Was machen eigentlich die Elektronen, wenn ihr Kern zerfällt?

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5 Antworten

Bei einem metallischen Präparat, wie einem Stück Uran, sind die Elektronen der äußeren Schalen ohnehin nicht alle im Bereich des Kerns lokalisiert. Die von ihnen, die ihrem Energielevel nach zum Valenzband gehören, sind, wie bei jedem Metall, als Elektronengas frei im Kristallgitter beweglich. Deshalb stehen den Tochterkernen zum Besetzen evtl. entstehender Lücken auch sofort Elektronen zur Verfügung.

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Kommentar von Franz1957
06.11.2015, 18:54

Was hingegen in einem nichtmetallischen Gitter geschieht, etwa bei Uranoxid, vermute ich, daß die Elektronenhülle sich bei der Spaltung so rasch auf die Tochterkerne verteilt, daß diese gleich mit jeweils intakter eigener Elektronenhülle davonfliegen.

Dafür spricht, daß die Elektronen in der Energiebilanz-Tabelle der Urankernspaltung gar nicht auftauchen, mit Ausnahme der ein oder zwei schnellen Elektronen, die u. U. bei dem augenblicklichen Betazerfall aus den Tochterkernen selbst ausgestoßen werden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Kernspaltung (Abschnitt: Energiefreisetzung und Energiebilanz)

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Bei der Spaltung jagen die beiden Bruchstücke von der Coulobkraft getrieben auseinander. Ich denke nicht, dass da die Elektronen in der Hülle es schaffen, mitzukommen. Später werden sich die beiden Spaltkerne sicher heimatlose Elektronen suchen.

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Wenn sich Uran aufspaltet in die beiden und kein Wasserstoff oder Helium entsteht, was in der Reaktionsgleichung aufgezeigt sein müsste, dann verteilen sie sich auch direkt auf diese beiden Atome! Meine logische Antwort, Chemie ist 45 Jahre her.

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Die Frage ist irgendwie ziemlich wild formuliert. Die Anzahl der Protonen ändert sich ja nicht, entsprechend gehören die Elektronen zu den Zerfallprodukten. Die fliegen nicht weg oder werden "weggeblasen".

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Kommentar von zalto
06.11.2015, 16:59

Da wird's auch "ziemlich wild" zugehen. Ist ja viel Energie im Spiel (MeV), während die Bindung der Elektronen in der Hülle allenfalls im keV-Bereich liegt.

Angenommen ein Riese würde die Erde mit einem großen Schwert in der Mitte durchhauen, dann würden die Ozeane auch nicht da bleiben, wo sie sind, sondern es dürfte erstmal kräftig spritzen. Wenn der Riese aber mit einem scharfen Messer schneidet, dann spritzt es nicht, sondern schwappt nur.

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Das ist das, was man gewöhnlich Beta- (minus) Strahlung nennt!

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Kommentar von zalto
13.11.2015, 21:41

Nein, weil bei der Beta-Strahlung die Elektronen nicht aus der Elektronenhülle kommen.

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