Was kostet eine unabhängige Vermögensberatung für meine Geldanlage?

8 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Da kann ich aber klasse Auskunft geben - komme aus dem Fach. :-)

Ernsthaft UNABHÄNGIG sind nur Vermögensberater, die keine Provisionen bekommen und mit keiner Institution (also Bank, Versicherung, Strukturvertrieb (Telis Finanz, DVAG usw.)) verbandelt sind.

Dies zu erkennen ist nicht ganz einfach, eventuell sucht Du Dir einen Vermögensberater über den Verbund deutscher Honorarberater heraus oder durchforstest sehr ordentlich die Unterlagen, die ein Vermögensberater Dir zur Verfügung stellen sollte. Er sollte eine eigene Zulassung als Versicherungsvermittler besitzen und seinen Lebenslauf offenlegen, damit man die Ausbildung erkennen kann. Ebenso sollte er mindestens Versicherungsfachwirt oder Bankfachwirt sein.

Reine Honorarberater lassen sich nach Stunden bezahlen (zwischen 100 - 250 € netto ) oder prozentual nach Vermögen - allerdings genau offengelgt und nichts mit heimlichen Vermittlungsgebühren oder Verrechnung von Ausgabeaufschlägen. (Ich bevorzuge die Stundenabrechnung, denn das ist m.E. die einzig absolut faire Berechnungsweise für alle Seiten.) Honorarberater können meist auch Versicherungen vermitteln, die ca 30% günstiger als die "normal erhältlichen" sind, denn in diesen Versicherungen sind KEINERLEI Provisionen berechnet. Das rechnet sich auch schon bei den kleinen Versicherungen, sprich Haftpflicht und Gebäude/Hausrat und wird richtig interessant bei Altersvorsorge und Berufsunfähigkeit. Ebenso bieten die Verbraucherzentralen diese Dienstleistung an, die kosten ca 75,-€ die Stunde und man hat relativ lange Wartezeiten. Leider darf die VZ aber nicht empfehlen - d.h. sie kann nur sagen, "Ja - da gibt es besseres!", aber sie darf nicht sagen, WO Du dieses Bessere denn findest. Die Angestellten dort sind aber im allgemeinen recht gut ausgebildet.:-)

Welcher Versicherungsvermittler sollte es sein. Ein Vertreter § 84 HGB oder Makler § 93 HGB. Was versteht ein reiner Versicherungsvermittler von Fonds und geschlossenen Beteiligungen oder anderen Vermögensbestandteilen.

Wieso sollte ein honorarbasierende Beratung besser als ein provisonsbasierende eines reinen Finanz- oder Versichrungsmakler sein???

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@Niklaus

Da streiten sich natürlich die Geister drum, ich persönlich glaube, dass ein §93 HGB vorzuziehen ist, da er selbst die Sachkunde nachweisen muß und dies nicht über die verbundene Gesellschaft geschieht. Außerdem sind die Vertreter immer in irgendeiner Art an jemanden gebunden. Versicherungsberater ist natürlich noch besser. Und natürlich hast Du recht, er sollte kein ausschließlicher Versicherungsfachmann sein, sondern auch im Anlagebereich Qualfikationen vorzuweisen haben. Die Beratungsqualität hängt selbstverständlich in jedem Fall - egal ob provisionsbasiert oder honorarbezahlt - immer und ausschließlich an der Kompetenz und dem Fachwissen des Beraters! Ich bin mittlerweile allerdings zu der Erkenntnis gelangt, dass die fast alle prozentbezahlten Berater mit zumindest einem halben Auge auf ihren eigenen Geldbeutel schauen. Natürlich heißt das nicht, dass sie zwangsläufig schlechte oder mangelhafte Beratung liefern - aber als "unbedarfter" Ratsuchender hat man ja keine Möglichkeit, ernsthafte Vergleiche anzustellen. Außerdem habe ich festgestellt, dass reine Honorarberatung für den Kunden trotz der nicht gerade spottbilligen Stundenpreise in 90% der Fälle deutlich günstiger kommt, als die Entlohnung über Provisonen.

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@geldwertGmbH

Also - nur Makler arbeiten für Geld - Bullschitt. Sogar ein Vermögensverwalter/ Honorarberater ( nach § 34 h) arbeitet für Geld! Ja Stundenlohn - wie ein Beamter - nur er kann den Stundenlohn selbst festlegen. Wer aber entscheidet wieviel Zeit er zum Beraten braucht - hat der Kunde einiges Wissen, geht es vielleicht schneller, aber ist der Kunden neu auf diesem Gebiet... Und wer prüft, ob in dieser Zeit alles wichtige gesagt und verstanden wurde? Also: Wenn Sie jemanden "holen" der nur ein Produkt vermittelt(Vertreter), wissen Sie dies - ein Makler oder Honorberater kennt den Markt und ist in Ihrem Auftrag tätig, was in dem entsprechenden Makler- oder Honorvertrag auch festgeschrieben wird. Nun " Butter bei die Fische" - die Provision ist abhängig von der Anlagesumme, 1-6 % in der Regel; vergleichen Sie das mit dem Honorar - wie viel Stunden brauchen Sie, um alles richtig zu verstehen? Und wenn SIE sich dann gegen eine Anlage oder für eine kleinere Anlagesumme entscheiden - zahlen Sie Honorar in der vollen Summe! Die Provision passt sich an oder verschwindet ganz (fair nicht?). mein FAZIT: ein wenig Grundwissen ist immer gut, ansonsten entscheidet ihr Bauch oder der Empfehlungsgeber. Ich wünsche Ihnen einen guten fairen Berater - mit Provision oder Honorar - ist unterm Strich egal!

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Wirklich objektiv sind nur die Berater der Verbraucherzentralen.

Was viele nicht wissen: Sie bieten auch hierzu Beratung an - und die kostet (und bringt) auch noch Geld. Mit 100 Euro die Stunde muss man da rechnen, doch diese sind sehr gut investiert. Also einfach mal bei der nächstgrösseren Stadt nach Verbraucherzentrale googeln und Termin vereinbaren. Hierfür alles mitbringen.

Alle Deutschen fragen nur noch "Was kostet das?". Stell doch mal die Frage, was das bringt. Geh zu einem Berater von AWD oder MLP. Die haben das breiteste Produktsprektrum. Wenn jetzt wieder die Anti-AWD-und MLP-Schreier brüllen, dann ignoriere sie und probiers einfach mal eine(n) aus. Ein guter Berater nmmt sich Zeit und läßt dir Zeit. Und er wird dich nach deinen Zielen fragen. Ich weiß von einer Hororarberaterin, daß sie 200 € zzgl. MwSt. berechnet. Mein Steuerbrater verlangt 150 € + MwSt. Ein nutzbringender Check dauert je nach vorhandenen Produkten und Vermögenslage zwischen 5 und 15 Stunden.

Immer diese Eigenwerbung. Seit wann sind Vermittler von AWG oder MLP "unabhängige Berater"? Das sind alles völlig abhängige und von Orgaleitern bestimmte und zum Teil geknebelte Leute!!! Ohne Umsatz, kein Einkommen und dann Rausschmiss!!! Bei so Ratschlägen wäre ich nicht nur vorsichtig.

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Es ist definitiv falsch, dass die Berater des AWD oder MLP "das breiteste Produktspektrum" haben. Vielleicht, wenn man nur die Drei-Buchstaben-Organisationen miteinander vergleicht - aber nicht im Vergleich mit wirklich unabhängig arbeitenden Finanzberatern, die mit KWG-Zulasssung bzw. unter einem sog. Haftungsdach alles aus dem Finanzbereich anbieten/vermitteln können!

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@kalium

Sorry auch die mit Haftungsdach dürfen eben wegender Haftung nur die Produkte vermitteln, die unter dem Haftungsdach stehen.

Wirklich unabhängig sind nur Finanz- und Versicherungsmakler, nach § 93 HGB.

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