Was können Hunde alles verstehen?

14 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich spreche oft in ganzen Sätzen mit meinem Hund und sie versteht oft zumindest die Schlüsselworte (insgesamt um die 100, eher mehr als weniger). Das kommt einfach mit der Zeit und durch die wiederholte Ansprache, wie bei uns eine Fremdsprache wenn wir in einem anderen Land leben.

Zusätzlich kann ein Hund aber auch ganz hervorragend Mimik und Gestik seiner Menschen lesen. Ein Hund der nicht grade ein totaler Stoffel ist erkennt ziemlich genau was du vorhast und reagiert entsprechend, schließlich will er dir keinen Grund geben ihn z.B. weg zu schieben ;)

Wenn ich miaue rennt der Hund meiner Ma auf den Balkon uns sucht mit Blicken die Wiese unterm Haus ab. Hört sie das Wort "Fliege" schaut sie gleich auf ihren Hintern und dann nach oben, seit sie von einer Bremse gebissen wurde sind ihr Fliegen suspekt.
Bei meinem Hund muss ich Synonyme für "Autofahren", "laufen" und "Molly" suchen weil sie sonst ganz freudig zur Tür rennt und traurig ist das ich gar nicht vorhatte meine Eltern zu besuchen^^

Manches wissen sie auch aus Erfahrung, z.B. das ich es gar nicht mag wenn meine Dicke mit ihren Flurschadenbrettern durch meinen Kräutergarten marodiert. Sie tut es trotzdem, wenn niemand schaut. Sobald ich aus der Tür komme macht sie einen großen Satz übers Basilikum, legt sich platt auf die Fliesen und zwinkert, räkelt sich und tut so als hätte ich sie grade geweckt. Olle Dramaqueen :D

Hallo,
Hunde sind durchaus in der Lage einen großen "Vokabelschatz" zu erwerben. Ein Hund verknüpft mit einer bestimmten Lautfolgen eine bestimmte Handlung/ein bestimmtes Ereignis, der selbe Ablauf als wenn wir ihm das bewusst beibringen. Auch kann der Hund sehr gut die Körpersprache lesen und weiß wann welche Mimik / welche Muskelanspannung zu welchem Verhalten führt. Das können auch kleinste Muskelregungen sein und der Mensch denkt dann, dass das Tier jedes Wort versteht und sogar ein Verständnis für Sprache entwickelt hat - was zu unfairen Verhalten ggü. dem Tier führen kann, weil es das eben nicht leistet.

Einem Papageien kannst du die Farbe grün und die Form Banane beibringen und er wird dir auf die Aufgabe "grüne Banane" eine Gurke bringen, ein rudimentären Verständnis von Sprache ist dort vorhanden.

Ein Hund kann neue Vokabel selbstständig lernen, wenn du ihm mit einem neuen Wort zu einer Auswahl an alten und einem neuen Gegenstand schickst ist er in der Lage das neue Wort dem neuen Gegenstand zuzuordnen.

Du wirst einem Hund aber nur mit Worten keinen völlig neuen Bewegungablauf erklären können. Wie wir es von uns kennen, wenn wir eine Sprache neu erlernen.

Schön erklärt genau so ist es.

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Bei unserem funktioniert u.a. das mit links und rechts, wenn wir draußen sind, und er in die gewünschte Richtung laufen soll.
Auch gibt es Unterschiede in den einzelnen Bereichen im jagdlichen Einsatz, die er erkennt - such verloren, such verwund und einige mehr, die jeweils anderes Vorangehen erfordern - auch vom Hund.
Nebenbei weiß er genau, welche Namen für welche Tiere zutreffen. Er ordnet das Wort Sau anders ein als z.B. Rehbock. Auch ist es ihm klar, wenn von bestimmten Vögeln die Rede ist, daß er sie nicht am Boden sehen wird - und schaut folglich nach oben.

Ich muß aber auch erwähnen, daß der Hund kein Jungspunt mehr ist - und das meiste im Laufe der Jahre erst erworben wurde.

Erstaunlich...genau das wollte ich wissen:-) Danke

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Ja aber dem Hund wurde die einzelnen Sachen auch beigebracht. Namen zu differenzieren und diese einem bestimmten Tier zuzuordnen.

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@Einafets2808

Ja, aber..

Natürlich muß er das Tier kennen, um es zuzuordnen. Woher sollte ein Tier, auch ein Mensch - hier Kind wissen, was z.B. ein Elefant ist, wenn es noch nie einen im Leben gesehen, gehört, gerochen hat?

Beigebracht ist relativ. Er, wie auch sein Vorgänger wußten haargenau, um welche Tiere es sich handelt, wenn man sie beim Namen nannte. Das läßt sich wunderbar an deren Verhalte ablesen.

Gerade im Jagdlichen Bereich sollte der Hund die Begriffe selbstständig umsetzen können.

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@antnschnobe

Aber der Fragesteller meinte ja keine Befehle.

Wenn der Jäger eine Sau erschießt und der Hund diese unmittelbar danach aufspüren muss. Sagt er "such die Sau" bspw. Hat er sie gefunden wird er gelobt. Das ist Konditionierung auf einen Geruch. Mit genügend Bestärkung ist das nicht selbstständig erlernt sondern konditioniert. Der Hund verknüpft Sau mit dem bestimmten Geruch und den Lob + Bestärkung.

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@Einafets2808

Der Jäger sagt schon erstmal nicht such die Sau... : D

Aber Du meinst über Jaghundeausbildung Bescheid zu wissen? Schon ein paar Jagdhunde ausgebildet, geführt, mit ihnen im EInsatz gewesen?
Speziell Jagdhunde aus eindeutiger Zucht, das solltest Du wissen, ticken ein wenig anders als andere Hunde. Sie brauchen im Prinzip keine Aufforderung. Man muss nur ihre Veranlagungen in die richtigen Bahnen leiten.

Bei Jagdhunden, die jagdlich geführt werden mit Sicherheit anders als bei solchen, die in Nichtjägerhände kommen.

Lob ist gut, richtig, funktioniert aber gerade bei diesen Hunden auch ganz ohne.
Der Erfolg, das Wild gefunden zu haben, reicht ihnen völlig aus, da bräuchte der Mensch nichts weiter zu unternehmen. Sie machen das von sich aus - und meist auch noch völlig richtig.
Auch wenn Du das nicht wahrhaben willst: Diese Hunde arbeiten völlig selbstständig, sie setzen es alleine um.
Wir bremsen sie eher, als wir sie auffordern.

Und hier reicht oftmals bei guter Zusammenarbeit Jäger - Hund nur der Blickkontakt.

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@antnschnobe
Der Erfolg, das Wild gefunden zu haben, reicht ihnen völlig aus, da bräuchte der Mensch nichts weiter zu unternehmen

Und genau da ist der Bestärker worauf der Hund konditioniert wird. Die Triebe sind ja vorhanden,das hat ja mit der Konditionierung eines Namen rein garnichts zutun.

Ein Welpe wird es ja nicht wissen. Nicht umsonst gibt es Jagdhundeausbildungen . Die Hunde können ja nicht machen was sie wollen, und werden so trainiert das bestimmte Sequenzen bestärkt werden.

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@Einafets2808

Nein.

Er macht das ohne unser Zutun.

Und hier hast nur DU den Begriff SAU im Bezug zur Nachsuche, also den Namen ins Spiel gebracht, nicht ich. Das hat mit dem von mir Geschriebenen in meiner Antwort rein gar nichts zu tun.
Wir schicken ihn nicht los, die SAU zu finden.

Es geht auch nichts um's Bestärken.

Die Tiernamen/Begriffe, die, so wie ich das schrieb und meinte, werden in jagdlichen Einsätzen nicht genannt. Keine Spur davon. Ist überhaupt nicht notwenig.

Aber wenn Du unbedingt Recht haben willst: Bitte. Ich weiß, was ich weiß.
Und ich weiß auch, daß Du unsere Hunde nicht kennst und hier mit Deiner Konditionierung keinen Stich machst.
Man kann nicht alles auf alles festlegen. Weder bei Menschen - noch bei Tieren.

Du Dein Recht, ich meine Ruh! : ))

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@antnschnobe

Es geht doch nicht ums Recht haben, ich möchte das nur verstehen, der Hund weiß doch ohne Training garnicht was er machen soll. So wie du das beschreibst , hat der Hund das von Beginn an gewusst,und das bezweifel ich ganz stark bei einem Welpen.

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@Einafets2808

Als Welpe muss er das auch noch nicht, aber es ist ihm gegeben wie das Vorstehen auch, es ist angewölft.
Das kann man ihnen nicht beibringen. Er hat und kann das einfach.

Man muß diese Hunde wirklich bremsen und nicht auffordern in ihren Anlagen.
Jede Jagdhundrasse hat ihre "Eigenheiten". Warum wohl?

Weil jede hauptsächlich, wenn nicht nur zu bestimmten Jagdgelegenheiten eingesetzt werden oder eingesetzt werden können. Genau deswegen.
Schon mal erlebt wie ein Jagdhund die freie Suche ausführt? DAS kann man ihnen auch nicht beibringen.

Ich übe mit dem Hund nichts weiter als Gehorsam. Das alleine bringe ich ihm bei - was allerdings sein muß, mit der Frage des Fragestellers aber rein nichts mehr zu tun hat.

Und zu Deinem letzten Satz dann bitte in meiner Antwort lesen:

Ich muß aber auch erwähnen, daß der Hund kein Jungspunt mehr ist - und das meiste im Laufe der Jahre erst erworben wurde.
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