Was könnte mir beim Schreiben von Texten als Inspiration dienen...?

...komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Zum Thema, dass alles sich angeblich dumm anhört. Hier mal ein "paar" Tipps zum ersten Entwurf ;)


Beim ersten Entwurf geht es nicht darum, gleich perfekt zu sein. Es geht einfach nur darum eine Idee auf's Papier zu bringen, bzw. eine Spur aus alten, gammligen Brotkrümeln zu legen. Stephen King beschreibt das in seinem Buch "On Writing" so, dass er "mit geschlossener Türe" schreibt. Er sperrt die ganze Welt aus. Das macht er zum einen im wörtlichen Sinne, er schließt tatsächlich seine Türe, stellt das Telefon ab, und sorgt dafür, dass ihn niemand stört. Zum anderen tut er das auch im Übertragenen Sinne, er schickt seinen inneren Kritiker vor die Türe. Er sagt, er weiß, dass das schwer ist, aber es geht nicht anders, der Lektor hat in dieser Phase des Schreibens nicht viel zu suchen, was er jetzt braucht ist sein kleines, überaus sensibles, kreatives Ich, und wenn der große, böse Kritiker auftaucht, versteckt sich die Kreativität immer ganz schnell. Deshalb schreibt er los, und verbietet sich selbst, das was er geschrieben hat noch einmal zu lesen (außer um einen Namen nachzuschlagen, selbst das tu ich nicht, ich mach mir immer gleich in einer seperaten Datei eine Liste, damit ich eben nicht nachschlagen muss). Er schreibt die Sätze hin, einfach wie sie kommen, und wenn der Kritiker auftaucht, und zum Anfang des Satzes, der noch nicht mal zu Ende ist, zurück will, dann klopft er ihm gehörig auf die Finger, und schickt ihn wieder vor die Türe. […] Beide stimmen auf jeden Fall darin überein, dass der erste Entwurf ruhig sch**ße sein darf! Stephen King legt sein Werk danach für wenigstens sechs Wochen in eine Schublade. "Es ist einfacher die Kinder von anderen Leuten zu köpfen, als die Eigenen". Womit er nur sagen will, dass er so emotionalen Abstand gewinnt. Wenn er, und das schreibt auch Julia Cameron, dann die Geschichte ein zweites Mal liest, fällt ihnen meistens auf, dass die gelegte Spur, gar nicht so schlecht ist, wie sie ihnen beim Schreiben vielleicht erschien. Jetzt wird der Sensible Teil ins Bett gepackt, damit er ja nicht hört was vor sich geht, und der Kritiker wird raus geholt "Komma hier, ... Punkt da, ... überflüssiger Satz gestrichen, Fehler in der Logik korrigiert, ... Satzstellung, Verbfehler, Großschreibung ... Pillepalle" jetzt kommt der Perfektionist zum Tragen, jetzt DARF er! Die Spur aus Brotkrumen wird zu einer Straße, gepflastert mit einem Mosaik, einem Bild aus Millionen winziger Teile, verbunden durch Spachtelmasse aus Marmor, verziert mit Splittern aus Diamanten, gesäumt von alten, mächtigen Bäumen, selbst der Himmel beugt sich dieser Pracht schwulst auspack dick auftrag Aber ich mein's schon so ;)

Unterschiedliche Musik ,einfach mal hinlegen und " was wäre wenn (ich fliegen könnte,etc.), dann würde ich ...? " spielen und alles ausschmücken ;) hört sich verrückt an hilft mir aber auch immer total ;)

Du darfst auf keinen Fal aufgeben - nur, weil dir nicht so schnell was einfällt! Das hat so ziemlich jeder Autor/Dichter/Songwriter/... dann und wann mal. Das geht aber auch wieder vorbei.

Übrigens: Es ist völlig normal, dass man Texte oft überarbeiten muss. Das gehört eben dazu. "Dumm" hört es sich aber nie an - manchmal fallen einem einfach nur bessere Wege ein, etwas darzustellen.

Das könnte dir als Inspiration dienen (du darfst nur nichts kopieren, das kann Folgen haben):

  • Filme
  • Bücher
  • Fernsehserien
  • Gedichte
  • Lieder
  • Cartoons
  • Witze
  • Träume
  • das reale Leben
  • uvm.

Wann die richtige Zeit zum Schreiben ist, hängt von jedem selbst ab. Manche sind nachts kreativer, andere tagsüber.

Negativ kann sich eigentlich nicht viel auswirken. Nur zu hoher Leistungsdruck (also wenn du meinst, du musst dich immer wieder selbst übertreffen) und wenn zwischen zwei Geschichten/Büchern zu wenig Zeit liegt. So genannte Künstlerpausen sind nämlich nicht unwichtig. Solche Zeiten, in denen man gar keine Ideen hat, werden übrigens auch "Schaffenskrisen" genannt. Wie gesagt: Die haben die meisten mal.

Die letzte Frage verstehe ich nicht ganz. Was meinst du mit "Fähigkeiten"?

Inspiration kann nur Dein Leben sein! Du musst Leben und alles mögliche erleben und Unterhaltungen führen. Das verfälscht Du dann geistig, baust es um und schreibst es immer nebenbei auf - oder wenn Du mal Zeit hast. Sich einfach nur an Tisch zu setzen grübeln und so weiter, bringt absolut gar nichts - man bekommt nicht einfach ne Eingebung. Das ist ein 24-Stunden-Prozess. Für so etwas lebt man und ist ständig auf der Suche nach interssanten Geschichten, neuen Gedankengängen udn Erlebnissen.

Alles kann dir dazu dienen:

Menschen, Lieder, Gespräche, Bücher, Filme, Begebenheiten überall..

Wann die beste Zeit wäre? Jeder hat eine andere Zeit und wenn dir einer SEINE Zeit sagt, muss dir das noch lange nicht helfen oder gut für dich sein.

hast dus mal mit musik probiert? ich find dallas green und william fitzsimmons sehr inspirierend, kommt aber auf deinen geschmack an.

Klingt irrwitzig - aber lies Werke der Sparte Fantasy. Wirkt Wunder. Ich spreche aus Erfahrung. Verschlinge als Beispiel die Reihe um das "Schwert der Wahrheit" und Dein Hirn ist um rund 12.000 Buchseiten gefüllt mit allerlei Informationen reicher und sofort bereit, Kreativ zu werden.

Alternativ:

  • spul mal zu 1:18:05 vor :-)
CountDracula 19.03.2012, 01:23

Dass beim Genre wirklich Fantasy am besten ist, bezweifle ich. Das hängt nämlich von dem Genre ab, das man schreibt. Ich schreibe zum Beispiel gerne Grusel-/Horrorgeschichten. Da nützen mir Fantasyromane herzlich wenig.

0

Lass dich von Kollegah inspirieren

Was möchtest Du wissen?