Was kommt bei einer Scheidung auf mich zu?

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9 Antworten

Ganz maßgeblich ist das ihr so lange eine Zugewinngemeinschaft bildet, wie ihr keinen Scheidungsantrag eingereicht habt. Der Zugewinn wird erst dann ausgeglichen wenn die Zugewinngemeinschaft endet.

Ob ihr zusammen wohnt, oder nicht und bei wem das Kind ist, spielt dabei keine Rolle.

Das heist für deine momentane Situation, das die 1 1/2 Jahre Trennung zwischen euch, in Bezug auf die Zugewinngemeinschaft, keine Bedeutung haben.

Sie haben eine Bedeutung in Bezug auf die Trennungszeit und darauf das die Ehe als gescheitert erklärt werden kann. Aber nicht auf den finanziellen Teil des Zugewinns.

Hier der Gesetzestext dazu.

Zitat:

Gesetzlicher Güterstand der Zugewinngemeinschaft

Unter Anfangsvermögen versteht man das Vermögen, das einem Ehepartner bei derEheschließung gehört. Hinzu kommen noch die Erbschaften und Schenkungen von dritten Personen (z. B. von den Eltern). Bei der Zugewinngemeinschaft nach § 1363 BGB werden das Vermögen des Mannes und das Vermögen der Frau nicht gemeinschaftliches Vermögen.

Der Zugewinn wird erst dann ausgeglichen, wenn die Zugewinngemeinschaft endet.Die Zugewinngemeinschaft endet mit Zustellung des Scheidungsantrags.

Der Ausgleich des Zugewinns findet nur beim gesetzlichen Güterstand der Zugewinngemeinschaft statt.

Der Ehegatte, dessen Zugewinn niedriger ist, hat einen Anspruch gegen den anderenEhegatten auf Ausgleich des Zugewinns.

Die Ausgleichsforderung beträgt die Hälfte des Betrages, um den der Zugewinn des einen Ehegatten den Zugewinn des anderen Ehegatten übersteigt.

Anfangsvermögen ist das Vermögen, das einem Ehegatten beim Eintritt in den Güterstand (i. d. R. Heirat) gehört. Verbindlichkeiten werden abgezogen.

Endvermögen: ist das Vermögen, das einem Ehegatten bei der Beendigung desGüterstandes gehört.

Berücksichtigung von Schulden, die bereits bei der Heirat vorhanden waren.

In der Vergangenheit konnte das Anfangsvermögen eines Ehepartners nicht kleiner alsnull sein. Das bedeutete, dass Schulden, die ein Partner bereits vor der Ehe hatte, bei der Berechnung des Zugewinns nicht berücksichtigt wurden. Derjenige, der einenverschuldeten Partner heiratete, hatte also ein erhöhtes Risiko, nach der Scheidung einen Zugewinnausgleich bezahlen zu müssen.

Seit dem 01.09.2009 werden Schulden berücksichtigt. Das bedeutet, dass bei derBerechnung des Zugewinns vom tatsächlichen Schuldenstand und nicht von einemangenommenen Anfangsvermögen von null ausgegangen werden kann.

Der ausgleichsverpflichtete Ehegatte darf mindestens die Hälfte seines Vermögensbehalten, unabhängig davon, wie hoch sich der Zugewinnausgleich errechnet. Er mussalso höchstens die Hälfte seines bei Beendigung der Ehe vorhandenen Vermögens alsZugewinnausgleich abgeben.

Zitat ende.

Bei euch wird also alles was ich seit dem Beginn der Ehe, bis heute erworben habt, als Zugewinn gelten. Und das ist weiter der Fall, bis bei Gericht ein Scheidungsantrag vorliegt.

Erst ab diesem Zeitpunkt wird der Zugewinn halbe / halbe geteilt.

Soweit dein Mann Leistungsfähig ist, ist er Unterhaltspflichtig dir und den Kindern gegenüber.

Reicht diese Grundlage nicht aus sind die Ämter verpflichtet dir Leistungen zu gewähren.

Um rechtlich ganz sicher gehen zu können kann ich dir nur empfehlen SOFORT einen Rechtsanwalt auf zu suchen.

Denn das Ganze kann sich ja auch ändern. Wenn dein Mann jetzt Schulden macht, sind das auch deine Schulden. Da ihr noch die Zugewinngemeinschaft habt.

Und das Schulden machen muss ja nicht böswillig sein. Angenummen dein Man ist selbständig und geht mit seiner Firma "baden", dann sind das eure gemeinsamen Schulden.

Ich denke du siehst das sehr viele Faktoren eine Rolle spielen. Daher kann ich dir nur den Rat geben umgehend einen Anwalt für Scheidungsrecht auf zu suchen.

Gruß Michael

Auf jeden Fall musst du viele Formulare ausfüllen. Deine Anwältin wird mit dir den Anspruch auf Rentenausgleich und Zugewinn besprechen. Der Zugewinn richtet sich nachden Ehejahren und dem Verdienst von euch beiden. Da ihr länger als ein Jahr getrennt seid, wird der Scheidungstermin nicht ewig dauern. Außerdem wird geregelt ob ihr geteiltes oder du alleiniges Sorgerecht bekommst. Die Scheidung im Gerichtssaal dauert zwischen 5-10 Minuten, da das Meiste ja vorher geregelt wird. Ich würde den Schritt gehen, da es dir doch Befreiung verschafft.

Warum reichst du nicht einfach die Scheidung ein, wenn es für dich nicht zu ertragen ist?

Das Finanzielle ist die eine Seite, da kann es für dich 'ungeschieden' vielleicht tatsächlich nur Vorteile geben.

Aber verheiratet bleibst du lebenslänglich von ihm abhängig. Auch wenn du eigenes Geld verdienst und deshalb nicht auf seines angewiesen bist, so bist du im bürokratischen Sinne nicht frei. Alles, was du dann auf die Beine stellen willst, könnte von seinem Einverständnis und/oder Einkommen abhängen.

Wenn du stirbst, erbt er (mit).

Wenn du irgendwann die Liebe für jemand anderen neu entdeckst, wirst du sagen müssen, dass du (noch) verheiratet bist. Und wer weiß, wie dann die Scheidung läuft.

Während des "Trennungsjahres" bekommen Sie Trennungsunterhalt, 3/7 seines bereinigten Nettos. Bei Scheidung vielleicht nicht einmal mehr Unterhalt. Bein kleinen Kindern bekommen Sie noch Betreuungsunterhalt, wenn die Kinder schon größer sind, wird verlangt, dass sie selbst arbeiten und für ihren Unterhalt sorgen. Wenn ihr eigenes Geld nicht ausreicht, können Sie noch Aufstockungsunterhalt beantragen (jedoch nur für eine begrenzte Zeit).

Es wird Ihnen ein fiktives Gehalt von 400€ zugerechnet, weil ein 400€-Job immer drin liegt.

Um wieder Ruhe zu bekommen, abzuschließen, wagen Sie den Schritt und reichen die Scheidung ein. Ein bisschen Papierkram und (wenn alles gut geht) sind Sie im halben Jahr damit durch.

Für die Kinder ändert sich nichts, wenn Sie jetzt eh schon mit ihnen allein leben.

Wenn Sie noch mit Ihrem Ehemann reden können, versuchen Sie einen Scheidungsvertrag aufzusetzen, in dem Sie die Unterhaltszahlungen, die Besuchsregelung, die finanzielle Trennung notariell beurkunden lassen, dass mindert die Scheidungskosten. Vielleicht können Sie auch einen Rechtsanwalt gemeinsam mit Ihrem Mann nehmen. Es gibt auch "friedliche" Scheidungen.

Hy , ich halte von solchen "ewig getrennt leben" wenig. Bin vielmehr für klare, saubere Trennung, Scheidung. Da "lauern" auch Fallen, so z.B. wenn Eine/r von Euch Pflegebedürftig wird (z.B. Unfall). Dann zählt kein "lange Getrenntleben", sondern nur "bestehende Ehe" und damit das (zumindest finanzielle) Einstehen für den/die Andere/n.

Da das Trennungsjahr vorbei ist kannst Du - mittels RA - jederzeit den Scheidungsantrag einreichen.

Selbstverständlich kostet eine Scheidung Geld, richtet sich nach Euren Einkommen + evtl. Wertgegenständen (z.B. Haus).

Mfg "der Wolf" (www.isuv.de)

Bei einer Scheidung wird das in der Ehe erworbene Vermögen geteilt. Hockt er da auf Werten, die er Dir vorenthält?

Und dann fragt sich, ob er Dir nicht vielleicht mehr Unterhalt zahlen müsste, wenn sein Einkommen bekannt ist (oder weißt Du, wieviel er verdient?)

Dass er den Trauschein behalten will, um immun gegen die Heiratsabsichten neuer Partnerinnen zu sein, ist auch möglich. Aber er denkt dabei offenbar nur an sich. Vielleicht möchtest Du ja mal wieder heiraten...

Sollte er zwischenzeitlich sterben, stündest Du als Witwe natürlich besser da, die Geschiedenen-Witwen-Rente ist niedriger und Dein Erbteil entfiele.

Die Rechte der Kinder bleiben gleich.

Vielleicht tut es ihm ja auch leid, dass ihr euch getrennt habt - meinst Du, es würde was bringen, gemeinsam zu einer Eheberatung zu gehen?

das besprichst du am besten mit einem anwalt, für die kinder muß er auf jeden fall zahlen, für dich hängt von verschiedenen faktoren ab, geh mal zu einem ra zur beratung!

Dein Mann wird sich wie bei "Two and a Half Men" fühlen und bei seinem Brunder wohnen! :P

Was genau ist seelisch für dich nicht mehr zu ertragen ??

Durch die Scheidung bekommt dein Mann eine andere Steuerklasse + verdient weniger.

user1245 21.06.2011, 20:33

Die Steuerklasse hat sich bereits im Trennungsjahr geändert. Zwischen 2 und 1 mit KFB istd er Unterschied nicht besonders groß.

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