Was kostet mich denn ein Steuerberater und lohnt sich das für mich denn überhaupt?

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4 Antworten

Die drei Jahre ergeben keine Durchschnittsveranlagung, die gibt es zum Glück nicht.

Drei Jahre gleichzeitig einreichen ist der Wahnsinn. Fast so schlimm, wie überhaupt drei Jahre im Rückstand zu sein.

Das Finanzamt wird mit der ersten Veranlagung ohnehin Vorauszahlungen für die offenen Jahre festsetzen. Alle Jahre gleichzeitig fällig. Stundungen zu erreichen wird für Dich unmöglich. Dabei ist gerade die Ertragsverdopplung besonders kritisch zu sehen.

Denn da hätten ja entsprechende Rücklagen gebildet werden müssen.

Wer von einer Steuernachzahlung Kenntnis hat und die nicht anmeldet ist in der Steuerhinterziehung bereits drin. Das kann zur Folge haben, dass tatsächlich inklusive 2015 alles auf einmal abgegeben werden muss und die Zahlung sofort mit Einreichung der Erklärungen beim Finanzamt sein muss.

Dann könnte das als Selbstanzeige gewertet werden. Aber die Fehlermöglichkeiten sind, wie man bei dem ehemaligen Bayern-Manager sieht groß genug...

Ob sich da wohl ein Steuerberater lohnt? Ob Du die Einschätzung Steuerhinterziehung oder nicht selber kannst? Ob Du die jeweiligen Steuern dann richtig ermitteln kannst? Und auch die anderen Formalien einhalten kannst? Ich würde mal sagen: Keine reale Chance!?

Jetzt kommen wir zu weiteren Fragen des 'Lohnens' bei der Beauftragung eines Steuerberaters: Lohnt es sich eine Arbeit im rechtlichen Raum durch jemanden erledigen zu lassen, der sich damit auskennt? Ist es lohnend nicht Stunden über Unterlagen zu sitzen? Was ist diese Zeit einem Wert?

Ferner werden Steuerberatungsgebühren nach Arbeitsaufwand und Schwierigkeitsgrad ermittelt. Damit steht eine entsprechende Relation zwischen Wert der Arbeit und Gebühr im Raum.

In Deinem Falle solltest Du sogar einen guten Steuerberater suchen. Jetzt kann man niemandem hinter die Stirn gucken und es ist schwer für den eigenen Bedarf den richtigen zu finden. Im allgemeinen reicht ja auch der Berater um die Ecke.

Doch hier wäre ich diesmal richtig vorsichtig. Daher würde ich einen nehmen, der früher beim Finanzamt in verantwortlicher Position gearbeitet hat. In der Regel führen die den Dipl.-Finanzwirt (FH). Wenn überhaupt dürfte er nur marginal teurer sein.

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1. Nein, diese Durchschnittsbesteuerung ist in Deutschland nicht möglich.

2. Bei der Steigerung in Deinen Geschäften lohnt es sich für Dich bestimmt, dass Du einen Kollegen von mir aufsuchst.

3. Ein Infogespräch um zu sehen, wie man zusammen arbeiten kann, ist kostenlos. Dabei kannst Du auch klären, was die weitere Tätigkeit kosten wird.

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Wenn Du selbst keine Erfahrung in Steuerdingen hast, lohnt sich auch der Kauf von entsprechender Software nicht.

Da hilft der Steuerberater wirklich. Was jedoch viele nicht wissen: Der Mitarbeiter des Finanzamtes ist verpflichtet Dir kostenlos zu helfen. Wende Dich mit Deinen Fragen also einfach an den Für Deine Steuernummer zuständigen Sachbearbeiter.

Das hat den Vorteil, dass er dann bei der Einkommensteuererklärung genau weiß, was mit den Ausgebeposten gemeint ist und ist dann mit Deiner Erklärung schnell fertig und Du weist, was auf Dich zukommt.

Vielleicht bekommst Du sogar was raus, wär doch toll, oder?

Gruß Uli

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Kommentar von wurzlsepp668
08.07.2016, 19:18

aber der Mitarbeiter darf keine Steuerberatung durchführen .....

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Kommentar von Eulenhasser
08.07.2016, 19:22
Der Mitarbeiter des Finanzamtes ist verpflichtet Dir kostenlos zu helfen.

Das muss ich leider berichtigen. Das Finanzamt ersetzt nicht den Steuerberater. Dafür ist es auch gar nicht da, das Finanzamt bearbeitet Steuererklärungen und fertigt diese nicht. Es muss lediglich im Rahmen des § 89 Abs. 1 Satz 2 AO allgemeine Auskünfte geben. Hiermit sind lediglich Auskünfte über das Verfahren (z.B. Fristberechnung, Wiedereinsetzung in den vorigen Stand, Aussetzung der Vollziehung) gemeint. Die Erteilung von Auskünften materieller Art ist den Finanzbehörden gestattet; hierauf besteht jedoch kein Anspruch. (Vgl. AEAO zu § 89 Nr. 2)


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Mein Steuerberater kostet ca. 400 - 500 € im Jahr, bei "ordentlicher Zuarbeit" meinerseits. Es lohnt sich, da die Steuererklärung bisher immer anerkannt wurde.

Den Rest deiner Frage kann ich dir leider nicht beantworten.

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