Was können Gauner mit Bankdaten anfangen?

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8 Antworten

Bei solchen Werbeanrufen kommt gemäß § 675 Abs. 3 BGB bezüglich sogenannter "Gewinnspieleintragungen" auf keinen Fall ein rechtswirksamer Vertrag zustande, und zwar völlig egal, was da am Telefon Hilfloses gewimmert wurde.

Die Abzocker sind vor allem deshalb auf die Kontodaten aus, weil sie (egal, ob ein Vertrag besteht oder nicht...) gern Geld abbuchen, für die angeblichen "Gewinnspiele" (die es tatsächlich gar nicht gibt).

Also: wenn Geld abgebucht wird, dann sollte man das durch seine Bank rücksichtslos zurückbuchen lassen. Wegen nicht erteilter Lastschriftgenehmigung. Das geht bis 13 Monate nach Kontobelastung. Kostet einen selbst auch gar nichts, aber der Abzocker muss Rückbelastungsgebühr zahlen, daher probieren die das nur 1-mal, selten 2- oder 3-mal, aber dann ist gut.

Die Masche ist seit Jahren bekannt und hoch kriminell, es wurden auch bereits etliche Banden eingelocht, aber einige haben immer noch nicht den Hals voll. Die arbeiten getarnt, mit Phantomfirmen (die Firma, die am Telefon genannt wird, gibt es i.d.R. gar nicht...).

Einzig greifbar ist der dubiose Zahlungsdienstleister, der das Geld abbucht. Gegen den sollte man Strafanzeige wegen Beihilfe zum versuchten banden- und gewerbsmäßigen Betrugs sowie Geldwäsche und Steuerhinterzeihung erstatten. Eine Mitteilung an die Bundesfinanzdienstleistungsaufsicht "BAFIN" lohnt sich auch, weil diese merkwürdigen "Zahlungsdienstleister" oft ohne Genehmigung der BAFIN arbeiten. Die BAFIN geht seit einiger Zeit verschärft dagegen vor. Über die Verfolgung der Geldbewegungen erwischen die Behörden dann auch häufig die Täter, anders kriegt man die i.d.R. nicht.

Oft beauftragen die Abzocker auch dubiose Inkassobüros oder sogar Anwälte, um die angeblichen "Forderungen" beizutreiben. Das muss man aber nicht ernstnehmen. Im Gegenteil kann man die Inkassohechte dann ruhig mal mit in die Strafanzeige aufznehmen, wegen Beihilfe zum Betrug. Es wurden da schon einigen anwaltlichen Hackfressen, die kurz vorher noch die Backen aufgeplustert haben, die Mahnkanzleien durchsucht und Konten eingefroren.

Mehr Infos zu dieser Abzocke:

http://www.antispam-ev.de/wiki/Gewinnspiel-Betrug_-_Abzocke_am_Telefon_-_Callcenter-Terror

Hallo, hatte kürzlich auch so einen Anruf und bin darauf reingefallen und meine Kontodaten herausgegeben. Ich bekam nach ca. 14 Tagen ein Schreiben von einem Medienvertrieb, dass ich ein Zeitungsabo für das Magazin ..... abgeschlossen hätte. Auf der Rückseite dieses Schreibens stand auch eine Widerrufsbelehrung. Diese dauert 14 Tage nach Erhalt des Schreibens. Ich habe dann sofort das Abo widerrufen mit Einschreiben und Rückschein. Kürzlich erhielt ich dann doch das Magazin. Ein Anruf bei einem Verlag, ergab dann, dass es sich hierbei um eine 1-malige Lieferung handelte und man meinen Widerruf erhalten hätte. Ein paar Tage später erhielt ich eine Widerrufsbestätigung des Abos. Also, widerrufen, wenn was schriftliches kommt, per Einschreiben + Rückschein. Evtl. das Konto beobachten, bei ungerechtfertigten Abbuchungen Rückbuchung veranlassen. Viel Glück

Liebe Dagmar, deine Freundin hat wohl ein Abo abgeschlossen. Abgebucht wird. Sie kann es zurück buchen, aber da kommt eine Mahnung. Dann schreibt ein Rechtsanwalt. Sie soll sofort wenn sie den ersten Brief bekommt, kündigen/widerrufen und die Abbuchungsermächtigung entziehen, und zwar nachweisbar, per Einschreiben.

Eine Ergänzung zu meiner letzten Antwort.

Eine rechtsgültige Bestellung einer Zeitschrift ist am Telefon prinzipiell möglich, auch wenn die Werbeanrufe in vielen Fällen grobe Rechtsmängel aufweisen und die "Verträge" dann oft wegen grober Mängel hinfällig sind.

Wenn es hier doch um eine Zeitschriftenbestellung geht, dann ist es das einfachste, beim Erhalt der ersten Zeitschrift beim Lieferanten den Widerruf zu erklären. Die Widerrufsfrist beträgt mindestens 14 Tage ab Zustellung einer schriftlichen Widerrufsbelehrung, die kommt meistens mit der ersten Zeitschrift.

Wenn Geld abgebucht wird: rückbuchen lassen.

Das ist eine Masche um Abo´s an den Mann (Frau) zu bringen und die Bankdaten hat sie auch gleich mitgeteilt.

Ich schätze das Einzigste was sie bekommt ist eine Zeitschrift

Nichts, höchstens Lastschriften abbuchen - denen kann man aber sofort wieder widersprechen und das Geld wird direkt zurückgebucht.

Sie hat jetzt ihr Geld vorsichtshalber von der Bank abgehoben.. und wenn kein Geld drauf ist kann man ja auch nichts kaufen Sie hat kein Dispo und kann somit auch ihr Konto nicht überziehen.. und falls die Gauner etwas im Internet bestellen sollten kann man das auch wieder Zurückbuchen ?

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@Dagmar62

Vollkommen unnötig, lasst das Geld auf dem Konto. Da passiert nichts, und wenn doch, ist das in einer Minute zurückgebucht!

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@BiloEscaped

Davon mal ganz abgesehen, können Lastschriften trotzdem gezogen werden. Eine Lastcshrift die kommt, führt zu einer Überziehung. so oder so. Sie wird dann aber, entweder mangels Deckung oder wegen Widerspruchs zurückgegeben.

Es ist also völlig sinnlos, das ganze Geld abzuheben. Drauf lassen, regelmäßig Kontoauszüge prüfen und die LS zurückbuchen lassen durch die Bank.

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Na, mit den Kontodaten kann man z. B. im Internet einkaufen. Man könnte auch Geld vom Konto einziehen.

Und bitte sag deiner Nichte, das man nie am Telefon seine Kontodaten preisgibt...

Sie hat jetzt ihr Geld vorsichtshalber von der Bank abgehoben.. und wenn kein Geld drauf ist kann man ja auch nichts kaufen Sie hat kein Dispo und kann somit auch ihr Konto nicht überziehen.. und falls die Gauner etwas im Internet bestellen sollten kann man das auch wieder Zurückbuchen ?

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@Dagmar62

Davon mal ganz abgesehen, können Lastschriften trotzdem gezogen werden. Eine Lastschrift die kommt, führt zu einer Überziehung. so oder so. Sie wird dann aber, entweder mangels Deckung oder wegen Widerspruchs zurückgegeben.

Es ist also völlig sinnlos, das ganze Geld abzuheben. Drauf lassen, regelmäßig Kontoauszüge prüfen und die LS zurückbuchen lassen durch die Bank.

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