Was kommt aus wissenschaftlicher sicht nach dem tod?

...komplette Frage anzeigen

29 Antworten

Eine mögliche wissenschaftliche Sichtweise ist, dass unser "Ich", also unsere individuelle Persönlichkeit, ein Ergebnis von elektrischer Aktivität im Gehirn in Verbindung mit Hormonen im Körper ist.

Wenn ein Mensch stirbt, setzt zunächst der Kreislauf aus, das Herz hört auf zu Schlagen, so dass es keinen Blutkreislauf mehr gibt. Dadurch wird auch das Gehirn nicht mehr mit Sauerstoff versorgt.

Das führt zu Schäden im Gehirn, die irgendwann nicht mehr umkehrbar sind. Das Gehirn stirbt also ab - und schließlich setzt dann auch jede elektrische Aktivität im Gehirn endgültig aus.

In diesem Moment erlischt das Bewusstsein des Menschen endgültig - er hört auf zu existieren. Lediglich ein Leichnam bleibt zurück, der dann irgendwann durch Insekten und Mikroorganismen zersetzt wird und verwest.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
soissesPDF 05.10.2017, 22:21

Verbreitet ist auch die Urnenbestattung, schlicht die Umwandlung in Heizenergie...hüstel...

0

Das Bewußtsein hört mit dem Ende der Hirnfunktion auf zu existieren. Wie es bei einer sehr tiefen Narkose oder einem Koma ist, nur permanent. Wie es vor deinem Leben war.

Der Körper verrottet, dient Pilzen, Bakterien, Würmern und Käfern als Nahrung, und je nach dem, was sich so an Schwermetallen angesammelt hat vergiftet er auch ein wenig den Boden. Es sei denn natürlich, er wird verbrannt.

Es wird Leute geben, die sich eins, zwei Generationen an den Toten vermissen, Geschichten erzählen, Fotos haben, und das wars dann.

Für irgend was anderes - und man hat wirklich aktiv danach gesucht - gibt es keinerlei Hinweise. Schön wärs, vielleicht, ist aber nicht so.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
holodeck 14.10.2017, 09:33

und man hat wirklich aktiv danach gesucht

Ach, tatsächlich?
Wer denn, wie denn, wann denn?

Für irgend was anderes (..) gibt es keinerlei Hinweise.

Die Hinweise gibt es durchaus. Man muss sie nur kennen ;-)

Das Bewußtsein hört mit dem Ende der Hirnfunktion auf zu existieren.

Bis heute ist es nur eine unbelegte Hypothese, dass das Bewusstsein den Gehirnfunktionen entspringt und damit mit dem Gehirn endet.

Auf den Kongressen der Neurologen diskutiert man völlig ernsthaft als Alternative zu dieser Hypothese ein außerkörperliches Bewusstsein.

0
matmatmat 14.10.2017, 11:06
@holodeck

Ach, tatsächlich?
Wer denn, wie denn, wann denn?

Zum Beispiel Linne, der meinte mit seiner Systematik den Schöpfungsplan Gottes aufzudecken oder Newton, der die Regeln nach denen Gott das Universum erschaffen hat aufklären wollte.

Systematik ergab sich dann aber nach den regeln der Evolution und benötigt keinen Schöpfer oder Eingriffe. Im Gegenteil, die Abläufe zeigen, das es höchstwahrscheinlich keine solchen Eingriffe gab und die Erklärung funktioniert ohne Götter besser als mit.

Regeln hat man auch gefunden, aber keine Struktur oder Vorkommnisse, bei denen Götter eine bessere oder auch nur gleich gute Erklärung wären. Daher hat man die Idee verworfen.

Es gibt zu Hauf Studien, die z.B. die Auswirkungen von Gebeten für Patienten im Krankenhaus untersuchen. Keine bzw. manchmal sogar negative Auswirkungen, weil die Leute Angst bekommen. Man hat versucht die Seele zu wiegen, indem man sterbende auf die Waage gelegt hat und dutzende weitere solcher Experimente. Ergebnis bisher immer: negativ.

Bis heute ist es nur eine unbelegte Hypothese, dass das Bewusstsein den Gehirnfunktionen entspringt und damit mit dem Gehirn endet.

Es ist aber bei aktueller Faktenlage die wahrscheinlichste Hypothese, denn all die anderen sind widerlegt oder verdammt viel unwahrscheinlicher. Wir müßten die gesamte Physik umschreiben, wenn dem so wäre und bisher scheint das nicht in Arbeit zu sein, oder?

Auf den Kongressen der Neurologen diskutiert man völlig ernsthaft als Alternative zu dieser Hypothese ein außerkörperliches Bewusstsein.

Neurologen sind Mediziner, auch wenn von denen welche in der Forschung arbeiten haben die quasi keine Naturwissenschaftliche Ausbildung. Welche Neurologen vertreten solche Ansichten?

Unter Neurobiologen hab ich noch keinen gehört der von solchen Standpunkten nicht vor lachen (der heulen, falls es das Gegenüber ernst meint) Tränen in den Augen hatte... und ich war selbst auf einem guten Dutzend solcher Meetings, national und international. Es wäre ja auch ein vollkommen unmeßbares, undetektierbares, unbeeinflußbares außerphysikalisches Bewußtsein...

0
holodeck 15.10.2017, 20:59
@matmatmat

Zum Beispiel Linne, der meinte mit seiner Systematik den Schöpfungsplan Gottes aufzudecken

Ach so.
Um Religion geht es bei dieser Frage doch aber gar nicht. Die Frage, was nach dem Tod ist, wenn was ist, ist nicht zwangsläufig an einen Gottesglauben gebunden. Das lässt sich völlig sachlich und ohne jeden Gott sowohl fragen als auch untersuchen.

Viel interessanter sind in diesem Zusammenhang Experimente mit Medien, die behaupten, mit Verstorbenen zu kommunizieren. Und von der Idee, irgendetwas im Bereich der Metaphysik mit naturwissenschaftlichen Methoden belegen zu wollen, sollte man sich eigentlich als halbwegs wissenschaftlich gebildeter Mensch schon seit Kant verabschiedet haben.


Ergebnis bisher immer: negativ.

Nun, das ist auch ein bisschen naiv gedacht, findest du nicht? Weshalb sollte eine Seele ein Gewicht haben? Und Gebetsexperimente sind selbst wenn sie positiv verlaufen wären (ich kenne mich da nicht aus, muss also stehen lassen, dass du behauptest, die seien negativ verlaufen) für die Frage eines außerkörperlichen Bewusstseins völlig irrelevant.


Wir müßten die gesamte Physik umschreiben, wenn dem so wäre

Erstens: wieso?
Zweitens: was wäre so schlimm daran?

Ich denke, das ist das große Plus der Naturwissenschaft gegenüber einem Glauben; dass Erkenntnisse eben nicht in Stein gemeißelt sind wie die Gesetzestafeln des Moses und durchaus einer Überarbeitung zugänglich.


Welche Neurologen vertreten solche Ansichten?

Ich kenne zwei Physiker und einen Biologen, welche solche Modelle entwickelt haben und vertreten. Insofern kannst du dein "Argument", die hätten keine Ahnung von Naturwissenschaft und keine entsprechende Ausbildung, fallen lassen.

In der Biologie: Herms Roijmin
In der Physik: Henry Stapp und ein Deutscher, namens Joachim Keppler.

Hier mal seine Arbeit, die ich überaus spannend finde:

http://www.diwiss.de/Materie\_und\_Bewusstsein\_Dr\_Joachim\_Keppler.pdf


Unter Neurobiologen hab ich noch keinen gehört der von solchen Standpunkten nicht vor lachen (der heulen, falls es das Gegenüber ernst meint) Tränen in den Augen hatte

Wer zuletzt lacht, lacht bekanntlich am besten. Vor allem dann, wenn wir versuchen, so etwas wie Bewusstsein zu erklären, das bis heute völlig rätselhaft bleibt.

Ansonsten funktioniert der Lacher auch nur dann, wenn man viele Phänomene, die nicht in die gängige Hypothese vom Gehirn als Ursache des Bewusstseins passen, völlig ignoriert und ausblendet.

https://www.beobachter.ch/gesellschaft/forschung-es-geht-auch-fast-ohne-hirn

Neuroplastizität muss für so vieles als Lückenbüßer herhalten, dass sie fast schon so gut ist, wie ein Schöpfungsglauben ;-)

0
matmatmat 15.10.2017, 21:21
@holodeck

Viel interessanter sind in diesem Zusammenhang Experimente mit Medien, die behaupten, mit Verstorbenen zu kommunizieren.

Die meisten sind ziemlich langweilig. Bisher konnte keines dieser Medien belegen mit toten zu kommunizieren, die meisten benutzen sogar äußerst plumpe tricks und showeinlagen. Versteh mich nicht falsch, ich finde man sollte allem was einem so unterkommt nachgehen, aber nach dem hundertsten oder zweihundertsten Medium....

Weshalb sollte eine Seele ein Gewicht haben?

Weil die Forscher in dem Experiment davon ausgingen, das die Seele irgend eine Substanz ist. Auch im Bereich der Energie ist *nichts* feststellbar. Medien, Scharlatane und Esoteriker faseln dann was von "Feinstofflich". Wenn sie es definieren können - meist können sie nicht mal das - läuft es auf "irgend was von dem ich ganz sicher bin das es da ist, das aber niemand sehen oder messen kann" raus. Damit steht es auf einer Stufe mit dem Osterhasen...

Roijmin und Strapp

Sind Teil der Gruppe von Spinnern, die mit quantenphysikalischen Begriffen um sich werfen, den Fehlschluß ziehen, daß wir Quantenphysik nicht ganz verstehen und Bewußtsein nicht ganz verstehen und daher das eine irgend wie das gleiche wie das andere sein muß. Seitenweise wilde Theorien, keinerlei Belege, nicht mal ein vernünftiges Experiment das zu klären... Nicht Wissenschaft (die Strapp ja durchaus auf seriöserem Gebiet betrieben hat) mit wissenschaftlich klingenden Phrasen verwechseln.

Selbst wenn da was dran wäre und wir zum verständnis von Bewußtsein die Quantenphysik hernaziehen müßten: Das die Leute schreiben doch selbst, daß sich das alles im Substrat des Gehirn abspielt und nicht losgelößt davon? Wie ist das ein beleg für ein Bewußtsein außerhalb des Menschen, eine (gar unsterbliche) Seele? Eine weiterexistenz nach dem Tod?

0
holodeck 15.10.2017, 21:54
@matmatmat

die meisten benutzen sogar äußerst plumpe tricks und showeinlagen.

So? Du scheinst dich ja bestens auszukennen.

Ich sprach von ernsthaften Untersuchungen. Nicht vom manipulativen Freizeitvergnügen eines James Randi.

Sind Teil der Gruppe von Spinnern

Ach, so, ja. War klar. Verstehen nichts davon. Auch wenn sie, wie Stapp, mit Pauli und Heisenberg gearbeitet haben und nicht so ganz auf den Kopf gefallen sein dürften, schmeißen sie natürlich nur mit quantenphysikalischen Begriffen um sich, von denen sie eigentlich nichts verstehen. Oder Roijmin, der am Niederländischen Institut für Hirnforschung eine Führungsposition inne hat.  

Ich finde das ehrlich gesagt nicht sonderlich überzeugend, was du schreibst.

nicht mal ein vernünftiges Experiment das zu klären...

Wenn das Voraussetzung wäre dafür, ob eine Hypothese in sich konsistent und logisch die meisten Unbekannten eines Phänomenbereiches erklärt, hätten wir seit Einstein eigentlich schon den Laden dicht machen und angeln gehen können.

daß sich das alles im Substrat des Gehirn abspielt und nicht losgelößt davon?

Die Idee dahinter ist immer, dass das Gehirn nicht Erzeuger ist der Radiosendung, sondern nur ein Empfänger. Wohingegen das Gehirn bei Keppler eher vergleichbar ist mit einer Schallplattennadel ist, die das Zero-Point-Field abtastet. Obwohl es dort auch hineinschreibt quasi.

Wie ist das ein beleg für ein Bewußtsein außerhalb des Menschen, eine (gar unsterbliche) Seele?

Es wäre zunächst einfach ein Beleg dafür, dass Bewusstsein anderswo lokalisiert ist als im Gehirn. Bzw. dass ganz elementare Prozesse dazu NICHT im Gehirn stattfinden.

Was sämtlichen weiterführenden Fragen, wie die, was davon nach dem Absterben des Gehirns übrig bleibt, ihre Berechtigung gibt.

0
matmatmat 15.10.2017, 22:26
@holodeck

Die Hypothese, daß "irgend was von außerhalb" unser Bewußtsein fernsteuert ist absurd und das auf unverstandene Quantenphysik zu verschieben ist etwa so wie der erbärmliche Verusch Gott in die Wissenslücken zu stopfen, zum Beispiel "vor" den Urknall.

Ja, ich kenne mich damit aus. Auch wenn ich mich unter den quanten-spinnern nur mit den mikrotubuli-quanten-bewußtseins Hypothesen eingehend beschäftigt habe, denn ich habe fast 10 Jahre selbst an Mikrotubuli geforscht. Was da so gesülzt wird ist purer Unsinn. Da wird vermutet, das mikrotubuli (ein Teil des Zellskeletts) eine Größe haben bei der noch Quantenphänomene auftreten. Dann vermutet, das unser Bewußtsein mit Mikrotubuli zu tun hätte. Denn diese Quantenzutände wären irgend wie unser Bewußtsein und die Mikrotubuli Antennen dafür oder so... Weil man beides nicht weiß, muß es dann so sein... mit dem fatalen Fehler, daß dort wo von Zelle zu Zelle Informationen übertragen werden innerhalb von hunderten Nanometern gar keine Mikrotubuli sind. Und ja, man könnte sich da durchaus Experimente ausdenken, die das belegen oder widerlegen. Hat nur keiner Interesse dran, denn die Bücher verkaufen sich zu gut...

0
holodeck 15.10.2017, 22:46
@matmatmat

"irgend was von außerhalb" unser Bewußtsein fernsteuert ist absurd


Du hast Phantasien.
Davon habe ich kein Wort geschrieben.

Wenn dein Bewusstsein außerhalb deines Gehirns lokalisiert ist, greift es auf unser Gehirn zu. Nix mit fremdgesteuert.


Auch wenn ich mich unter den quanten-spinnern nur mit den
mikrotubuli-quanten-bewußtseins Hypothesen eingehend beschäftigt habe, denn ich habe fast 10 Jahre selbst an Mikrotubuli geforscht.


Du gibst sehr häufig Vorurteile und Fehlschlüsse von dir. Nur weil ein Ansatz, der zudem bald 50 Jahre alt ist, in die Irre ging, müssen es ja nicht alle Nachfolger auch tun. Erstens.

Zweitens: du urteilst über Zusammenhänge und Neugedachtes, das du gar nicht kennst?


unser Bewußtsein (..) auf unverstandene Quantenphysik zu verschieben ist etwa so wie der erbärmliche Verusch
Gott in die Wissenslücken zu stopfen, zum Beispiel "vor" den Urknall.

Wieso? Kannst du das auch begründen?

Du müsstest vielleicht einfach mal die Gottes-Brille abnehmen und dann erzählst du mir, was an den Ansätzen der letzten Jahre so unverstandene Quantenpyhsik sein soll. Werde doch einfach mal inhaltlich konkret anstatt Allgemeinplätzchen zu backen.


0
matmatmat 15.10.2017, 23:14
@holodeck

Wer sich statt seine Hypothesen zu überprüfen aus Bücherschreiben und sich selbst feiern verlegt hat m.E. die Wissenschaft verlassen. Auch die oben verlinkte Publikation ist nichts weiter als wilde Spekulation die für alles mögliche Begriffe einführt, als wären es Fakten. Quantenfeld von außerhalb, Wassergedächtnis. Nette Idee, o.k. aber dann bitte Fakten auf den Tisch, daß es auch so ist!

0
holodeck 16.10.2017, 00:05
@matmatmat

Wassergedächtnis

??
In keinem der von mir verlinkten Beiträge ist von "Wassergedächtnis" die Rede.

Ich fürchte fast, du kennst dich mit Quantenphysik dann doch nicht so gut aus, wie behauptet. Auch von einem Quantenfeld von außerhalb ist nirgends die Rede.

Aber dass der Physiker Anton Zeilinger Information als einen Grundbaustein dieses Universums ansieht, ist dir zumindest hoffentlich bekannt?

Wer sich statt seine Hypothesen zu überprüfen aus Bücherschreiben und sich selbst feiern verlegt hat m.E. die Wissenschaft verlassen.

Oha. Das ist natürlich eine höchst interessante Betrachtungsweise. Dann können wir also Thomas Metzinger, Gerhardt Roth, Dieter Birnbacher, Colin Goldner, Dittmar Graf, Natalie Grams, Martin Mahner, Rüdiger Vaas, Gerhard Vollmer, Bernd Vowinkel, Walter Ulrich und - last but not least - Michael Schmidt-Salomon höchstpersönlich getrost als völlig wissenschaftsfern bezeichnen.

Da bin ich ja beruhigt, dass ich die nicht ernst nehmen muss.

(Das sind nur einige Namen des Wissenschaftlichen Beirats der Giordano Bruno Stiftung. Diese Leute haben Bücher geschrieben, als hinge ihr Leben davon ab.)

o.k. aber dann bitte Fakten auf den Tisch, daß es auch so ist!

Nö. Jetzt bist du mal dran.

Ich fasse deine "Argumentationsstrecke" bis hierher noch einmal zusammen:

dein erster "Rettungsversuch", Mediziner hätten keine Ahnung von Quantenphysik und seien keine Naturwissenschafler ging deshalb daneben, weil die Hauptvertreter der Hypothesen zu einem außerkörperlichen Bewusstsein gestandene Neurowissenschaftler und Quantenphysiker sind.

Dann hast du diese kurzerhand mit Herrn Eccles (der immerhin Nobelpreisträger war) zu seinen Mikrotubuli in einen Topf geschmissen und als "Quanten-Spinner" bezeichnet, ohne deren Arbeiten überhaupt im Detail zu kennen.

Jetzt unterstellst du ein "Wassergedächtnis", das in keinem der Texte auch nur ansatzweise auftaucht und verlangst "Fakten", dass dem auch so sei.

Würden wir dein solcherart völlig aus der Luft gegriffenes Wissenschaftsverständnis zugrundelegen, wir hätten uns schon 1916 bei den Einstein'schen Gravitationswellen zu Tode lachen müssen. Und wären dann leider heute, knapp 100 Jahre später, noch immer nicht in der Lage, diese nachzuweisen.

0
matmatmat 16.10.2017, 00:22
@holodeck

Ich fürchte fast, du kennst dich mit Quantenphysik dann doch nicht so gut aus, wie behauptet.

In keinem meiner Beiträge behaupte ich, mich mit Quantenphysik auszukennen. Ich bin Biologe und wie gesagt, daß sinnfreie Geschwafel vom Mikrotubuli-Quantenbewußtsein ist vollkommener Unsinn. Nicht weil da nicht vielleicht irgend welche Quanteneffekte sein könnten an den Proteinen, sondern weil dort wo die Hypothese es annimmt keine Mikrotubuli sind in der Zelle. Dennoch hört man es immer wieder. Statt die Hypothese zu testen werden Bücher vollgesülzt. Das ist keine Wissenschaft.

Thomas Metzinger, ... und - last but not least -
Michael Schmidt-Salomon.

Die wenigsten von denen kennst Du vermutlich als Wissenschaftler. Ich bin mir sicher, Michael würde sich nicht selbst so nennen. Schön, daß Du Natalie nennst, die ist ein gutes Beispiel. Überzeugte Homöopathin, herausgefunden, daß da nichts dran ist und nichts dran sein kann. Festgestellt, daß keine der sogenannten Studien zur Homöopathie ernstzunehmende Belege vorlegen und Ihre Meinung geändert. Auch sie keine Wissenschaftlerin, aber jemand der sich mit den Ergebnissen beschäftigt hat und dann die eigene Wahrnehmung berichtigt, der Realität angepaßt hat. Sollte man ernst nehmen, denn das ist ein Prozess der ganz schön Kraft und Energie kostet.

Die von Dir angesprochenen "Wissenschaftler" hingegen stellen weiter wilde These über wilde These auf, werfen mit Begriffen um sich, nehmen Dinge als gegeben an die absurd sind um darauf dann weitere Ideen aufzubauen... anstatt auch nur eine davon mal zu überprüfen. Von gestandenen Neurowissenschaftlern kann man dan nicht sprechen, denn das wäre ein Plural. Der Rest der Neurowissenschaftler belächelt das.

Die Quantenspinner sind für mich eher Penrose und Hameroff. Auf anderen Feldern was geleistet, aber die Ideen sind einfach irre.

Wir haben uns über Einsteins Gravitationswellen totgelacht... aber dann dazu Experimente gemacht, Belege gesammelt und sie dann auch nachweisen können.

Ich warte jetzt seit 5 Beiträgen, daß Du mal was mit Substanz postest, statt Apelle an Authorität und wildes fabulieren dieser Autoritäten. Nullius in Verba. Ich will Belege sehen, wenn ich das ernst nehmen soll.

0

"Was kommt aus wissenschaftlicher sicht nach dem tod? "

Nichts.

"Was glaubt man als atheist was nach dem tod kommt?"

Ich glaube ich habe das schon so oft beantwortet: Atheismus ist die letzte Konsequenz von Überlegungen und Ursache für ABSOLUT NICHTS. Deshalb: Egal was man auch glauben könnte, was nach dem Tod kommt... es hat NICHTS aber auch GAR NICHTS mit Atheismus zu tun. Aus Atheismus folgt NICHTS.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo Mqrtin

Wenn man den Menschen mit einem Computer vergleicht, wird nach dem Tod zunächst alle Software gelöscht (die Gehirnzellen sterben ab) und dann die Hardware in Säure aufgelöst (der Körper verwest oder wird verbrannt).

Nach dem Tod kommt nichts, der gestorbene Mensch ist für immer "weg", im Sinn von nicht mehr vorhanden. Er hat den Platz frei gemacht für neue Menschen und das ist gut so.

Es grüßt HEWKLDOe.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nach dem körperlichen Tod kann Mancher noch virtuell weiterleben, weil seine Ideen und Erfolge Zeit seines wirklichen Lebens nicht so schnell absterben und so über lange Zeit in den Gedächtnissen der noch am Leben Teilnehmenden weiter verfolgt werden.

So seh´ ich´s als Atheist . Ist doch so. Denke nur an all´ die schon lange verstorbenen Berühmtheiten.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nichts, kommt nach dem Tod.
Was dem Umstand geschuldet ist, dass sich das Jenseits nicht beweisen lässt.
Dummerweise gibt es keinen Rückkanal aus dem Jenseits, es kann schon deshalb niemand von dort etwas berichten.

Aber bitte, auch Atheisten sind zur Abstraktion fähig.

Erster Energieerhaltungsatz, nach Einstein, Energie geht nicht verloren, sie wandelt nur ihren Zustand.

Da auch der Körper nichts anderes als gewandelte Energie ist, Materie, wandelt sich das Ganze wieder in Energie um und existiert mithin über den Tod hinaus weiter.

Eine andere Frage ist, ob diese Energie hernach ein Bewußtsein hat.
Womit wir wieder beim Jenseits wären, von dem wir nichts wissen.
Die Annahme ist daher berechtigt, dass wir es unschwer erfahren werden, jeder für sich selbst, mit dem eigenen Tod.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nichts. Ohne funktionierendes Gehirn ist halt Schluß. Der Körper wird wieder in den ökologischen Kreislauf aufgenommen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die meisten Atheisten gehen davon aus, dass nach dem Sterben nichts mehr passiert. Wenn man Tod ist, ist man Tod und das war es dann.

Ich gehe zwar nicht davon aus, aber das ist die Antwort die dir fast jeder Atheist geben würde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Es gibt wohl Studien die ein Bewusstsein über den Tod hinaus belegen, genauso wie es Studien gibt, die Gegenteiliges zum Resultat hatten.

Doch wenn du glaubst, dann glaubst du nicht, weil menschliche Untersuchungen dieses oder jenes zum Resultat hatten, sondern weil du auf der Suche nach einer Verbindung zum Schöpfer bist.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn die lebenserhaltenden Systeme den Dienst einstellen erfolgt der Zerfall des Körpers und Zersetzung durch andere Organismen.

Ohne Gott ist da - Nichts.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Mit dem Tod stellt das Gehirn seine Arbeit ein. Das Gehirn ist verantwortlich für die Speicherung von Informationen, Verarbeitung von Sinneseindrücken, Denkvorgänge, Emotionen und eben alles, was einen zu einer Person macht. All das funktioniert dann nicht mehr, folglich ist alles was einen zu einer Person macht, ein für allemal weg.

Man hört also einfach auf zu existieren, es kommt also nichts nach dem Tod, man ist einfach tot. Das bedeutet dass man nicht mehr lebt. Viele Menschen scheinen das noch nicht verstanden zu haben und glauben weiterhin an antike Konzepte von Seelen, Jenseits, oder Wiedergeburt, die nicht real sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Du fragst erst, was aus wissenschaftlicher Sicht nach dem Tod kommt und dann, was man als Atheist glaubt, was nach dem Tod kommt? Bist Du der Meinung, dass man als Wissenschaftler nicht gläubig sein kann?

Es gibt auch Wissenschaftler, die an ein Leben nach dem Tod glauben. Wenn Du von einem lesen möchtest, dann kannst Du im Internet nach "Wissenschaftler Nahtoderfahrung Buch" suchen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
matmatmat 08.10.2017, 07:50

Bist Du der Meinung, dass man als Wissenschaftler nicht gläubig sein kann?

Nur, wenn man seine Arbeit strikt von seinem Glauben trennt. Sonst ist es keine unvoreingenommene Wissenschaft. Egal an was man glaubt.

0

Atheismus ist die Abwesenheit von Gottesglauben und kein Glaubensgebäude. Wissenschaftliche Erkenntnisse gründen auf Tatsachen und so wenig auf Nichtgottgläubigkeit wie auf Nichtschwimmerei oder Nichtraucherei.

Auf den Tod von Lebewesen folgt die Verwesung. Das spiegelt sich in der christlichen Bibel bei

1. Mose 3:19: "Denn Staub bist du, und zum Staub wirst Du zurückkehren."

 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nichts. Man hat nach atheisten kein bewusstsein mehr nach dem tod. So wie dein damals nicht vorhandenes bewusstsein vor deinem leben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Gar nichts, der Körper ist tot und Ende. Hört sich hart an, aber ist logischer als alle möglichen Hirngespinste die nur aus Angst entstehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Vermutlich einfach gar nichts...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Als Atheist glaubt man rein gar nichts, weil Atheismus das "Nichtvorhandensein von Glauben" darstellt.

Aus wissenschaftlicher Sicht kommt nach dem Tod natürlich nichts mehr, weil bereits das Wort "Tod" die Bedeutung "Existenzende" hat.

Wir bestehen zu 100% aus Biomasse und erzeugen durch Stoffwechsel Energie. Diese Energie versorgt u.a. unser Gehirn. Darin werden Informationen gespeichert, die wir als Gedanken, Wissen und Erfahrungen bezeichnen. Außerdem lösen bestimmte Reize Gefühle aus. Sobald die Energieversorgung endet, beginnt die Biomasse im Gehirn in seine Bestandteile zu verfallen - UNWIEDERRUFLICH!

Wir gelangen also wieder in den selben Zustand, in dem wir vor unserer Zeugung waren: In die Nichtexistenz! Wir zerfallen in alle Einzelteile, aus denen wir entstanden sind.

SO EINFACH IST DAS!

Die VORSTELLUNG, es gäbe etwas im Menschen, was ihn ausmacht und unsterblich ist, ist eine rein menschliche Fantasie, die durch Religionen dargestellt wurde.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Nach dem Tod kommen die Trauergäste, um bei der Beerdigung noch mal in Gedanken bei dir zu sein und dann abschliessend sich an dem folgenden, sogenannten Leichenschmaus, zu laben.

Leider kannst du daran nur virtuell teilnehmen.


Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was hat jetzt die wissenschaftliche Sicht mit Atheismus zu tun? 

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
matmatmat 08.10.2017, 07:51

Nicht alle, aber viele Atheisten sind Naturalisten und orientieren sich an der Wissenschaft als besten Weg unsere Umwelt zu erkunden und verstehen.

1
Chris144108 08.10.2017, 12:04
@matmatmat

Da hast du wohl recht, aber die Frage hatte sich für mich so angehört, als ob der Fragesteller meinen würde, dass alle Atheisten ausschließlich aufgrund der Wissenschaft nicht gläubig sind. Durch die Naturwissenschaften kann man natürlich am besten empirische Daten sammeln und daraus logische Schlussfolgerungen ziehen. Es gibt aber natürlich auch Atheisten die aus anderen Gründen nicht glauben. Einige glauben zwar nicht an Gott, dafür aber an Geister oder irgendein esoterischen Schwachsinn. 

0

Der Atheist glaubt dasselbe, was auch die Bibel zum Zustand nach dem Tod sagt:

„was aber die Toten betrifft, sie sind sich nicht des geringsten bewußt. ... Alles, was deine Hand zu tun findet, das tu mit all deiner Kraft, denn es gibt weder Wirken noch Planen, noch Erkenntnis, noch Weisheit in dem Scheọl [Grab], dem Ort, wohin du gehst.“ (Pred. 9:5, 10)

Das heisst: nach dem Tod ist man nicht mehr existent.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Mqrtin 06.10.2017, 15:11

Die Binel sagt aber auch Daniel 12, 2: „Und viele, die unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, die einen zum ewigen Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.“
Ausserdem gibt es im NT etliche Stellen in denen von einem Leben nach dem Tod die Rede ist.
ZB Jesus sagt in Hosea 13, 14: „Aber ich will sie aus dem Totenreich erlösen und vom Tode erretten.
Also die Bibel sagt ganz klar, dass es ein Leben nach dem Tod gibt!

2
OhNobody 06.10.2017, 17:58
@Mqrtin

Mqrtin:

Die von Dir zitierten Bibelstellen sprechen alle von der Auferstehung — nicht von einem Weiterleben nach dem Tod.

Dass der Tod mit einem Schlaf verglichen wird ist ein gutes Bild, denn aus einem Schlaf kann man wieder geweckt werden.

Jesus machte folgendes Versprechen:

„Wundert euch nicht darüber, denn die Stunde kommt, in der alle, die in den Gedächtnisgrüften sind, seine Stimme hören und herauskommen werden ... zu einer Auferstehung des Lebens“ (Joh. 5:28, 29)

Es gibt keine Seele, die nach dem Tod irgendwo weiterexistiert. Die Bibel sagt in 1. Mose 2:7: „ Und der Mensch WURDE eine lebende Seele“.

Hier steht nicht, dass der Mensch eine Seele BEKAM — er WURDE eine lebende Seele.

Und was geschieht mit der Seele — mit uns Menschen — wenn wir sterben?

„Die Seele, die sündigt — sie selbst wird sterben.“ (Hes. 18:4).

Wohin kehren wir zurück nach unserem Tod?

„Im Schweiße deines Angesichts wirst du Brot essen, bis du zum Erdboden zurückkehrst, denn aus ihm wurdest du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurückkehren.“ (1. Mose 3:19)

Wir zerfallen in die Bestandteile der Erde. Mit anderen Worten: Nichtexistenz — bis Gott oder sein Sohn uns aus seinem Gedächtnis heraus auferweckt.

2
Mondmayer 06.10.2017, 16:17

Die ZJ haben ihre freestyle Übersetzung

1
OhNobody 06.10.2017, 16:43
@Mondmayer

Mondmayer:

Da muss ich aber schmunzeln. ZJ benutzen JEDE Bibelübersetzung. Unsere NWÜ wird von Fachleuten wegen ihrer Genauigkeit geschätzt.

2
weckmannu 07.10.2017, 05:39
@OhNobody

Jesus sagt am Kreuz zu dem Verbrecher neben sich, "noch heute wirst du mit mir im Paradies sein"

Wieso behaupten viele Bibelleser, man würde bis zur Auferstehung schlafen?

1
OhNobody 07.10.2017, 08:26
@weckmannu

Die ursprünglichen griechischen Bibelmanuskripte enthielten keine Zeichensetzung — also auch kein Komma. 

In der Encyclopedia Americana (1956, Bd. XXIII, S. 16) heißt es: "In den früheren Manuskripten und Inschriften der Griechen ist kein Versuch einer Zeichensetzung erkennbar." Sie kam auch nicht vor dem 9. Jahrhundert u. Z. in Gebrauch. 

Sollte es in Lukas 23:43 heißen: "Wahrlich, ich sage dir: Heute wirst du mit mir im Paradies sein" (Lu) oder: "Wahrlich, ich sage dir heute: Du wirst mit mir im Paradies sein."? 

Als Grundlage für die Beantwortung dieser Frage müssen die Lehren Christi und der übrigen Bibel gelten und nicht ein Satzzeichen, das, Hunderte von Jahren nachdem Jesus diese Worte geäußert hatte, eingefügt wurde.

Die von J. B. Rotherham übersetzte Emphasised Bible stimmt mit der Zeichensetzung der Neuen-Welt-Übersetzung überein. 

In einer Fußnote zu Lukas 23:43 sagt der deutsche Bibelübersetzer L. Reinhardt: "Die jetzt übliche Interpunktion dieser Stelle [von den meisten Bibelübersetzern] ist ohne allen Zweifel falsch und widerspricht der ganzen Denkweise Christi und des Schächers. . . . Christus . . . hat aber unter dem Paradies sicher nicht eine Unterabteilung des Totenreiches, sondern nur die Wiederherstellung des Paradieses auf Erden . . . verstanden."

Wann würde Jesus „in sein Königreich kommen“ und den Vorsatz seines Vaters, die Erde zum Paradies zu gestalten, verwirklichen? 

Aus dem Bibelbuch Offenbarung, das, etwa 63 Jahre nachdem das in Lukas 23:42, 43 aufgezeichnete Gespräch stattgefunden hatte, geschrieben wurde, geht hervor, daß diese Ereignisse sich in der Zukunft abspielen sollten.

Wie in Apostelgeschichte 2:30, 31 gezeigt wird, kam Jesus bei seinem Tod in den Hades. (Der Apostel Petrus, der hier aus Psalm 16:10 zitiert, gebraucht Hades als Äquivalent für Scheol.) 

In der Bibel heißt es jedoch nirgends, Scheol/Hades oder irgendein Teil davon sei ein Paradies, das jemandem zur Freude diene. Vielmehr geht aus Prediger 9:5, 10 hervor, daß diejenigen, die sich dort befinden, "sich nicht des geringsten bewußt" sind.

Die Bibel stimmt nicht mit der Auffassung überein, Jesus und der Übeltäter seien an demselben Tag, an dem Jesus zu ihm sprach, in den Himmel gekommen. 

Jesus hatte vorhergesagt, er werde nach seinem Tode nicht vor dem dritten Tage auferweckt werden (Luk. 9:22). 

Während dieser Zeitspanne von drei Tagen war er nicht im Himmel, denn nach seiner Auferstehung sagte er zu Maria Magdalene: "Ich bin noch nicht zum Vater aufgefahren" (Joh. 20:17). 

Erst 40 Tage nach Jesu Auferstehung sahen seine Jünger, wie er von der Erde emporgehoben wurde und ihren Blicken entschwand und so seine Himmelfahrt begann (Apg. 1:3, 6-11).

Der Übeltäter erfüllte nicht einmal die Voraussetzungen, um später in den Himmel kommen zu können. Er war nicht "wiedergeboren", da er weder im Wasser getauft noch von Gottes heiligem Geist gezeugt worden war. 

Nach dem Tod des Übeltäters vergingen mehr als 50 Tage, bevor der heilige Geist auf Jesu Jünger ausgegossen wurde (Joh. 3:3, 5; Apg. 2:1-4). 

Jesus hatte an seinem Todestag mit denen einen Bund für ein himmlisches Königreich geschlossen, die 'mit ihm in seinen Prüfungen durchgehalten hatten'. 

Der Übeltäter konnte auf keine derartige treue Handlungsweise zurückblicken und war nicht in diesen Bund eingeschlossen (Luk. 22:28-30).

In treuen Juden war durch die Hebräischen Schriften nie die Erwartung geweckt worden, mit himmlischem Leben belohnt zu werden. Diese Schriften wiesen auf eine Wiederherstellung des Paradieses hier auf Erden hin. 

Gemäß Daniel 7:13, 14 sollten, wenn dem Messias "Herrschaft und Würde und Königtum" gegeben würden, "die Völker, Völkerschaften und Sprachen alle ihm dienen". 

Diese Untertanen des Königreiches wären hier auf der Erde. Der Übeltäter drückte durch das, was er zu Jesus sagte, die Hoffnung aus, Jesus würde sich an ihn erinnern, wenn diese Zeit gekommen wäre.

Auf welche Weise wäre Jesus dann mit dem Übeltäter? 

Indem er ihn von den Toten auferwecken, sich seiner physischen Bedürfnisse annehmen und auch ihm die Möglichkeit geben würde, Jehovas Anforderungen für das ewige Leben kennenzulernen und sich danach zu richten (Joh. 5:28, 29). 

Jesus sah in der reumütigen und respektvollen Einstellung des Übeltäters eine Grundlage dafür, ihn unter die Milliarden einzureihen, die zu irdischem Leben auferweckt werden und die Möglichkeit erhalten, zu beweisen, daß sie es wert sind, für immer im Paradies zu leben.

(diverse Quellen der Zeugen Jehovas)

0
weckmannu 07.10.2017, 17:40
@OhNobody

zugegeben, das war kein gut gewähltes Beispiel.

Es gibt aber mehrere Gleichnisse, in denen erklärt wird, wie es im Himmelreich zugeht:

... die ersten werden die letzten sein...

...die Engel im Himmel freien nicht...(Schwägerin ist mit mehreren Brüdern verheiratet)..

.. Tagelöhner mit unterschiedlicher Arbeitszeit und gleichem Lohn...

Findet das alles erst nach der Auferstehung statt? Hört sich eigentlich nicht so an.

1
weckmannu 07.10.2017, 17:48
@weckmannu

P.S.

ich halte es für eine bizarre Griffelspitzerei, zu behaupten:

Christus und der Verbrecher hängen sterbend am Kreuz, und Christus sollte sagen:

Ich sage dir heute....

wann denn sonst? 

Diese Auslegung ist doch Unfug! Nur weil nicht wahr sein kann, was nicht wahr sein darf.

1
OhNobody 07.10.2017, 18:33
@weckmannu

Meine gelieferte Begründung ist schlüssig. Man muss die gesamte biblische Aussage berücksichtigen.

Warum soll ein Verbrecher in den Himmel auffahren, während der treue David dieses Vorrecht NICHT hat?

„Denn David ist nicht gen Himmel gefahren.“ (Apg. 2:34, Luther)

David freut sich auf eine irdische Auferstehung — wie viele andere gottesfürchtige Menschen der vorchristlichen Zeit. In Hebräer 11 wird eine „große Wolke von Zeugen“ genannt, die alle im Tod „schlafen“. Siehe Vers 13:

„Alle diese starben im Glauben, ohne die [Erfüllung der] Verheißungen erhalten zu haben, aber sie sahen sie von fern und hießen sie willkommen“

————

Zu: „Die Letzten werden Erste sein und die Ersten Letzte“ (Mat. 20:16)

Es handelt sich hier um ein Gleichnis Jesu.

Die 12-Stunden- oder Ganztagsarbeiter stellen die Führer der Juden dar, die ständig im Dienste der Religion gestanden haben, nicht wie die Jünger Jesu, die den größten Teil ihres Lebens dem Fischen oder anderen weltlichen Beschäftigungen nachgegangen sind. 

Erst im Herbst 29 u. Z. sandte der "Hausherr" Jesus Christus aus, um diese als seine Jünger zusammenzubringen. Sie wurden daher die "letzten" oder die Arbeiter der 11. Stunde.

Schließlich endet der sinnbildliche Arbeitstag mit dem Tod Jesu, und nun kommt die Zeit für die Auszahlung der Arbeiter. Sie erfolgt nach der ungewöhnlichen Regel, daß die letzten zuerst ausbezahlt werden. 

„Als sie ihn empfingen, begannen sie gegen den Hausherrn zu murren und sprachen: 'Diese letzten leisteten eine Stunde Arbeit; dennoch hast du sie uns gleichgestellt, uns, die wir die Bürde des Tages und die sengende Hitze getragen haben!' 

Doch e i n e m von ihnen antwortete er und sprach: 'Freund, ich tue dir nicht unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir übereingekommen? Nimm, was dein ist, und geh. 

Ich will diesem letzten dasselbe geben wie dir. Ist es mir nicht erlaubt, mit meinen eigenen Dingen zu tun, was ich will? Oder blickt dein Auge böse, weil ich gut bin?'" Abschließend wiederholte Jesus die Worte: "Auf diese Weise werden die Letzten Erste sein und die Ersten Letzte."

Der Denar wird nicht beim Tod Jesu ausbezahlt, sondern zu Pfingsten des Jahres 33 u. Z., als Christus, der "Beauftragte", heiligen Geist auf seine Jünger ausgießt. 

Die Jünger Jesu sind mit den "letzten" oder den Arbeitern der 11. Stunde vergleichbar. Der Denar versinnbildlicht nicht die Gabe des heiligen Geistes an sich. Er stellt etwas dar, was die Jünger hier auf der Erde gebrauchen sollen, etwas, wovon ihr Lebensunterhalt abhängt, ihr ewiges Leben. 

Der Denar ist das Vorrecht, zum geistigen Israel zu gehören und zum Predigen des Königreiches Gottes gesalbt zu sein.

———

Zu „Engel heiraten nicht ...“:

Jesu Äußerung, daß Männer in der Auferstehung nicht heiraten und Frauen nicht verheiratet werden, sondern daß sie „wie Engel im Himmel“ sein werden, zeigt, daß diese himmlischen Geschöpfe keine Ehe kennen; nichts deutet darauf hin, daß es männliche und weibliche Engel gibt (Mat 22:30).

———

Jesus redet viel in Gleichnissen. Und er gibt auch eine Vorschau auf himmlisches Leben, dass eine begrenzte Personenzahl erhalten wird, die mit heiligem Geist gesalbt sind (siehe Offb. 7:4).

In Offb. 7:9 ist eine „große Volksmenge genannt, die ewig auf einer paradiesischen Erde leben soll. 

Jesus gibt in Offb. 21:4 eine Vorschau auf das Leben im Paradies auf Erden:

„Und er wird jede Träne von ihren Augen abwischen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch wird Trauer, noch Geschrei, noch Schmerz mehr sein. Die früheren Dinge sind vergangen.““

Dass hier nicht der himmlische Bereich gemeint ist, erkennt man an den Worten, dass „der Tod nicht mehr sein“ wird. Den Tod gab es im Himmel bisher nie. Er musste dort also nie beseitigt werden — wohl aber auf der Erde.

Dass die treuen vorchristlichen Personen nicht hofften, zu himmlischem Leben aufzuerstehen, sondern zu irdischem, geht aus Psalm 37:29 hervor:

„Die Gerechten selbst werden die Erde besitzen, Und sie werden immerdar darauf wohnen.“

Ich hoffe, ich konnte Dir helfen.

0
dfllothar 08.10.2017, 09:03
@OhNobody

Kennst du sie zufällig namenlich, die derzeit Gerechten ?

0

Was möchtest Du wissen?