Was machen Tiere um sich vor Gewitter/Blitzschlag zu schützen?

6 Antworten

Ich kann da eine Antwort geben die ich hier in ähnlicher Form schon häufiger gegeben habe.

Tiere können genau so oft, oder besser gesagt so selten vom Blitz getroffen werden wie Menschen. Da sie jedoch viel besser an das Leben in der freien Natur angepasst sind, verhalten sie sich aber oftmals besser. 

Ich habe noch nie ein Tier gesehen, dass sich bei einem Gewitter freiwillig unter einen einzelnen Baum stellt.

 Tiere suchen bei Gewitter i. d .R. das Innere eines geschlossenen Waldes auf, wo sie gut geschützt sind. Auch Menschen sind im tiefer im Wald besser geschützt als am Waldrand oder gar auf einem Feld.

Merkwürdigerweise bildet die (dumme) Kuh hier manchmal eine Ausnahme. Kühe verhalten sich bei Gewitter nicht immer richtig. Sie rücken eng aneinander und drücken sich manchmal dabei auch noch an einen metallischen Weidezaun. 

Da sie auf ihren vier Beinen auch noch sehr breitbeinig auseinander stehen, kann es vorkommen das bei einem Blitzschlag in vielleicht 40 m Entfernung von einer Kuhherde, durch die Schrittspannung die ganz Herde getötet wird. Das ist schon mehrfach geschehen.


Die Mauersegler z.B. verbringen fast das ganze Leben in der Luft. Nur zum Brüten gehen Sie in ein Nest. Diese Vögel Fliegen manchmal ein paar Tage Umweg und "verreisen" von Ihrem Nest bis zu sechs Tage lang. Sie umfliegen also das Gewitter oder Sturmtief. Danach kehren Sie zurück. Die Jungvögel im Nest sind geschützt und können den Stoffwechsel herunterfahren und so können diese die sechs Tage überstehen, bis die wieder gefüttert werden.

Andere Tiere wie z.B. Füchse, ziehen sich in den unterirdischen Bau zurück.

Insekten können sich unter Blättern festhalten oder sie haben ein Nest, wie z.B. Bienen oder Wespen. Bei Bienen heisst dieses Bienenstock.

Andere Vögel wie z.B. Meisen sind Höhlenbrüter. Diese haben Spechthöhlen oder Nistkästen, in welche sie sich zurückziehen können. Die verschiedenen Vogelarten sind da ganz unterschiedlich.

Wildschweine ziehen sich ins dichte Unterholz zurück.

Weidetiere lernen von Kindheit an, dass dieses entfernte Donnergrollen keine Gefahr für sie bedeutet. Deshalb bleiben sie in den aller meisten Fällen vollkommen ruhig. Regen sind sie ohnehin gewohnt. Wenn so ein Gewitter dann einmal direkt über ihnen ist, sind sie vollkommen unvorbereitet und und immer noch sorglos. Sie wissen nicht dass sie sich in tödlicher Gefahr befinden. Nur ältere Tiere die einen Blitzschlag bereits einmal überlebt haben, rennen in Panik davon. Natürlich haben sie keine Ahnung in welcher Richtung sie in Sicherheit sind und so kann es vorkommen dass sie genau in ihr Unglück hinein rennen. Vor einiger Zeit hat man in Norwegen eine ganze Herde gefunden, die vom Blitz getötet wurde. Die Rentiere lagen alle so da, wie sie eine Sekunde zuvor auf der Wiese gestanden und friedlich gegrast hatten. Keines hat überlebt. Keines hat einen Unterschlupf gesucht.

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