Was läuft heute alles "falsch"...?

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5 Antworten

zu 1: Musik -- Nein, das sehe ich absolut gar nicht so. Wenn Musik einen berührt, wenn sie Gefühle auslöst, wenn sie zu Tanz animiert, wenn sie einem gefällt, dann erfüllt sie genau den Zweck, den sie soll. Bei Musik geht es um Gefühle. Dazu braucht es offensichtlich keine akademischen Analysen oder ach-so-komplizierte Harmonielehre. Ein afrikanisches Trommeln kann einen genauso berühren wie einige moderne Popmusik oder eben auch ein klassisches Konzert. Aber ebenso gut kann auch all das schlecht sein, wenn es einen eben nicht berührt -- was mir bei klassischer Musik übrigens recht oft leider passiert. Was in aller Welt kann an "Chartmusik" falsch sein, wenn viele davon berührt werden?

zu 2: Lobbyismus -- Ja, so falsch liegst du da nicht. Einerseits ist es natürlich völlig in Ordnung, für die eigenen Interessen einzutreten und das muss auch z.B. für Lebensmittelhersteller gelten. Andererseits muss es aber eben auch der Anspruch der Demokratie sein, dass das Volk der Souverän ist und nicht vermögende Lobbygruppen. Allerdings finde ich nicht, dass die deutsche Politik "überwiegen" von Lobbyismus im industriellen Sinne dominiert ist. Mich beunruhigt es ebenso, wenn irgendwelche anderen Minderheiten die Politik für alle stark beeinflussen, auch wenn es Ökos,. Linke oder AfD sind.

zu 3: Das deutsche Bildungssystem ist immer noch eines der besten der Welt -- wer einmal USa oder England erlebt hat, kann davon ganz genau berichten, wie viel schlechter es sein könnte. Allerdings gebe ich dir recht, dass es derzeit mit dem Bildungssystem bergab geht, was vor allem am idiotischen Experimentieren durch alle möglichen Ideologen zu tun hat (Gesamt-, Ganztags-, Integration-, Inklusion-.... und so weiter... schreiben wie gehört, keine Zensuren und so weiter). Wir müssten erheblich mehr Lehrer, kleinere Klassen, bessere individuelle Förderung haben und wieder Leistung einfordern.

zu 4: Krankheiten -- Ja, es wird etwas zu viel von allen möglichen Krankheiten geredet, aber der Stress, die Ungewissheit, die Ungleichverteilung von Arbeit hat auch deutlich zugenommen. Trotzdem sind Krankheiten natürlich nicht "überwiegend" psychisch, sondern die überwältigende Mehrheit schon physisch.

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zu musik:

quatsch. sorry, aber da stimme ich einfach überhaupt nicht zu. technischer fortschritt hat auch in der musikproduktion seine daseinsberechtigung. und chartmusik hat schon immer auch den zeitgeist einer gesellschaft widergespiegelt. die leute erleben heute mehr stress dennje im alltag, da brauchen sie keine hoch komplexen rhytmen und melodien. sie wollen abschalten und auf einen simplen beat tanzen. das ist der grund für den erfolg von minimalistischer musik heutzutage. das heißt doch aber nicht dass es keine dass es nichts anderes mehr gibt? ich würde sogar behaupten es gibt mehr "echte" bands dennje auf der welt. erfolg steht eben nicht immer in relation zu qualität. aber man kann sich heute von überall in der welt jede gewünschte musikrichtung anhören.

zur bildung:

das war doch noch nie anders... es gab schon immer lasche lehrer, und strenge lehrer. und die, die die goldene mitte finden sind einfach extrem selten. aber lehrer sind nicht das problem. das problem ist die unterrichtsform, die schulformen, die lehrpläne. es ist zu lange zu sehr verallgemeinert, und nebenfächer werden zu ernst genommen. die schüler müssten sich jederzeit entscheiden dürfen was ihnen wichtig ist und was nicht. fächer wie religion, sport und kunst brauchen keine benotung. sie mögen ihre daseinsberechtigung haben, aber das ginge auch in form von freiwilligen AGs für diejenigen denen es wichtig ist. wenn man sein abitur am abendgymnasium mit nur 4 schultagen pro woche, zu je 6 schulstunden, aufgeteilt in 3 mal 2 stunden pro fach machen kann, warum müssen die schüler am tagesgymnasium 8 stunden 5 tage die woche in der schule hocken? das geht mir einfach nicht in den kopf.

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Ich denke, dass wir gerade in einer Phase des Experimentierens sind. Wir haben heute unglaublich viele neue Möglichkeiten. Informationen verbreiten sich rasend schnell. Doch wir müssen noch lernen damit umzugehen. Tatsächlich werden wir nicht wirklich veräppelt. Wir nehmen es ja hin und fördern es. Etwa die ganze ungesunde Ernährung oder unsinnige Hightech Hypes. Wir wissen ja was wir da machen. Aber der einfachste und angenehmste Weg ist da mitzumachen. Außerdem haben wir so viele verschiedene Strömungen, dass wir uns kaum einig werden können. Wir stehen oft im Konflikt mit uns selbst, weil wir nicht wissen was wir tun sollen. Und klar, das Bildungssystem ist für den Hintern. Aber auch hier sind wir alle in der Pflicht was zu tun. Wir können nicht nur auf einen Politiker zeigen und uns ärgern, wenn seine Meinung nicht jedem passt. Kaum einer engagiert sich selbst in Politik und Gesellschaft. Dabei ist das gemeine Volk doch die größte Kraft in einer Demokratie. Wenn sich eine qualifizierte Mehrheit des Volkes über etwas einig wäre und alles nötige organisieren würde, um sein Interesse durchzusetzen, wäre das wohl kaum ein Problem. Leider darf man nicht vergessen, dass wir alle direkt oder indirekt mit der ganzen Welt zusammenhängen. Manche Entscheidungen, die wir hier treffen, wirken sich auf den ganzen Planeten aus. Es gibt viele Grundprobleme, die sich nur auf globaler Ebene lösen lassen. Und da müssten möglichst alle mitarbeiten. Aber klar, erstmal brauchen wir gemeinsame Ziele. Wenn jemand wirklich eine gute Idee hat, soll er sich dafür einsetzen. Etwa in der Schulbildung. Man kann aber nicht nur auf Probleme aufmerksam machen. Man muss Lösungen bringen. Und die müssen möglichst vielen was bringen, um sie zu überzeugen.

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Definiere"diese Nation":

Musik ist reine Geschmackssache-der Eine mag Oper,ernste Musik,der Andere "House" oder was auch immer,freie Wahl.Über die "Produktion" einer Musik mache ich mir keine Gedanken.Ich konsumier sie ohne einen Cent zu bezahlen.Na ja fast.

Politik,wird gemacht werden müssen.Man kann halt nur das kleinere Übel wählen.Ein Optimum halte ich für nicht erhältlich.Kompromisse sind angesagt-leider.

Lobyismus?Kann denn eine Wirtschaft ohne Diese funktionieren?Mal abgesehen von den absichtlich,zu Unrecht genommenen Vorteilen.Akzeptabel?Seit Jahrhunderten anscheinend.

Das Bildungssystem Deutschlands ist wirklich verbesserungswürdig.Geeignete Gegenmaßnahmen sind mir allerdings nicht bekannt.Weißt du welche?

Das Denken in der Gesellschaft dreht sich doch wohl eher um die Gesundheit,das Wohlbefinden.Auch zugegebenerweise auch ein Problem,weil kaum lösbar.Aber ansatzweise ein positives Vorhaben.

Falsch läuft Einiges in der Welt.Akzeptabel?Ich kann es nur aus der Sicht eines Mitteleuropäers beurteilen.Und die ist zuversichtlich.Zu Recht?

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1.Musik, schon mal mit Blues beschäftigt? alles Handgemacht und garantiert nicht pathologisch. 

2.Lobbyismus kann auch hilfreich sein, ist oft verkannt und meistens negativ behaftet.

3.Bildungssystem, nicht immer den Lehrer die Schuld geben. In meinen Augen machen die das Beste aus ihrer Lage.

1-Gesellschaft, ist mir so noch nicht aufgefallen. Wer sagt das er Krank ist, dem sollte man helfen. Krankheiten sind heute vielfältiger als vor 50 Jahren.

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