Was könnte der Grund für einen "Geysir" im Kochtopf sein?

4 Antworten

Sowas nennt sich Siedeverzug. Das ist auch ein im Labor gefürchteter Vorgang, den der Chemiker durch verschiedene Vorkehrungen zu vermeiden versucht, da es dadurch zu bösen Unfällen kommen kann. Je nach Medium, welches man zu Sieden bringen möchte, verwendet man Siedeperlen, Siedesteine, einen Siedestab oder bei Destillationen unter vermindertem Druck auch Siedekapillaren.

https://de.wikipedia.org/wiki/Siedeverzug

Bei der Suppe verhindert zusätzlich die aufschwimmende Fettschicht ein leichtes Verdunsten des Wassers und hält quasi einen Deckel drauf. Wenn nun in die überhitzte Lösung die festen Salzpartikel gegeben werden, dienen sie als "Siedesteinchen" und lösen spontan den Siedevorgang aus, ähnlich wie Kristallisationskeime oder Erschütterungen bei unterkühlten Lösungen die Kristallisation.

Außerdem ist es nicht sinnvoll, das Salz zu Beginn der Zubereitung zuzugeben, weil im Verlauf des Kochvorganges, geschmacksgebende Bestandteile aus den Zutaten extrahiert und auch neu gebildet werden und außerdem sich die Suppe durch den Kochverlust des Wassers aufkonzentriert. Also besser gegen Ende der Zubereitung abschmecken.

Warst du dabei? Auch Frauen, sogar Ehefrauen, können lügen. Der genannte Siedeverzug dürfte wohl kaum in einer Flüssigkeit auftreten, in der Knochen und Gemüsestücke schwimmen.

Könnte was mit überhitzter Flüssigkeit zu tun haben (auch Grund dafür, dass man bei einer Mikrowelle einen Glasstab ins Glas tun soll)

Ich denke, das stimmt mit dem Siedepunkt.

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