Was kostet eine Stellungnahme für das Arbeitsamt bei Existensgründern beim Steuerberater!?

4 Antworten

Wow, 3000 Euro für eine fachkundige Stellungnahme, das ist wirklich Premium. Der Steuerberater sollte sich was schämen, es liegt sicher an der fehlenden vorausgehenden Vereinbarung. Man hätte genau definieren müssen, was man will, den Umfang und natürlich auch das Budget festlegen. Stichwort Kostenvoranschlag.

Ich habe mittlerweile ein Video zur Erstellung einer Ertragsvorschau erstellt, das ist letztlich ein Bestandteil der fachkundigen Stellungnahme, die für die Arbeitsagentur benötigt wird und welche auch sehr häufig von Steuerberatern für teures Geld erstellt wird. Wenn man das Video gesehen hat, könnte man sich durchaus zutrauen, eine solche Ertragsvorschau selbst zu erstellen. Man benötigt dazu lediglich Excel, ein paar Zahlen, Kostenvoranschläge und etwas Zeit. Wenn's gar nicht geht, kann man immer noch zum Steuerberater oder Unternehmensberater gehen, einen Preis vereinbaren (Vorschlag: 150 Euro, da sollte der gut mit zurecht kommen). Dann würde ich aber auch dabei sitzen bleiben und zu sehen, wie er rechnet, was er rechnet und woher er die Zahlen nimmt. Alles andere ist Verarschung ;-)

https://www.youtube.com/watch?v=ZjxAQ1TL1KU

Seh ich das richtig, du hast einen Businessplan gemacht und ihn von einem Steuerberater überprüfen lassen. Solche Businesspläne läßt man von der IHK überprüfen. Bei mir hat das vor 10 Jahren nichts gekostet. Kann sein, dass das heute anders ist. Wenn du den Steuerberater beauftragt hast und er es gemacht hat, wirst du auch die Rechung bezahlen müssen. Da ist guter Rat im nach hinein einfach zu spät.

Hallo Gizmo1205,

deine Frage und die Höhe der Rechnung vom Steuerberater sind leider kein Einzelfall.

Was können Gründer aus deinem Fall lernen?

  1. Die Kosten des Steuerberaters vorab erfragen, damit die Existenzgründung nicht schon nach der ersten Handlung beendet ist.
  2. Eine in Anspruch genommene Leistung muss bezahlt werden, solange sie nicht gegen die guten Sitten verstößt.
  3. Die Rentabilitätsvorschau selber erstellen. Das kostet den Gründer zwar viel Zeit aber kein zusätzliches Geld. Einen kostenlosen Onlinerechner für die Rentabilitätsvorschau findest du hier: http://www.betriebsausgabe.de/rentabilitaetsvorschau.php?utm_source=gutefrage&utm_medium=Antwort&utm_campaign=Brandies
  4. Überprüfung der Rentabilitätsvorschau bei der IHK - das ist oft kostenlos.
  5. Einen guten Existenzgründerberater beauftragen - auch hier sollten die Gründer vorab die Kosten erfragen.

Mit diesen Ratschlägen sind zukünftige Gründer vor solch horrenden Rechnungen gefeit.

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