Was könnte das für ein Molekül sein?

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8 Antworten

So wie es dasteht ist es zwar stereochemisch völlig eindeutig, allerdings entweder ziemlich fehlerhaft oder ein völlig abgedrehter Doppelzucker. Keines der bekannten Disaccharide kommt in Frage; rechts ist eine Glucose, links (Beta-glycosidisch gebunden) eine Desoxyhexose, genauer: Desoxygalactose. Unterstellt man den Fehler einer fehlenden OH-Gruppe, handelt es sich um Milchzucker (Lactose). Das wäre die plausibelste Struktur.

Ohne Keilstrichformeln ist die Stereochemie keineswegs eindeutig, sondern völlig ungeklärt. Das ist doch wohl unstrittig, oder? Man kann sich die platt gezeichneten Bindungen mühelos mal so, mal so vorstellen, auch wenn man intuitiv eine gewisse Konfiguration bevorzugen würde.

Ich nehme an, es soll einfach irgendein Zucker sein -- Fehler unterstellt vielleicht gar einfach Saccharose. Wer weiß das schon. Wir alle nicht.

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@Kajjo

Ich kann beliebig viele Fehler unterstellen, aber das Wahrscheinlichste ist, dass nur einer gemacht wurde und das Molekül die immerhin recht bekannte Lactose darstellen soll. Stereochemisch unterstelle ich, dass das in Haworth-Projektion gezeichnet sein soll, und das macht es durchaus eindeutig.

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@botanicus

Es ist richtig, dass die Haworth-Projektion eine Möglichkeit zur Darstellung der Stereochemie ist, jedoch wurde sie ja offensichtlich in dieser Kritzelei NICHT verwendet. Es sind KEINE durchgängig senkrechten Linien (mit OH nach unten oder oben) und die H-Atome wurden zusätzlich gezeichnet -- beides widerspricht den Konventionen der Haworth-Projektion. Es ist definitiv KEINE Haworth-Projektion.

Die Formel ist fehlerhaftes, laienhaftes Gekritzel und kann Lactose meinen oder aber auch Saccharose oder ganz allgemeien Zucker oder sonstwas. Wer weiß schon, was im Geiste dieses Kirchenmauern-Verschmutzers vor sich ging.

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@Kajjo

Wer täglich mit von Schülern geschriebenen Zuckern konfrontiert wird, akzeptiert das als Haworth-Darstellung. Dass Laien Fehler unterlaufen, muss ich nicht geißeln - höchstens, wenn sie damit Wände beschmieren.

Die Ähnlichkeit zum Milchzucker ist frappierend, wenn es eine Saccharose sein soll, kann genausogut eine Heidschnucke gemeint sein.

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  • Es handelt sich um einen Zucker, genauer ein Disaccharid. Siehe hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Disaccharide
  • Die Formel enthält wohl einen Schreibfehler (fehlende OH-Gruppe an C2 der linken Einheit).
  • Ohne genauere Angabe zur Stereochemie der C-Atome kann man keinen eindeutigen chemischen Namen zuordnen. Die Strukturformel wurde sehr laienhaft notiert, nicht chemisch exakt. Cellobiose wäre zum Beispiel ein Kandidat.
  • Ganz normaler Zucker (Saccharose) ist es aber nicht, denn dann würde die rechte Einheit einen Fünfring enthalten.
  • Es handelt sich nicht um eine verbotene Substanz, es ist keine Droge.

Nein, man braucht keine Keilstrichformeln, sondern muss sich nur an die Haworth-Konvention halten. Dabei wird der Ring gezeichnet und alle Gruppen, die daran gebunden sind gehen vertikal nach oben und unten. Man kann oben und unten erkennen, obwohl es nicht korrekt gezeichnet ist. Der Schreibfehler am C2 links (unten) ist dann die einzige Abweichung zu Lactose. Der rechte Ring muss dabei nicht unbedingt eine ß-Form aufweisen.

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@willi55

Ich kenne mich mit Haworth-Projektionen aus -- und das Gekritzel ist definitiv keine. Bei Haworth sind alle Linien der OH-Gruppen senkrecht nach oben oder unten und das H wird nicht gezeichnet.

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schlampig gezeichnet. Möglicherweise fehlt am linken Monomer am C2 eine OH-Gruppe nach unten. Dann wäre es Lactose.

  1. Ich vermute am linken Ring, unteres rechtes Kohlenstoffatom fehlt ein O.

  2. Es handelt sich um ein Disaccharid (ein Zucker-Dimer).

  3. Um herauszufinden welches Disaccharid es ist muss man wissen welches die beiden Monomere sind. Da die Struktur sehr nachlässig gezeichnet ist, ist das schwierig. Wichtig ist für die Korrekte Zuordnung bei dieser Art der Darstellung (Haworth-Formel), ob das H oder die OH-Gruppe am Kohlenstoffatom nach oben gezeichnet ist.

  4. Es könnte z.B. Cellubiose sein. Im Sinne von Bäume/Pflanzen vermissen. Es könnte auch Lactose sein... schwer zu erkennen.

naja.. wende da mal die IUPAC nomenklatur-regeln drauf an und sag mir was rausgekommen ist -.-' glaube nicht das das zur bestimmung gedacht war sondern sich mehr auf chmie unterricht oder sowas bezieht.. ist nämlich alles ein wenig wirr.. weiß gerade gar nicht mehr wo mit der kopf steht

naja wie gesagt , stand halt an eine mauer gesprüht, hatte den verdacht es könnte eine psychoaktive substanz sein

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Versuch es mal hiermit: http://www.chemspider.com/StructureSearch.aspx

Ist zwar auf Englisch und wird dich ein wenig zeit aufwenden lassen, aber am Ende weisst du, woran du bist :D

Ist ein Strukturanalyse-Programm

Schöne Grüße

cool danke, sowas ist nützlich

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Die Richtungen sind etwas verwirrend, aber spontan hätte ich mal auf das hier getippt:

http://de.wikipedia.org/wiki/Cellobiose

Vielleicht geht es drum, ob man Bäume vermisst.

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@Zagdil

witzig, aber Cellobiose ist es nicht, da links eine Desoxygalactopyranose steht und keine Glucopyranose.

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@Zagdil

vielleicht hatte er beim Sprühen einfach nur "Schiss" und führte das auf die Lactose zurück.

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Ein Teil davon ist aber beta-D-Desoxygalactopyranose, wenn ich nicht irre...., wäre es aber Galactose, wäre es Lactose - sehr seltsam ;-)

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@Arrggh

Ich gehe mal von Zeichenfehlern aus. Ob die vom Sprühkünstler oder vom Fragensteller, lasse ich mal offen.

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Ich dachte zuerst an Maltose, ist aber eine beta-glyc. Bindung - also Zellulose.

Nicht mit Desoxygalactose drin.

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@Arrggh

Wenn man genauer hinschaut: eindeutig JA! (Häufele Asche auf mein Haupt...)

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@Bevarian

wohl eher falsch notiert: Lactose, da eine Desoxygalactose hat keinen Sinn ...

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