Was kosten mich persönlich die Flüchtlinge im Monat?

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7 Antworten

Die Fluechtlinge kosten dich nichts, du verdienst an ihnen. 

Deutschland (und ganz Europa) hat ein kritisches Problem: eine alternde Bevoelkerung + eine zu niedrige Geburtenrate. Deutschland hat seit 2014 die niedrigste Geburtenrate auf der Welt und die sinkt weiterhin. Um die Wirtschaft und deinen Lebensstil langfristig zu halten, braucht die EU bis 2060 einen Zuwachs von 50 Millionen Arbeitskraeften, Deutschland allein wird bis 2060 zwei Arbeitskraefte pro Rentner brauchen. Und die kommen jetzt (leider durch unglueckliche Umstaende).

Studien zeigen, dass Fluechtlinge, sofern sie auf den Arbeitsmarkt zugelassen werden, einen positiven Impakt auf die Wirtschaft des Gastlandes haben: durch Konsum und Unternehmergeist der wiederum Arbeitsplaetze schafft.

Natuerlich reicht es nicht, die Grenzen aufzumachen, sondern die Fluechtlinge muessen assimiliert werden, und das ist eine Investition, die erstmal kostet (nicht nur Geld) bevor sie sich auszahlt. 

Deutschland hat 2014 einen Ueberschuss von etwa 23 Mrd Euro aus Steuern erwirtschaftet und auch 2015 wird ein grosser Ueberschuss sein, wenn auch weniger - damit kann man die Fluechtlingswelle stemmen. Steuerhoehungen sind theoretisch eine Moeglichkeit, aber soweit ich verstanden habe, nicht auf dem Plan. 

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Kommentar von kayo1548
11.01.2016, 22:57

"Die Fluechtlinge kosten dich nichts, "

erstmal sind sie auf jedenfall ein Kostenfaktor

"du verdienst an ihnen"

momentan noch nicht.

Ein großteil aller Flüchtlinge ist laut Statistik nicht für den deutschen Arbeitsmarkt geeignet und selbst wenn: wie alle unterbringen?

Der Fachkräftemangel ist relativ schnell beseitigt und wenn man dem nur entgegenwirken wollte: warum nicht einfach geeignete Fachkräfte aus dem Ausland anwerben?

D.h. da werden noch einige Probleme auf uns zukommen. Entscheidend ist da natürlich die Frage: wie geht man mit diesen um? Davon hängt eigentlich alles ab

Und bzgl der Rentensituation sehe ich die Problematik, dass dieses System mitunter nicht mehr lange so funktionieren wird, wie man sich das erhofft.

Es ist sicher richtig, das wie für dieses System mehr Leute bräuchten, die einzahlen aber wo will man diese alle unterbringen?

Globale Vernetzung, Mobilität, Strukturierung und Automatisierung sorgen dafür, dass wir in vielen Bereichen auch nicht mehr so viele Arbeitskräfte brauchen.

"durch Konsum und Unternehmergeist der wiederum Arbeitsplaetze schafft."

richtig, aber wieviel mehr Konsum bedeutet eigentlich einen Arbeitsplatz mehr?

Ich denke in vielen Bereichen dürfte das gar keine Auswirkungen haben und in manch anderen auch nicht viel.

Die Anzahl der Konsumenten ist nicht äquivalent zu der Anzahl an Arbeitsplätzen.

Wenn man genügend Personal braucht und dieses decken kann hat das natürlich immer einen gewissen positiven Aspekt (sonst bräuchte man das Personal ja nicht), das hat aber wenig mit Flüchtlingen zu tun sondern eher mit den internen Situationen in einem Land.

"Natuerlich reicht es nicht, die Grenzen aufzumachen, sondern die
Fluechtlinge muessen assimiliert werden, und das ist eine Investition,
die erstmal kostet (nicht nur Geld) bevor sie sich auszahlt. 

richtig und das ist entscheidend, aber auch sehr schwierig:

-> wie z.b. Bildungssituationen fördern? In vielen Gebieten wurden Lehrer entlassen und Schulen geschlossen mit dem Argument "es ist kein Geld da". Da muss man sich die Frage stellen woher man dann plötzlich für eine riesige Mengen Menschen das Geld nehmen soll.

-> wenn man Flüchtlinge vereinfachten Zugang und Bilungsmöglichkeiten gestattet darf man dabei die hier lebende Bevölkerung nicht vernachlässigen, das würde zu massiver sozialer Unzufriedenheit führen

-> wie sieht es mit dem Gesundheitssystem aus? Selbst momentan sind bei einigen Fachärzten Wartezeiten von Monaten oder gar Jahren nichts außergewöhnliches mehr und viele Ärzte arbeiten nur noch privat. Was muss man da also tun um noch mehr Menschen unterbringen zu können, wenn es momentan schon Schwierigkeiten gibt?

Sicher sind vieles davon Probleme die man schon hätte vor langer Zeit in Griff kriegen müssen; da man das die ganze Zeit nicht geschafft oder vielleicht im Einzelfall auch nicht gewollt hat bin ich da eher pessimistisch eingestellt ob man das dann jetzt schafft.

"Steuerhoehungen sind theoretisch eine Moeglichkeit, aber soweit ich verstanden habe, nicht auf dem Plan. "

gab es in einigen Kommunen schon, da diese sich nicht mehr anders zu helfen wussten.

Diese unklare Finanz- und Förderungsstruktur bei dem sich jeder die Schuld gibt ist der nächste Punkt, der auf politischer Ebene nicht funktioniert.

Fakt ist also: wenn man die Situation lösen möchte müssen auf jedenfall vernünftige Strategien und ein effizienter Umang mit der Situation her

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der letzte stand von dem ich weiß wawr 8 mrd euro kosten der gesamten flüchtlingskriese. Zum einen könnte man es einfach geteilt durch anzahl der deutschen steuerzahler etc rechnen. das wären dann bei etwa 60mio wirklichen steuerzahlern 125€ pro person... jedoch versucht deutschland (und das bisher auch sehr erfolgreich) diese kosten mithilfe von umlagerungen zu decken. Das heißt man nimmt nicht mehr vom bürger um es zu bezahlen sondern spart woanders ein. AUßERDEM was viele vergessen. diese flüchtlinge haben nicht nur nachteile. wenn sie erstmal einigermaßen integriert sind und dann die etlichen ausbildungsberufe machen von denen wir deutschen soooo viele freie stellen haben werden sie uns das vielfache an geld einbringen.

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Kommentar von Mega97
11.01.2016, 21:28

Warte mal ab was daraus wird ;)

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Kommentar von Flashbong
11.01.2016, 22:05

Achja bevor es missverständnisse gibt: die 125€ beziehen sich auf die geschätzten GESAMTKOSTEN und nicht die monatlichen kosten. Denn die kosten werden sich verändern. in zukunft wird es immer weniger pro monat weil immer weniger arbeit vom staat getan werden muss. so kann man es besser als gesamtkosten beschreiben

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Ausgehend von 3 Milliarden Kosten pro Jahr geteilt durch 80 Millionen Bürger in Deutschland komme ich auf abgerundete 36 Euro/Bürger im Jahr, also 3 Euro im Monat! Bei den 80 Millionen sind natürlich auch alle Kinder/Minderjährigen bei, die noch kein Geld verdienen. Dafür habe ich aber auch nicht berücksichtigt, dass die Asylanten von den 3 Milliarden auch viel Geld ausgeben und somit indirekt auch anteilmäßig zurück zahlen bzw. auch die Wirtschaft fördern.

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Kommentar von Stkuber
11.01.2016, 22:47

Und das reiche mehr zahlen, etc

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Du zahlst nicht mehr als vorher. Aber ich kann dir versichern, dass der Staat weit aus mehr an Sozialgelder an der eigenen Bevölkerung ausgibt. Diese Zahl befindet sich im 12-stelligen Bereich.

Es gehen definitiv weniger als 1,50 deines Geldes für Flüchtlinge flöten.

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Kommentar von objektikus
11.01.2016, 21:36

... "mehr flöten" ... das ist doch der Punkt, bin auf die grobe Rechnung einfach gespannt. Allein das Bruttoszprodukt lag bei 2160Mrd. Davon sind die Flüchtlinge zu bezahlen. Ich zahle Lohnsteuer zzgl. Konsumsteuer. Bitte

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Das kan man jetzt noch nicht ausrechnen!Ich denke nach der Wahl erst!Hat mit Wählerstimmen zu tun!

Glaube es wird viel werden.Die guten Zeiten für uns sind vorbei!

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Hast du, seit sie zuwandern, mehr zahlen müssen? Ich glaube nicht.

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Kommentar von objektikus
11.01.2016, 21:26

... ne, direkt ja nicht. Dennoch muss es ja irgendwo oder wann mal zu Buche kommen :-)

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Kommentar von Stkuber
11.01.2016, 22:45

Nicht finanziell, aber dafür wird möglicherweise in anderen Gebieten gespart.
Ansonsten bin ich natürlich deiner Meinunh

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"Was kosten mich die Flüchlinge?" Ich bin es echt leid.

Die Flüchtlinge kosten dich vielleicht kaum ein paar Euro im Monat und mit diesen Euros hilft du Millionen Menschen. Also mach dir keine Gedanken drum und danke Gott, dass du hier lebst und nicht in Syrien!

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Kommentar von Kristinominos
11.01.2016, 21:28

Wie kann man als durchschnittlich intelligenter Mensch nur der Meinung sein, dass die Deutschen keine massiven finanziellen Schaden durch die Flüchtlinge erleiden?

Sowas sagen für gewöhnlich entweder Schulkinder/Studenten oder Rentner .. nur diesen Gruppen kann es noch/mittlerweile egal sein.

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