Was kostet ein Anwalt – Information, Erstgespräch, Tätigkeit, Gericht?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
  1. Es gibt einen Fachanwalt für Erbrecht. Bei schwierigen Sachverhalten würde ich einen solchen nehmen. 2.+3. Im Normalfall läuft es so, dass man erst einmal einen ersten Beratungstermin mit dem Anwalt ausmacht. Eine Erstberatung kostet für Verbraucher maximal EUR 190. Wenn man ein geringes Einkommen hat, kann man für eine solche Beratung einen Beratungshilfeschein beim Amtsgericht holen. Dann muss man nur einen Eigenanteil von EUR 10 zahlen.
  2. Sollte es zu einer Beauftragung gibt es verschiedene Möglichkeiten.Manche Anwälte vereinbaren einen Stundensatz, manche nehmen ein Pauschalhonorar und manche rechnen ganz normal nach RVG (nach Gegenstandswert) ab.
  3. Sollte die Sache vor Gericht gehen und man hat ein niedriges Einkommen kann man auch Prozesskostenhilfe beantragen.

Die Kosten richten sich nach dem RVG (Rechtsanwaltvergütungsgesetz) und der Höhe des Streitwertes. Es kann sein, daß der Anwalt selbst für ein erstes Gespräch bezahlt werden möchte. Wenn kein Geld vorhanden ist: erst zum Gericht, Beratungsschein holen, dann erstes Gespräch mit dem Anwalt. Kommt es zu Verhandlung: beim Gericht die Vordrucke "Prozeßkostenbeihilfe" holen.

  1. Es ist immer ratsam einen Fachanwalt zu nehmen.

2.Wenn Du einen Anwalt fragst, dann mußt Du zahlen.

  1. Was ein Beratungsgespräch kostest erfährt man am Telefon, gleich Fragen ob man einen kostenlosen Termin vereinbaren kann, ob die Zusammenarbeit funktionieren würde.

  2. Das Honorar ist ebenfalls abzusprechen, es gibt einen Streitwert aber auch eine Honorarverordnung.

  3. Bei Erbschaftsstreitigkeiten gibt es keine Pflichtverteidiger oder Zuschüsse. Man kann ein Erbe, innerhalb einer Frist ablehnen.

Dass ein Anwalt einen kostenlosen Termin macht, habe ich noch nie erlebt und auch noch nie gehört. Eine Beratung ist eine Dienstleistung und die kostet nun einmal Geld.

Es gibt die Möglichkeit nach den gesetzlichen Gebühren (RVG) mit dem jeweiligen Streitwert abzurechnen oder eine Vergütungsvereinbarung (z.B. mit Stunden- oder Pauschalhonorar) abzuschließen. Aber was ist eine "Honorarverordnung"?

Auch im Erbrecht gibt es Beratungs- oder Prozesskostenhilfe.

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