Was mache ich falsch, wie lernt man richtig?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Hallo,

in meinem Jahrgang gab's auch einen Schüler, der nahezu immer 15p. bekommen hat. Dieser Schüler hat einfach nichts vergessen. Er musste sich einen Text nur einmal durchlesen und konnte jeden Satz, hätte wohl jede Unterrichtsstunde vorwärts wie rückwärts wiederholen können. Das ist bei manchen Menschen einfach so und anscheinend auch von Geburt an.

So einfach hatte ich es nicht. Aber ich war fleißig und gehöre somit wohl zu der Gruppe, zu der Du auch gehören möchtest. Ich habe angefangen mir Gedanken zu machen, wie ich am effektivsten lernen kann. Auf die Methode kommt es mMn. am meisten an.

Ich kopiere hier mal den Text rein, den ich letztens schon bei einer Antwort geschrieben habe. So bin ich beim Lernen für Klausuren vorgegangen:

___________________________________

1. Sortieren
Was kommt dran? Suche Dir die Themen heraus und markiere in Mappe und Buch die Seiten dazu.

2. Zusammenfassen
Aus den ausgewählten Seiten die Themen in sinnvoller Reihenfolge stichwortartig zusammenfassen. Für jedes Thema eine neue Überschrift, damit es übersichtlich bleibt. Ggf. Skizzen dazu oder Kernwörter nochmal zusätzlich markieren.

3. Auswendig lernen
Nimm Dir jeden Abschnitt (also jedes Thema) einzeln vor. Lese den Abschnitt ein bis zwei Mal durch und wiederhole es dann auswendig, bis Du alles fehlerfrei und vollständig "aufsagen" kannst (vielleicht hilft es Dir, tatsächlich laut dabei zu reden, im Kopf reicht es aber auch aus).

4. Pausen
Mache nicht zu viel auf einmal. Mache z.B. nach jedem Abschnitt knapp 5min Pause, in denen Du die Augen schließt und nichts tust. Dabei verarbeitet das Gehirn den Stoff weiter, ohne dass Du überhaupt was machen musst. Nach jeweils 1,5h lernen solltest Du eine längere Pause machen. Sehr gut ist es dann z.B. eine Runde Sport zu machen. Lerne auch nicht einen ganzen Tag durch, sondern lasse Dir anschließend etwas frei, damit Du da irgendetwas machen kannst, was Du gerne tust. Trinke auf jeden Fall auch genug Wasser nebenbei und versuche Dich einigermaßen gesund zu ernähren.

Teile Dir das alles realistisch auf einige Tage auf und lasse Dir am besten noch einen Tag als "Puffer", falls irgendwas dazwischenkommt. So kam ich
persönlich recht entspannt durch mein Abitur.

___________________________________

Diese Lernmethode setzt aber auch eine ordentliche Mappe voraus. Ich habe zudem auch immer eigene Notizen mit Bleistift angefügt, damit ich es später beim Wiederholen besser verstehe. Es in seiner eigenen Art umzuformulieren hilft auch sehr beim Vertiefen.

Außerdem kannst Du mündlich noch viel mehr rausholen, wenn Du vor der nächsten Stunde den Inhalt der letzten durchgehst und Dir Gedanken machst, was die nächste Stunde abgefragt werden könnte. Dann kannst Du Dich gezielter melden und bessere Antworten geben (dieses Vorbereiten muss auch nicht lange sein).

Mach Dir keinen zu großen Kopf. Du hast es bis hierher geschafft und jetzt schaffst Du auch den Rest. Mit 2,8 bist Du gut dabei und wirst locker Dein Abitur schaffen.

LG und viel Erfolg

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich habe während meiner Umschulung insgesamt nur sehr wenige Stunden gelernt. Und sollte auf 1 geprüft werden. Wollte ich nicht. 

Wie mache ich Das?

Ein Gehirn braucht Lernpausen. Das ist absolut notwendig. Denn es ist kein ständig auffüllbares Gefäß. Es ist ein lebendiges Organ. 

Gute Lernpausen sind Aufgaben des Wirtschaftsunternehmens Haushalt, Unfug mit Gleichaltrigen, Sport, Musik, frische Luft. Vor allen Dingen aber:

Lachen und Lächeln sind Tor und Pforte, durch die viel Gutes in den Menschen hineinhuschen kann. 

Es huscht dann also von ganz alleine. Ehrlich. Wissenschaftlich nachgewiesen 

-----------------

Dann lese ich heraus: Du versuchst, Vorgesetzes auswendig zu lernen. 

Damit scheitern alle Menschen Und wohl nicht nur wir. Denn so funktioniert kein Gehirn auf Dauer. 

Ohne Verstehen ist Lernen nicht möglich. 

Wie kommst Du zu Verständnis: Finde die für Dich verständlichste Lehrmethode. Indem Du Fach und Thema in die Suchmaske des Browsers und bei youtube eingibst. Dann nimmst Du Dir mal richtig Zeit und schaust Dir die Ergebnisse an. Die verständlichsten gehören in eine Linkliste zur regelmäßigen Nutzung. 

Wir Menschen brauchen mehrheitlich Bilder, mit denen wir Wissen verknüpfen können. 

Als ich umschulte war mir Sinn und Zweck des neuen Berufes bekannt. Anders ausgedrückt: 

Wenn mir Sinn und Zweck von Grammatik unbekannt sind, werde ich mich schwer tun, sie zu erlernen. Habe ich aber Kenntnisse über Kultur, womöglich Geschichte, ,welche zur Sprache gehören, fällt Grammatik leichter. 

Die von mir genannten Lernpausen bieten tatsächlich sehr viele Möglichkeiten, ,Schulwissen mit Bildern zu versehen. Das läuft dann so nebenher ab. 

Und, ganz wesentlich: 

Ich habe noch nie für Geld gelernt, für Karriere oder so Krimskrams. Ich habe immer nur gelernt, weil es mir Spaß macht. 

Also sitze ich in der Schule, vor dem Video oder dem Buch oder am Radio, und sauge die Neuigkeiten in mich ein wie ein Schwamm das Wasser. Auch heute noch, im Rentenalter. 

Und wenn ich irgendwo Verständnisprobleme habe, kümmere ich mich sofort da so lange drum, bis die Verständnisprobleme beseitigt sind. Was heute ja nun wirklich sehr leicht ist. 

Früher hatte ich eine große Bibliothek. Da wurde auch mal mitten in der Nacht nachgeschlagen, weil mir im Traum ein Wort fehlte, mir im Schlaf eine Wissenslücke aufgefallen war....

Noch mal: 

Ich habe nie für gute Noten gelernt, ,für Karriere oder Geld. 

Ok. Wissenschaft beweist uns, dass Druck die Gehirntätigkeit ausschaltet. 

"Lernen lernen" wird Dir auf youtube auch erklärt auf sehr verschiedene Weise. Kannst auch die Suchfunktion des Browsers deswegen nutzen und wirst fündig. 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn Du irgend etwas gelernt hast, ist es immer sehr gut, danach mal alles beiseite zu legen, also Bücher, smartphone/internet und zu versuchen, das ganze mal vor seinem "geistigen Auge" revue passieren zu lassen und zu versuchen, das wieder zusammenzukriegen.

Beispiel: Winkelfunktionen im rechtwinkligen Dreieck. Was war nochmal genau der sin von Alpha und was der cos ? Viele haben irgendwelche Bildchen im Kopf, aber wenn das Dreieck dann mal ganz anders liegt als in dem gemerkten Beispiel und die Winkel gar noch andere Bezeichnungen haben, kommen sie total durcheinander. (Sch.... Mathe)

Warum ? Weil sie nur mechanisch gelernt haben und im Höchstfall das Ganze einfach nur auswendig gelernt haben, ohne es aber je zu durchdenken.
Bei den Winkelfunktionen kommt noch eine gewisse Verwechslungsgefahr hinzu zwischen cos und sin, die Wissenschaftler sprechen vom Problem der Dichotomie. Dieser Gefahr sollte man sich von vornherein bewusst sein. Ich habe sogar von einem Fall gehört, wo an einer Uni-Klinik einem Mann das falsche Bein amputiert wurde. Sowas passiert nicht, wenn man Sicherheitsmechnismen einbaut.

Hat man die Sache nur erst mal verinnerlicht, kann man fast z.B. bei den Winkelfunktion jedes Problem lösen und auch beurteilen, ob es überhaupt eine Lösung gibt. Die fleissigen "Schul-Arbeiter" aber rechnen nun für jeden möglichen Fall eine Aufgabe, wissen am Ende aber auch nicht viel mehr als vorher.

Hier noch mal ein paar Tips von den "Profis":
https://www.studienkreis.de/infothek/lerntipps/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nicht jeder schreibt dauernd 15 Punkte. Das sind die wenigsten und nur Ausnahmen. Nicht jeder kann diese Ausnahme sein.

2,8 ist doch ganz ordentlich.

Bedenke, dass du vermutlich mitten in der Pubertät steckst. Dabei strukturiert sich auch dein Gehirn stark um. Wenn man Pech hat, ist das Gehirn in dieser Zeit nicht besonders leistungsfähig. Das kann Monate gar Jahre dauern. Manche leiden sehr darunter, andere vielleichg weniger.

Ich habe bei mir selbst festgestellt, dass in der Oberstufe plötzlich ein Schalter umgelegt war und ich mit viel weniger Aufwand plötzlich viel bessere Ergebnisse hatte. Das gleiche habe ich später bei meinen Kindern beobachtet.

Also: Nicht vorschnell die Flinte in Korn werfen und nich entmutigen lassen! Und hab' auch nicht zu hohe Ansprüche an dich selbst. Nicht jeder kann der Beste sein!

Viel Glück!

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Dein Notendurchschnitt ist doch gut .

Generell gibt es einfach Leute , denen alles leicht fällt und es gibt die anderen , die sich alles erarbeiten müssen . 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

talent zum lernen oder erlerntes gut zu verarbeiten sowie der berühmte IQ sind nun mal bei menschen unterschiedlich stark ausgeprägt; sonst wären alle menschen nobelpreisträger.

aber es ist mindestens bemerkenswert, dass du hier einen absolut fehlerfreien text gepostet hast, also können deine leistungen in deutsch schon mal nicht schlecht sein. wenn man sich hier die masse der fragen und fragetexte durchliest, sträuben sich einem manchmal die nackenhaare.

und lern-defizite muss man eben mit mehr üben, wiederholen und lernen ausgleichen, auch wenn es weniger spaß macht als freizeitvergnügungen. und ggf. sind deine eindrücke über andere, vermeintlich bessere mitschüler nur subjektiv, denn du wirst sie kaum den ganzen tag beobachten können und dir ein bild über ihre lernmethode machen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Woher willst du wissen, dass die, die angeblich wenig machen und trotzdem besser wirklich wenig machen? Wohnst du mit denen zusammen, bist du 24/7 bei denen? Vielleicht zeigen sie in der Schule wenig Interesse, weil sie es schon können und zu Hause sind sie nur am büffeln.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Also ich schreibe mir Sachen auf um sie zu lernen , klappt auch immer

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?