Was konkret fordern die Demonstranten der "Friday for future"-Bewegung und wie wollen sie es umsetzen bzw. welche Lösungen schlagen sie vor?

9 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich habe so eine Tabelle gesehen mit einer Forderung Co2 auf Null zu setzen.

Daran merkt man schon, dass der freitägliche Schulunterricht fehlt.

Ich denke mal sie sagen

  • wir verzichten alle auf unsere Handys
  • wir gehen nicht mehr in die Disko
  • wir wollen nicht mehr jede Woche eine neue Jeans oder Top
  • wir verzichten auf Make Up
  • wir machen mit 18 keinen Führerschein

aber wie immer ist der Umweltschutz nur dann wichtig, wenn ein anderer auf etwas verzichten soll und man selber so leben kann wie zuvor.

die Jugendlichen, die da hingehen sind nicht alle so oberflächlich, wie du es in dem alter offenbar warst.

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@Quaeror

*grins*

in meiner Jugend haben wir Fußball gespielt und nicht am Handy gedaddelt. Handy und Computer gab es noch gar nicht.

Bis ich 10 Jahre alt war hatten wir noch schwarz weiß Fernseher.

Meine Schwestern hatten auch kein Make Up und Klamotten waren bei uns noch was wertvolles.

Allerdings gebe ich zu. Ich hatte einen der ersten Computer auf dem Markt. Der hat damals noch 4000 DM gekostet (gebraucht) und hatte 20 Kilobyte Ram. und 8 Zoll Disketten (das war vor der 5 1/4 Zoll Diskette)das war Forstschritt damals;) In der Zeit gab es im gewerblichen Teilweise noch Lochstreifen als Datenmedium;)

Auto gab es in unserem Haushalt auch kein einziges.

Bin aber erst knapp über 50 und muss sagen, wir sind alle ohne den Krimskrams groß geworden.

Bis heute hab ich selber noch kein eigenes Auto und im Urlaub war ich zuletzt vor 40 Jahren.

Mir geht es gut. Ich bin nicht arm, ich könnte mir jedes Jahr 3 Urlaube leisten aber ich spare gerade für die neue Heizung die dann 9-10 Monate mit Sonnenenergie heizt und die restlichen 2-3 mit Holz.

Zuvor hatte ich auf die PV Anlage gespart mit der ich heute mehr Energie erzeuge als ich selber verbrauche und das ist nur ein Bruchteil dessen was ich für die Umwelt mache.

Daher sage ich zurecht - lernt selber erst den Verzicht bevor ihr andere zu belehren versucht.

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@WAYKOW

Die Freunde meines Kindes hätten mit all den von dir benannten Sachen - bis aufs Handy vermutlich - kein Problem, das würde aber nichts am Klimawandel ändern.

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@WAYKOW

Du sprichst mir aus der Seele und bei uns war es noch üblich dass die jüngeren Geschwister die Klamotten von den Älteren aufgetragen haben und wir waren nicht reich aber auch nicht arm.

Wir sind zu Fuß zur Schule zum Sport zur Freizeit gegangen unser Papa hätte uns was gehustet Fahrer für seine Kids zu spielen. Ja und das haben wir alles ohne seelischen Schaden zu nehmen überlebt.

Auch ich habe mir mein Auto abgeschafft, nicht nötig weil hier die Anbindung einfach gut ist und könnte mich schimmelig lachen, wenn mir hier die Linksgrüne Fraktion etwas von Klimaschutz erzählen will, mit ihren fetten Kisten.

Klimawandel ist einfach nur ein Geschäftsmodell, nichts anderes.

Kids die ihren Müll auf die Straße werfen, sich mit Coca-Cola und Mc Donalds vollstopfen, aber anderen etwas von Verzicht und Klima erzählen wollen. Einfach lächerlich!

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@Quaeror

Das würde sehr viel verändern ... Handys Computer und Multimediatechnik haben eine verehrende Ökobilanz. Obendrein fördert es Übergewicht und andere gesundheitlichen Probleme.

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ES geht einfach nur darum was für das Klima zu machen. - Da zu gehört auch ein gesellschaftliches Umdenken. - Die Kreuzfahrt, der Flug nach Dubai oder der SUV gehören auf jedenfall nicht dazu...

Und es geht ja nicht darum ,dass Greta für alles ein Lösung hat. - Jeder hat die Möglichkeit sich einzubringen und für unser Zukunst was zu tun.

was für das Klima zu machen

Was soll gemacht werden?

Ich will ja nicht ärgern... aber wie wäre es, wenn man eine vernünftige Forderung nach der anderen stellt. Dann kann man sich konkret damit auseinandersetzen und man hat Eckpunkte für einen sachlichen Diskurs. Das bringt doch so viel mehr, als "Für Klima und so" Parolenschwingend durch die Straßen zu marschieren.

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Also Zunächst einmal fordern die Demonstranten und Demonstrantinnen dass Politiker die Themen Klimawandel und Umweltschutz endlich mal ernst nehmen. Es ist nicht die Aufgabe der Schüler*innen Lösungen zu erarbeiten, sondern primär wird auf die Dringlichkeit dieserThemen hingewiesen. Es gibt aber auch konkrete Forderungen, weil Lösungsansätze ja bereits erarbeitet wurden.

Die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens ist eine zentrale Forderung. Den Schüler*innen sind keine Klimaexperten, dass stimmt ! Aber die Wissenschaftler haben bereits Währungen ausgesprochen und Lösungsansätze erarbeitet, aber die sind gegenüber möglichen Profiten an 2. Stelle gerückt.

Wieso beteiligen sich an den Demos Wissenschaftler?

Weil Wissenschaftler vom Thema Klima für Ihre Forschungen profitieren. Wäre ich Klimaforscher wäre ich der der die Demo anführt.

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@WAYKOW

Erstmal können die Klimaforscher keine Schüler*innen Demo anführen. Es hat sich neben Parents-, TeacherForFuture auch eine ScientistForFuture Bewegung gegründet. Die organisieren die Demos nicht und nichts. Und die ScientistForFuture-Bewegung soll die Schüler*innen unterstützen.

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@xxfabienne

Zugegeben kenne ich die Demos nur aus dem Fernsehen. Vielleicht ist die Realität anders aber im Fernsehen ist mir eines aufgefallen. Hauptsache die Frisur sitzt, das Make Up hält ... Endlich bin ich Fernsehen. Die meisten würden auch demonstrieren wenn es darum geht das Michel Jackson geklont werden soll. Müsste man, um an der Demo teilnehmen zu dürfen 24 Stunden auf sein Handy verzichten wären nur noch ein Hand voll Jugendlicher da.

Oder stell Dir vor die Demo wäre am Samstag Abend zur besten Diskozeit - nicht vorstellbar. Aber sie sind am Freitag zur Schulzeit und dann kommt auch noch das Fernsehen.

Es fehlt an Ehrlichkeit und Glaubwürdigkeit.

Aber das Problem ist ein anderes und das wollen - die die es ernst nehmen - nicht einsehen. Energiewende kostet hunderte Milliarden. Eine zu rasche Energiewende würde die Verschuldung gigantisch erhöhen und alles zu Lasten der Kinder und Jugendlichen von heute. Das Ergebnis einer Energiewende ist zudem fragwürdig. Niemand kann sagen, ob ein rascher Umstieg tatsächlich maßgeblichen Einfluss auf die Klimawende haben würde. Dabei leugne ich nicht, dass die Klimawende ganz oder teilweise vom Menschen gemacht wurde, sondern nur dass ein Stein der ins Rollen gebracht wurde nicht so leicht zu bremsen ist.

Und was soll der einseitige Klimawandel in Europa tatsächlich bewirken, wenn der Rest der Welt so tut als gäbe es keine Probleme.

Die größte Wahrscheinlichkeit ist, dass Europa wegen der Schulden ausgebluten würde und zusätzlich die Belastungen des Klimawandel ertragen müsste.

Kommen dann noch die Probleme dazu, dass die Forschung für viele Probleme nur eine zweitrangige Lösung haben die zumeist nur zu lasten der Umwelt gehen 7.B. Kobaltgewinnung und Entsorgung ist das Ergebnis, dass eine Überstürzung des Klimawandels keine Option ist.

Wir brauchen die Energiewende, daran führt kein Weg vorbei, denn dass die Ressourcen der Welt einst zuneige gehen steht fest. Aber sie soll nicht in blinden Aktionismus ausarten sondern mit Sinn und Verstand.

Und damit die Jugend von heute später diese aufgabe mittragen können, wäre die Schulbank drücken sinnvoller als diese Demo.

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@WAYKOW

also ich kann dir versichern, dass die Schüler*innen dir da sind auch Interesse am Thema Nachhaltigkeit, Klimaschutz, etc. haben. Das mit der Schulzeit höre ich sehr oft. Also, abgesehen davon dass sich FridaysForFuture auf nach der Schule und jedes Wochenende trifft um zu planen und zu organisieren, ist das größte Druckmittel was wir als Schüler*innen haben nun mal unsere Schulpflicht. Wenn wir uns am Wochenende versammeln (ich war schon auf vielen Demos) schert das meistens die wenigsten. Bei FFF ist innerhalb so einer kurzen Zeit eine extrem große Aufmerksamkeit erreicht worden. Von jedem (Presse, Politik, usw.). Das ganze hat also den erwünschten Effekt.

Im Bezug auf die Kosten, was wirklich auf unseren Schultern (Kindern- und Jugendlichen) lastest ist der Lifestyle der früheren Geberationen und die systematische Ausbeutung unseres Planeten für Profit. Natürlich kostest die Energiewende Geld, aber unsere Zukunft sollte nicht von einer Kostenminimierung abhängen.

Zu dem Punkt das nur Europa etwas macht, das ist doch völlig irrelevant. Irgendwer muss ja anfangen. Es macht keinen Sin zu sagen, weil andere Staaten oder ganze Kontinente nichts tun, auch nichts zu machen.

Ich verstehe deinen Ansatz, dass man in die Schule gehen sollte um nachher selbst etwas gegen den Klimawandel zu tun. Das Problem ist nur, wir müssen jetzt anfangen zu handeln ! Und weil die Leute die momentan die Macht haben Profit vor das Wohlergehen des Planten stellen und damit unsere Zukunft zerstört wird, müssen wir (Kinder & Jugendliche) jetzt handeln und aufschreien. Einfach ein klares Zeichen geben, dass das so nicht mehr weitergeht.

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@xxfabienne

und genau da seid Ihr im Irrtum. Es geht um Profit und muss um Profit gehen und es muss sogar um Lifestyle gehen, weil nur so der Klimaschutz (im Kaitalismus) finanzierbar ist.

Kaufen die Leute keine Autos mehr, sind 1/3 in Deutschland oder mehr Arbeitslos um nur ein Beispiel zu nennen, dann fehlen Steuergelder und der Klimaschutz kommt zum erliegen.

Es ist ein Paradoxum , dass wir die Umwelt durch Kommerz zerstören müssen um den Planeten retten zu können.

Wenn du es erzwingen willst endet es im Chaos.

Zudem ist die Klimakatastrophe nur teilweise Mensch gemacht. Demnach kann man ihn auch nicht stoppen sondern höchstens verzögern.

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@WAYKOW

Bravo!!!! Ich stimme dir in allen Punkten zu. Endlich mal jemand, der die Realität sieht und klar benennt.

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@WAYKOW

Man kann ja Sachen konsumieren, aber einfach welche die nicht so Klimaschädlich sind. Und wenn du der Meinung bist wir können diese Klimakatastrophe nicht aufhalten indem wir unser Verhalten und die Politik ändern, dann hat dieses ganze Gespräch keinen Sinn xd.

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