Was liegt in menschlicher Natur?

17 Antworten

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In der „menschlichen Natur“ ist das Bedürfnis nach Anbetung verankert.

Dieses Bedürfnis verlagert sich zusehends vom Anbeten eines Schöpfers hin zur „Anbetung“ von Idolen (Sport, Politik, ...), zur „Anbetung“ der eigenen Person (Narzismus), bis zur „Anbetung“ materieller Dinge (Geld, Kleidung, Haus, Auto, ...).

Dazu ein passender Bibelspruch:

“[Die Menschen haben] Götter aus Silber und Gold, aus Kupfer, Eisen, Holz und Stein gepriesen — Götter, die nichts sehen und nichts hören und nichts wissen. Doch den Gott, der deinen Atem und deinen ganzen Lebensweg in der Hand hält, den hast du nicht verherrlicht.“ (Daniel 5:23)

Wir streben nach Anerkennung und suchen uns gern Vorbilder, denen wir nacheifern - aber das Bedürfnis nach „Anbetung“ habe ich noch nie gehabt und bestimmt viele andere auch nicht.

Menschen haben gelernt Kupfer, Eisen, Holz und Steine zu nutzen und erfreuen sich am Glanz von Gold und Silber - aber sie beten diese Dinge nicht an.

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@OhNobody

Solche Haustiere halte ich nicht, auch keinen Goldesel - um einer weiteren Frage zuvorzukommen :-)

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Danke für das Sternchen ...

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In allen Antworten las ich "weil der Mensch ..." und somit sehr eingleisig, wie ich finde. Hiermit wird es als beinahe nicht änderbar verstanden. Dem ist aber nicht so!

Der Mensch hat auch die Gabe der Einsicht in sein Verhalten und seine Natur. Da muss man GABE als Begabung, Möglichkeit verstehen. Der Mensch ist vernunftbegabt - das heißt nicht, dass er es so einsetzt, wie es ihm möglich wäre. Denn dazu muss man nachdenken, ausgiebig und ehrlich in sich forschen, warum die Menschheit so unvernünftiges Verhalten an den Tag legt.

Es gehört durchaus zur Natur des Menschen, dass er gerade dann und da kackt, wenn sein Bedürfnis sich zu entleeren auftritt! Und doch kann er lernen seine "Natur" zu beherrschen. Da gilt es wiederum zu unterscheiden, ob etwas mit Druck, Gewaltandrohung oder Strafe zu lernen ist. Das nennt man dann konditionieren. Ist das eines Menschen würdig? Er unterlässt lieber, sich selbst von innen heraus und durch Einsicht in einen verantwortlichen Menschen zu wandeln und gibt seinem EGO, das die Triebfeder in einer anderen Ebene ist, freie Hand; daraus wird dann die Welt, wie wir sie kennen.

Es ist die Kleinlichkeit, die Borniertheit, die Eitelkeit und die Überheblichkeit, die zuvorderst "befriedigt" werden möchte. Es ist nichts Gutes an dem, was wir "weil der Mensch ..." nennen. Damit legt man ihn fest, dass er sich nicht ändern könne und legalisiert indirekt all seine Eigenschaften, die als menschlich bezeichnet werden aber mindestens zur Hälfte nun mal dem EGO und der Rücksichtslosigkeit entspringen. Für ein kleines Kind ist es auch harte Arbeit zu lernen, nicht mehr an Ort und Stelle seiner zugegebenermaßen menschlichen Natur nachzugeben. Das, und nichts anderes, macht ihn zum Menschen. Herr über sich und seinem anthropologischen Erbe zu sein heißt nicht, es zu leugnen, nur, es in relevante Bahnen zu lenken. Nur dann hat der Mensch sich von unerzogenen (damit meine ich, dass sie noch keine eigene Einsicht und Vernunft haben) Kleinkindern und Tieren abgegrenzt.

Es gibt "Utensilien", die der Mensch für ein Überleben braucht. Nahrung, Kleidung, Unterkunft und soziale Kontakte. Schon Kosmetik zähle ich nicht dazu, denn damit ist immer eine Täuschung mit verbunden (schöner Schein). Es ist aber wie so vieles andere für die Eitelkeit nützlich. Aber ist Eitelkeit nützlich, Gier, Neid, Hass ... ? Kann der Mensch mit Vernunft, Einsicht und mit einem Geist der Liebe das alles negieren? Tiere können es nicht. Was unterscheidet einen Mensch, der das auch nicht tut, davon, außer dass er nun mal "weil ich so bin" vorschiebt?

Wieso lebt jedes Tier nach dem „Motto“ -überleben- und der Mensch nicht?

Weil wir im Gegensatz zu den Tieren alles andere als perfekt sind. Tiere sind perfekt auf ihren Lebensraum angepasst, während der Mensch von Natur aus schwach und sehr anfällig ist. Diese Schwäche hat dazu geführt, dass er sein Gehirn entwickeln musste. Er musste neue Wege finden, um zu überleben, er musste kreativ werden. Diese Kreativität in Verbindung mit einer unbändigen Neugier und einer Sehnsucht nach Emotionen ist der Grund weshalb wir ständig neue Dinge entwickeln. Wir brauchen das nicht, aber es macht uns glücklich neues zu entdecken.

Mistelzweige unter Naturschutz? Welche Philosophie kann sich wohl dahinter verbergen?

Dieser Tage begegnete ich einer Frau, die Mistelzweige auf dem Markt verkaufen möchte, dazu aber eine behördliche Genehmigung braucht, weil Misteln angeblich unter Naturschutz stehen.

Als jemand, der sich für Zusammenhänge sehr interessiert und wach durchs Leben und die Natur geht, stellen sich mir nun mehrere Fragen.

Die Mistel - ein Schmarotzer, dessen Beeren durch ihren klebrigen Inhalt an Vogelbeinen hängenbleiben und so von Ast zu Ast transportiert werden, dann auf Ästen kleben bleiben und dort Wurzeln in den Ast senken, um an den Saft des Baumes zu gelangen, den sie zum Wachstum brauchen, aber damit gleichizeitig den Baum schwächen - inwiefern ist diese Pflanze schützenswert?

In der Nachbarschaft haben wir einige solcher Bäume, unterwegs in der Landschaft gibt es ganze Kolonien davon. Die Bäume gehen irgendwann ein. Misteln sind Leckerbissen für Vögel, die sie so weiter vermehren.

Mir ist sehr wohl bekannt, dass für die Misteltherapie, ein Naturheilverfahren zur Krebsbekämpfung, bestimmte Misteln verwendet weren, die auf bestimmten Baumarten leben - aber hier ist weit und breit keine solche Herstellerfirma in Sicht. Hatte da die deutsche Regelungswut die Hand im Spiel? Oder will man Unfälle vermeiden, da Menschen beim Ernten von Mistelzweigen - z.B. für die Weihnachtssaison - oft ihre Knochen riskieren und leicht abstürzen und sich das Genick brechen können? Also 'Naturschutz' der anderen Art: unter dem verdecktem Motiv der Fürsorglichkeit? Was den Nutzen eines solchen Verbotes angeht, so müsste man Kakerlaken ebenfalls unter Naturschutz stellen.

Könnte mich jemand vom Fach bitte aufklären?

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