch die Geldvernichtung mit einarbeitest geht das ganz schnell das sich da was Bewegt!

Die Sache wird normalerweise auch diskret behandelt also niemand bekommt mit wer wen "an's Bein gepinkelt" hat

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