Was könnte man machen um die Abtreibungsrate zu verringern?

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9 Antworten

Im Gegensatz zu anderen denke ich nicht, dass mehr Aufklärung sonderlich viel bringt (wobei ich von Deutschland spreche).

Pille und Kondom sind seit etwa 50 Jahren problemlos für nahezu jeden erhältlich, Aufklärung in der einen oder anderen Form in Schulen gibts seit mindestens 30 Jahren, die Informationen sind eigentlich ausreichend verfügbar (wie gesagt, Deutschland, in anderen Ländern kann das anders sein).

Was soll da noch mehr Information bringen?

Die, die trotz all der Information schlampig in Punkto Verhütung sind, werden das mit noch mehr Information vermutlich auch sein.

Was die Abtreibungsrate senken könnte, sind vielleicht bessere Verhütungsmittel, die weniger anfällig gegenüber Anwendungsfehlern der Nutzer sind.

Denn bei ca. 40000-50000 der Abtreibungen jedes Jahr wurde vermeintlich korrekt verhütet. (was widerrum zeigt, dass selbst wenn alle korrekt verhüten würden, es immer noch eine Menge Abtreibungen gäbe).

Was vielleicht auch etwas bringen könnte wäre, wenn man mehr darauf abzielt, dass die Einstellung der Gesellschaft und vor allem von Männern gegenüber Abtreibung sich ändert.

Denn viele Frauen sind selbst nicht sonderlich begeistert von Abtreibung, sehen sich aber häufig mit einem Umfeld und vor allem einen Partner konfrontiert, das/der überhaupt nicht nachvollziehen kann, warum sie denn vielleicht doch nicht ihren "Zellhaufen" weg machen lassen will, womit dann gerade die Kommunikation gerade mit dem Umfeld, dass die Schwangere unterstützen müsste, der Schwangeren das Gefühl gibt sie und ihre "irrationalen" Gefühle gegenüber dem "Zellhaufen" sei das eigentliche Problem, statt dass sich das Umfeld darum bemüht der Schwangeren zu helfen die Schwierigkeiten, die gegen ein Ja zu ihrem Kind zu sprechen scheinen, zu überwinden.

Eine Entscheidung gegen eine Abtreibung wird nicht leichter, wenn der Kindsvater eine wie eine Durchgeknallte behandelt, weil frau Hemmungen hat, das gemeinsame Kind töten zu lassen.

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Hallo,

nun, die beste Lösung ist wohl, die Anzahl ungewollter Schwangerschaften von vornherein zu dezimieren, indem Mädchen und Jungen besser und umsichtiger aufgeklärt werden, denn die heutigen Verhütungsmittel sind gut und zuverlässig, nützen aber nichts, wenn man sie nicht korrekt anwenden kann. Um dies zu erreichen, müssten jedoch ebenfalls Eltern und Lehrer "umerzogen" werden, denn es ist mittlerweile nun einmal so, dass Kinder früher sexuell aktiv werden, auch wenn viele die Augen davor verschließen oder dies mit einem empörten Kopfschütteln abtun.

Man mag es zwar kaum glauben, aber die häufigste Ursache für ungewollte Schwangerschaften ist eine falsche Verhütung. Kondome werden beim Auspacken beschädigt oder verkehrt herum übergezogen, Mädchen/Frauen wissen oftmals nicht, wie die Pille richtig anzuwenden ist bzw. dass diese durch Krankheit, Alkohol, Medikamente an Wirksamkeit verlieren kann. Und dann gibt es natürlich auch noch die Fälle, die Tampons oder Ausspülen für ein Verhütungsmittel halten oder glauben, dass sie nur an Tag X schwanger werden können.

Hinzu kommt, dass einige (!) mit dem Feuer spielen, weil Verhütungsmittel entsprechend kosten, indes Abtreibungen von der Krankenkasse bezahlt werden, zumindest wenn man ein gewisses Einkommen unterschreitet.

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Kommentar von carn112004
25.06.2016, 13:18

Ist das wirklich immer noch so?

"Um dies zu erreichen, müssten jedoch ebenfalls Eltern und Lehrer
"umerzogen" werden, denn es ist mittlerweile nun einmal so, dass Kinder
früher sexuell aktiv werden, auch wenn viele die Augen davor
verschließen oder dies mit einem empörten Kopfschütteln abtun."

Meines Wissens ist das Alter beim "ersten Mal" in den letzten 30 Jahren mehr oder minder konstant geblieben bzw. sogar ganz leicht angestiegen.

Die heutigen Eltern wüssten dann aber ziemlich genau, ab welchen Alter man sexuell aktiv wird, denn bei ihnen war es ja ein ähnliches Alter.

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Ich würde sagen noch bessere Aufklärungskampagnen. Auch wenn jeder von uns eigentlich wissen sollte wie man richtig verhütet und dazu auch schon Aufklärungsunterrichte in der Schule hatte, sieht man das es anscheinend nicht reicht. Viele ignorieren das weil sie denken, es wird schon nichts passieren und schon ists passiert und die Frau ist schwanger. 

Deswegen würde ich das Aufklärungsprogramm erweitern und in verschiedenen Jahrgangsstufen wiederholen in der Schule.

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Kommentar von Waldfrosch10
26.06.2016, 17:45

hast du eigentlich eine Ahnung davon , wie  viele Frauen unter der Pille schwanger werden ??

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Kommentar von Fischi1310
26.06.2016, 18:03

Wenn du unter Verhütung nur an die Pille denken kannst dann ist bei dir auch was falsch gelaufen, da es noch weitere Verhütungsmittel gibt.
Außerdem musst du dich mal fragen warum soviele Frauen unter Einnahme der Pille schwanger werden.  Und zwar aufgrund dee falschen Anwendung und damit auch falscher oder zu geringer Aufklärung. Wenn ich mir hier jeden Tag schon Fragen durchlese mit: "Habe vergessen die Pille einzunehmen, kann ich dann die vergessenen auf einmal einnehmen und bin wieder geschützt?" etc.
Bei richtiger Einnahme ist die Pille wirklich zu 99% sicher.
Also ersteinmal informieren bevor man hier Vorwürfe schreibt.

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Verhütungsmittel sollten einfacher zu erhalten sein, und eventuell die Zuzahlung zur "Pille" senken.

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Aufklärung. Ansonsten ists jedem das Seine.

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Denen sagen, dass sie für jede Abtreibung ihre Rente senken.

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Frauen in Not die Schwanger sind Echte Hilfe, statt eine schnelle  Abtreibung auf Staatskosten  anbieten 

Frauen in Not ,einen Weg aufzeigen wie sie  einen konkreten Weg mit dem Kind gehen könnte .

Solange das nicht vorhanden sind ist   keine Abtreibung eine freie Entscheidung ,sondern eine Abtreibung aus unterlassener Hilfeleistung .

Mehr als 95 Aller Abtreibung passieren aus Psychosozialer Indikation heraus ,das sollte uns zu denken geben .was das konkret so wohl bei den Frauen dann heisst .

Aber diese Frage darf ja nicht gestellt werden .

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Kommentar von CalicoSkies
26.06.2016, 20:08

Mehr als 95 Aller Abtreibung passieren aus Psychosozialer Indikation heraus ,das sollte uns zu denken geben .was das konkret so wohl bei den Frauen dann heisst .

Diese Aussage ist Schwachsinn.

Das einzige, was die Statistik über Schwangerschaftsabbrüche beweist, ist dass 96% der Abbrüche vor der 14. SSW vorgenommen werden - und damit unter StGB §218a Abs. 1 fallen.

Es wird keine Aussage darüber gemacht, welche Indikation gestellt wurde - da vor der 14. SSW keine (!) Indikation nötig ist!

Es kann sich daher bei diesen 96% um alles Mögliche handeln - und nicht nur um Frauen, die "einfach so" eine Schwangerschaft abbrechen - das ist eine fehlerhafte Schlussfolgerung deinerseits.

Frauen in Not ,einen Weg aufzeigen wie sie einen konkreten Weg mit dem Kind gehen könnte .

Deutschland hat eines der besten Sozialsysteme der Welt.

Eine Frau bekommt hier bei einer Geburt alle mögliche finanzielle Hilfe, das ist ganz sicher kein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch ;)

Ein Kind macht aber die Schulausbildung, die Karriere und die komplette Lebenssituation kaputt, wenn es nicht gewollt ist - und das ist sehr wohl ein Grund für einen Schwangerschaftsabbruch!

Und dagegen kann man auch nichts machen, da Verhütungsmittel manchmal einfach versagen...

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die Jugend vernünftig aufklären. Das scheint nämlich ein großer Mangel zu sein,wenn man täglich hier die Fragen liest. Kann ich schwanger sein???? 100mal in einer Woche.

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Enthaltsam leben, Verhütungsmittel verwenden, Kinder austragen, .......

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