Was kommt zur Durchschnittsmiete noch hinzu?

7 Antworten

Heizkosten:

Bei einer Zentralheizung in form eines Abschlages an den Vermieter. die endgültige Abrechnung erfolgt dann auf Basis der Heizkostenverteiler (früher mal verdunsterröhrchen) und der Wohnfläche. bei Etagenheizung halt eben die Kosten für Gas (oder strom) sofern es sich um Nachtspeicher handelt.

für die Heizkosten sollte der Energieausweis einen ungefähren anhaltspunkt geben. da es sich hier aber so ähnlich verhält wie bei den Verbrauchswerten von Autos. rechne mal 15 - 20% Sicherheitsreserve.

Wasser oder Warmwasser: das hängt natürlich maßgeblich vom gewohnten verhalten ab. und dann natürlich, ob das warme Wasser aus der Zentralheizung, aus der Etagenheizung oder einem elektrischen warmwassergerät kommt.

für den Kubikmeter wasser kannst du schon mal zwischen 4 und 8 € (je nach wohnort) samt abwasserkosten rechnen. dazu noch die kosten für die warmwassebreitung.  gehen wir mal von einer Warmwassertemperatur von 55° C aus, dann sind das ca. 51 kWh für einen Kubikmeter. je nach dem ob Gas, Öl oder strom kommen dann noch mal zwischen 5 und 14 € für den kubikmeter warmwasser an Energie dazu.

dann wären da noch die Anteile an den Abfallgebühren, der Grundsteuer, der Gebäudeversicherung, schornsteinfegerbgeühren (Falls zentralheizung) der allgemeinstrom fürs treppenhaus etc. das kommt natürlich darauf an, was da alles ist. betriebskostenumlagen z.B. für eine Aufzug und ggf. der Hausmeisterbeitrag.

Was und in welcher höhe wie gezahlt werden kann, darf, muss, das ist relativ gut gesetzlich geregelt aber eben mit gewissen spielräumen. manche vermeiter verzichten z.B. auf die abfallgebühren und sehen diese mit der Miete abgedeckt. das hat natürlich für vermieter den nachteil, dass er eine gebührenerhöung nicht eben so mal einfach weiter geben kann.

in der regel muss der markler aber auch darüber aufklären, welche fixen nebenkosten zu erwarten sind. verbrauchskosten für die allgemeinheit, also den strom fürs treppenhaus z.B. und vor allem kann man hier auch zu den fixlkosten zählen, da sich diese kosten kaum ändern.

lg, Anna

Meint ihr das wäre dann die "Kaltmiete"?

Das ist die Kaltmiete. Angaben im Mietspiegel beziehen sich ausschließlich darauf.

Was kommt da noch hinzu?

Die Betriebskosten wie z. B. Heizkosten, Kosten für Frisch- und Abwasser, Müllentsorgung, Grundsteuer, Versicherungen, Hausmeister, Treppenhausreinigung und Gartenpflege, um nur einige der insgesamt 17 Betriebskostenarten zu nennen.

Wie viel müsste ich da noch dazurechnen um von einer realistischen Miete auszugehen?  

Im Schnitt mit 2 - 3 € pro m² Wohnfläche.

Der Strom für die Wohnung ist fast nie in den Betriebskosten, die an den Vermieter gezahlt werden, enthalten.

Manchmal auch nicht die Kosten für Heizenergie (Gas) weil die Wohnung eine eigene Heizungsanlage (Therme) hat.

Zur Kaltmiete kommen Heizkosten - manchmal auch separat die Kosten für Warmwasser und weitere Nebenkosten wie z. B. Müllbeseitigung, Entwässerung, Versicherungen, Gebäudereinigung, Gartenpflege, Treppenhausbeleuchtung, Kabelfernsehen etc.

Entsprechende Listen, auf denen die auf den Mieter umzulegenden Kosten des Vermieters genannt sind, findest Du im Netz.

Mietnebenkosten können u. U. fast so hoch sein, wie die Kaltmiete!

Dann sind natürlich Kosten für Strom zu berücksichtigen - Mieter melden sich i. d. R. selbst bei einem Energieversorger an. Die Kosten hierfür sind abhängig von Quadratmetern der Wohnung und Personen im Haushalt.

Die meisten Stromanbieter erheben montaliche, oder vierteljährliche Abschlagszahlungen und rechnen zum Jahresende ab. Dadurch besteht die Möglichkeit, etwas Geld zurückzubekommen - wenn es dumm läuft, muss man gegebenenfalls nachzahlen.

Das gilt auch für die jährliche Nebenkosten-Abrechnung des Vermieters!

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