Was leistet das Modell von Religion und Staat in Saudi-Arabien?

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4 Antworten

In Saudi-Arabien ist der Islam Staatsreligion und dabei ist der Wahabismus bzw. Salafismus die dominierende Form des Islam. Rückschrittlicher geht es kaum noch und es herrscht religiös gesehen tiefstes Mittelalter.

Dort gibt es eine Scharia-Polizei, die über die Einhaltung islamischer Regeln wacht und "unislamisches" Verhalten, etwa falsche Kleidung, oder den Alkoholkonsum, bestraft.

Die Durchführung von grausamen körperlichen Strafen bis hin zur Todesstrafe wegen Vergehen wie "Zauberei" (für diesen Vorwurf kann schon der Besitz einer Katze ausreichend sein) ist dort nach islamischem Recht üblich.

Mit politisch unliebsamen Personen wird dort ebenfalls alles andere als sanft umgegangen.

Die "Leistung" des Systems besteht darin, durch eine geschickte Kombination aus Machtpolitik und Religion einen stabilen Status quo zu halten, so dass das Land bislang noch nicht im Chaos versunken ist.

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Kommentar von janfred1401
22.03.2016, 17:44

warum habe ich in 4 Jahren keine "Scharia-Polizei" gesehen? Wenn es sehr heiss ist, gehe ich auch schon mal in Shorts und T-Shirt in den Supermarkt. Alkohol trinke ich natürlich nicht. Das fällt aber auch in die Zuständigkeit der normalen Polizei. Die übrigens bis jetzt immer nett zu mir waren (Polizeikontrollen seit IS auch verstärkt)

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In der Praxis und im täglichem Leben bekommt man davon nicht viel mit. Wenn man die Tageszeitung regelmäßig liesst, sieht man dass bei manchen Sachen die Religion mit Einfluss nimmt.

Im Vatikan hat die Kirche auch sehr starken Einfluss auf das Alltagsleben. In Saudi Arabien als Geburtsland des Propheten und mit den Wallfahrtsorten Mekka und Medinah und den damit verbundenen 2 Millionen Pilger pro Jahr, ist es für mich logisch, dass das Land die islamischen Gesetze strenger befolgt, als in anderen arabischen Ländern.

Ich labe seit über 4 Jahren in Saudi Arabien, habe täglich Kontakt mit Einheimischen. Mit Sunniten, aber auch mit Schiieten. Von den Einheimischen sind auch die wenigsten streng wahabitisch. Aber auch davon kenne ich einige und habe mit ihnen täglich zu tun.

Da nach Saudi Arabien keine westlichen Touristen Urlaubsvisas bekommen (noch nicht, ist aber in Planung), und sich damit kaum welche ein Bild machen können, wie das Leben in SA denn nun wirklich ist, halten sich besonders die Nörgler gerne an den Klischees fest, die in der Presse verbreitet werden.

Ich habe z.B. in den 4 Jahren noch keine Religionspolizei gesehen, die Leute schikaniert. Der Ausdruck "Religionspolizei" wurde auch von westlichen Medien kreiert, die Saudis hören es nicht so gerne.

Unbedingt bemerken möchte ich, dass ich nicht in einem Ausländercamp lebe, sondern in einem Apartmenthaus, zusammen mit Einheimischen, Koreanern, Syrern, Marokanern, Pakistanis, Chinesen. Ich habe mir ganz bewusst ein solches Apartment gemietet, da man dadurch noch besseren Kontakt und Unterhaltungen zum Alltagsleben bekommt.

Thema Nr.1 , bzw die Sorge Nr1 ist wie bei uns in Deutschland auch: Wie schaffe ich es, dass am Ende des Monats noch etwas Geld übrig ist.

Jetzt bin ich mal gespannt, auf die Kommentare. Manche wollen die Tatsachen gar nicht wissen.

Jeder sollte aber ab und zu mal auf diese Seite gehen : www.arabnews.com

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Gar nichts, deshalb leben die Menschen da immer noch geistig im Mittelalter und haben zur Weiterentwicklung der Menschheit bis heute nichts beigetragen. Würde dort nicht zufällig ein großer Teil des Erdöls liegen, würden die Araber wie vor 500 Jahren mit ihren Kamelen und Ziegen durch die Gegend ziehen.

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Kommentar von janfred1401
22.03.2016, 17:48

Die Saudis haben nicht nur Erdöl sondern auch Magnesium, Gold u. a. Bodenschätze. außerdem Stahlindustrie, Landwirtschaft und und und. Bildung ist in SA frei und für jeden. Arabische Stundenten studieren auf der ganzen Welt, und bekommen von ihrem Land alle Unterstützung. Die meisten Saudis sind fussballverrückt, Viele kennen die aktuelle Bundesligetabelle besser als ich.

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Enthauptungen von "Gotteslästerern", Einsperren von Regimekritikern "im Namen Allahs" und andere Menschenrechtsverletzungen. 

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