Was können Neugeborene direkt nach der Geburt eigentlich sehen?

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Das Sehvermögen von Neugeborenen wird dadurch bestimmt, dass sowohl seine Augen als auch sein Gehirn sich erst fertig entwickeln müssen. Beides passiert durch Reifung aber auch durch Training (Lernen).

Verhaltenstests zeigen, dass Neugeborene zunächst noch unscharf und mit eng begrenztem Gesichtsfeld sehen und nur erkennen, was in unmittelbarer Umgebung vor ihnen ist. Sie wissen aber angeborenermaßen, dass Dinge scharfe Konturen haben müssen und lernen interessanterweise über Saugen z.B. an einem Schnuller, Bilder scharf zu stellen.

Erst ab zwei Monaten zeigen sie Tiefenwahrnehmung, dies äußert sich durch eine Absturzscheu, wenn z.B. eine dicke Glasplatte über einen Tischrand gelegt und der Säugling dort hingelegt wird. Sie können dann auch Würfel unterschiedlicher Größe in unterschiedlicher Entfernung unterscheiden, die auf ihrer Netzhaut gleich groß abgebildet werden. Sie haben also eine angeborene Leistung für Tiefenwahrnehmung und Objektkonstanz, die sich entwickelt hat. Ein zwei Wochen alter Säugling erkennt bereits, wenn etwas auf ihn zufliegt und blinzelt und versucht sich abzuwenden oder den Arm zu heben.

Durch Attrappen konnte man zeigen, dass Säuglinge erst ab zwei Monaten Muster, also vor allem Gesichter, erkennen können. Später lächelt es ja dann Gesichter an, noch später erkennt es bekannte wieder.

Farben können Neugeborene noch nicht unterscheiden, die Zapfentypen entwickeln sich erst fertig, so entwickelt sich auch die volle Sehschärfe erst. Man konnte zeigen, dass Rot meist als erstes erkannt wird, nach zwei Monaten werden alle Farben erkannt.

In den ersten Monaten nach der Geburt können Babys noch nicht sehen. Sie sehen auf dem Kopf und am Anfang auch nur schwarzweiß.

Die sehen wie durch einen Nebel. das schützt die Augen vor zu grellem Licht.

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