Was lässt sich logisch-philosophisch über diese Aussage sagen?

8 Antworten

Von Experte Lacrimis27 bestätigt

Existenz ist ein Begriff. Daher existiert, was er anspricht, in genau dem Ausmaß, in dem jener Begriff wohldefiniert ist.

Genauer: Als existent gilt alles, was wir uns vorstellen können als Instanz eines wohldefinierten Konzepts R. Wir sagen dann, es existiere "als R", d.h. mindestens als Instanz des Konzepts R.

Aber natürlich kann ein und dasselbe Objekt Instanz auch mehrerer Konzepte R sein.

Wenn ich z.B. an meinen Bruder denke, dann existiert er

  • zum einen als ein Mensch, den man photographieren könnte,
  • gleichzeitig aber auch als Gedanke, der sich gerade in meinem Gehirn bildet.

Existenz ist Gegenwart..

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@stormy

Ich würde es — weniger missverständlich — so sagen:

Existenz bedeutet, präsent zu sein (im denkbar allgemeinsten Sinne).

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"Ich leugne, dass Existenz existiert."

Existenz ist die Gegenwart.

Es ist der allgemeine Glaube das man das Jetzt, die Gegenwart bestimmen kann.

Das trifft auch im gewissen Maße zu sofern man die Zeitabstände groß wählt.

1989 fiel die deutsche Mauer und beendete das DDR-Unrecht System, vor 20 Jahren lebte ich in Spanien, gestern war ich im Kino, heute aß ich vor einigen Minuten Fisch, der Gewinner der Goldmedaille hatte eine tausendstel Sekunde Vorsprung vor Silber, das kann man noch erfassen.

Die Antwort zu deiner Frage was Existenz/Jetzt ist, wenn man in Planck-Zeit denkt ist nicht mehr erfassbar, weil die Gegenwart sofort zur Vergangenheit wird.

Ich würde darunter einen Zweifel an die Realität interpretieren. Wenn wir eine Simulation wären, würden wir aus unserer Ethik unreal sein. Aber da diese Simulation so lebensecht wäre, und Emotionen, Schmerz und Empfinden so real für uns gestaltet wäre, wo wäre der Unterschied zwischen der "echten Realität" und der simulierten. Aber genauso andersherum. Wir leben in einem Universum unendlich groß das es unvorstellbar ist. Es gibt wahrscheinlich viele Planeten wie unsere, ob wir existieren oder nicht spielt in der Rolle des Universums keine Rolle. Denn wenn die Erde von heute auf morgen aufhört zu existieren, dann wäre es als wäre sie nie da gewesen.

ob wir existieren oder nicht spielt in der Rolle des Universums keine Rolle.

Ob außerhalb unseres Sonnensystems noch ein Universum existiert, spielt für unsere Existenz auch keine Rolle.

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An diesem Satz ist nichts logisch, vor allem nicht, da er aus dem Kontext gerissen scheint.

Von Experte Spielwiesen bestätigt

Zunächst lässt sich ausdrucksmäßig werten, dass der Aussagende die deutsche Sprache ungenügend nutzt.

Logisch - philosophisch ist zu erkennen, dass der Verfasser auch seine Existenz leugnet - er ist also gar nicht da , und die Aussage ist erfunden.

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