Was könnte man im nordkorea Konflikt tun,damit es friedlich bleibt?

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8 Antworten

Die "Lösung" kann jedenfalls nicht darin bestehen, Nordkorea mit Sanktionen und der Androhung eines nuklearen Vernichtungsschlags weiter in die Enge zu treiben. Wohin das führt, erleben wir gerade.

Die Situation ist im Grunde garnicht so undurchsichtig, wie sie scheint:
Das Hauptproblem an der ganzen Sache ist das nordkoreanische Atomprogramm. Warum entwickelt Nordkorea - ein kleines, armes, international isoliertes Land - Atomwaffen, anstatt seine wenigen Mittel in die Verbesserung des nationalen Lebensstandards zu investieren? Ganz einfach: man hat mehrfach erlebt, was jenen nicht-atomar bewaffneten Staaten droht, die den USA ein Dorn im Auge sind. Von verschiedenen Karibiknationen über Jugoslawien und den Irak bis hin zu Libyen - sie alle wurden durch "Interventionen" der US-geführten NATO entweder zu einem Regimewechsel gezwungen, oder sogar komplett ins Chaos gestürzt.

Da die USA durch ihr seltendämliches "Achse-des-Bösen"-Gefasel selbst verraten haben, welche Staaten als nächstes auf ihrer Abschussliste stehen, war es nun für die namentlich genannten Staaten (darunter Nordkorea) das Naheliegendste, alles in der eigenen Macht stehende zu tun, um sich ein vergleichbares Schicksal zu ersparen. Und dazu gibt es kein besseres Mittel, als dem potenziellen Angreifer vor Augen zu führen, dass er sich im Falle einer unüberlegten Aktion selbst einem atomaren Vergeltungsschlag aussetzt. Nur darum geht es den Nordkoreanern: sie wollen sich selbst schützen, und spielen deshalb "großer Junge". Mit "Wahnsinn" oder einem "Griff nach der Weltherrschaft" hat das absolut nichts zu tun. Es ist eine absolut rationale Sicherheitspolitik: Habe ich "die Bombe", muss ich keine Angst mehr vor dem Ami haben. Würden mich die Amerikaner als "Teil der Achse des Bösen" bezeichnen, würde ich mich vorsichtshalber auch bis an die Fußnägel bewaffnen, um ihnen ihr Vorhaben so unattraktiv wie nur irgend möglich zu machen.

Man kann Nordkorea nur davon abbringen, indem man ihm aufdringlich und verbindlich klarmacht, dass es von niemandem etwas zu befürchten hat. Das Land muss in internationale Vereinbarungen einbezogen und als Verhandlungspartner ernst genommen werden. Es müssen offene Gespräche unter Beteiligung aller relevanten Staaten (USA, Nord/Südkorea, China, Russland, Japan) stattfinden, in denen die Interessen aller Betroffenen berücksichtigt werden.

Ein erster Schritt wäre eine gemeinsame Erklärung der involvierten Großmächte, in der sich alle dazu verpflichten, keinen gewaltsamen Regimewechsel in Nordkorea anzustreben. Eine ähnliche Erklärung haben die USA einst in Bezug auf Kuba abgegeben, und sie trug maßgeblich zur Entschärfung der Krise in der Karibik zu.

Offen gestanden glaube ich aber nicht, dass wir unter der gegenwärtigen US-Administration eine auch nur ansatzweise in diese Richtung gehende Politik zu erwarten haben. Vermutlich müssen wir schon dankbar sein, wenn Trump und Kim unseren Planeten vor Ende der aktuellen amerikanischen Legislaturperiode noch nicht eingeäschert haben.

Eine wirkliche Patentlösung gibt es nicht. Ich denke jedoch, dass es besser wäre, Nordkorea einfach in Ruhe zu lassen. Leider gab es immer wieder Manöver usw. mit dem Ziel, Nordkorea "einzuschüchtern". Das funktioniert nicht. Das hat 9-mal nicht funktioniert (lege mich nicht auf eine Zahl fest). Und Trump denkt, dass es beim 10.Mal Einschüchtern endlich klappt (was natürlich Unsinn ist).

Wenn ich weiß, dass in der Nachbarschaft ein aggressiver Hund ist, gehe ich nicht noch hin, und provoziere ihn absichtlich. Ich gehe einen anderen Weg, und lasse den Köter einfach alleine.

"Der Klügere gibt nach" - in dem Falle anwendbar. Leider gibt es zwei Akteure, die von solchen Subtilitäten nichts halten. Sondern lieber drauf hoffen, dass es beim 10. Mal endlich klappt. Oder beim 11. Mal...

Ganz ehrlich gesagt, gibt es für mich eine Lösung: Trump absetzen, in ein tiefes Loch sperren und ihm sein Handy wegnehmen. 

Denn ehrlich gesagt dreht sich die Eskalationsschraube seit dem Trump an der Macht ist. Keiner der letzten vier US-Präsidenten hat in solchem Masse auf Nordkorea eingestochen wie dieser. Alle waren um die Wahrung des Status quo bemüht.

Kim Jong Un hat sich deshalb auch weitestgehend still gehalten, aber nun kommt regelmäßig ein Waffentest, um Stärke gegenüber dem "amerikanischen Großmaul" zu zeigen.

Ich weiß keinen US-Präsidenten, der so offen mit einem Atomwaffen Einsatz geprahlt hat.

Wenn die eine Seite wieder ruhig wird, wird sich die Lage auch wieder beruhigen.

praztogod 09.08.2017, 21:09

Dafür muss aber auch mal einer von beiden nachgeben. Es gibt ja das Sprichwort der Klügere gibt nach aber ich weiß beim besten Willen nicht ob einer von beiden die nötige Intelligenz dazu besitzt 

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Durchknallende Extremisten sollte man wegsperren, bevor sie zur allgemeinen Gefahr werden. Doch wie man sieht, ziehen es einige Staaten immer wieder vor, solche Typen zum Staatsoberhaupt zu machen. Da ist dann schlicht und ergreifend meistenteils der Zug längst abgefahren.

Meiner Meinung nach ist Trump das Problem der ist glaub ich ein wenig gaga im Kopf. Es gibt Schurkenstaaten wie NK die schin Atomwaffen haben aber die Kent keiner weil sich dort keiner so aufspielt wie in NK. NK hat gar nicht die Resourcen einen "großen Krieg" (jeder Krieg ist sehr sehr schlimm) zu beginnen. Wenn Trump nicht so aggressiv reagieren würde wäre die  ganze Sache schon mal etwas friedlicher. Nach Angaben des US- Verteidigungsministeriums enthält das US- Atomwaffenarsenal 4.000 Sprengköpfe. NK hat sicher nicht die Eier sich mit der USA in einem Atomkrieg zu messen. Meiner Meinung nach gehören weder Trump noch kim jong un in eine Regierung.

 So ich bin gespannt wie ihr darüber denkst und freue mich schon auf euere Kommentare

Beten, wenn man religiös ist, Trump das Handy wegnehmen und am besten auch die Präsidentschaft, Kim Jong Un erschießen, ihm Googel als Geschenk anbieten, wenn er ins Exil geht. China für Intervention mehr Land versprechen, Mongolei und so... 

Egal was hier für Antworten kommen zuständig sind die Regierungen und ich hoffe das die nen guten Job machen und das abwenden

Bitterkraut 09.08.2017, 20:42

Nur blöd, dass die Regierungen der Hauptakteure eben keinen guten Job machen, von haus auf nicht. Andernfalls gäbs diese akuten Spannungen ja nicht.

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Apu1234 09.08.2017, 20:47
@Bitterkraut

Und was will man daran ändern außer sinnlos irgendwelche schlauen Kommentare zu bringen ist sicher nicht angenehm aber an der Weltpolitik können wir nicht viel ändern mach ruhig weiter mit deinem Halbwissen

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Was hast du denn für eine Paranoia? Es wird das passieren: Nichts.

Heisse Luft, wie immer.

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